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Grand Am Rolex Sports Car Series 2008 in Miami
Toller Einstand von Jan Seyffarth mit Pontiac bei Grand Am 
Nur durch technische Proble- me wurde der Querfurter Jan Seyffarth beim ersten Renn- wochenende der US-amerika- nischen Grand Am auf dem Homestead Miami Speed- way zurück geworfen. Nachdem er lange auf Platz 1 lag, gab es am Ende Probleme mit dem Benzindruck.Schon bei den Freien Trainingssitzungen konnte der 21-Jährige im 420 PS starken Pontiac GTO.R im Team von Matt Connolly 
 © RIMO
 Mit Team Matt Connolly Motorsports in den USA 

Motorsports schnelle Zeiten absolvieren. Nachdem er im Test zwei Wochen zuvor das erste Mal im Auto saß, galt es sich zunächst an Fahrzeug an Strecke zu gewöhnen. Dies gelang ihm unwahrscheinlich schnell und er konnte sofort gute Aussagen machen.

Leider warfen ihn und seinen Teamkollege Diego Alessi immer wieder technische Probleme zurück. Zunächst waren es die Elektrik und dann sogar bei Alessi ein kapitaler Getriebeschaden. „Das war einfach Pech“, so Jan Seyffarth, „das Team hat gute Arbeit geleistet.“
Im Qualifying konnte man trotzdem mit Platz neun noch ein zufrieden stellendes Ergebnis in der GT-Klasse erzielen und startete aus der fünften Reihe in den Saisonauftakt der Grand Am Rolex Sportscar Series mit insgesamt 44 Autos.Diego Alessi ging als Startpilot ins Rennen und übergab das Cockpit bei Rennhalbzeit nach knapp 90 Minuten an Jan Seyffarth. Der drehte nun auf und bis 30 Minuten vor Ende des Rennens lag er immer zwischen Platz eins und sechs. Durch die Boxenstopps und Gelbphasen kam es laufend zu Verschiebungen. Vater Rüdiger Seyffarth: „Zu diesem Zeitpunkt war zwischen Platz eins und fünf alles möglich. Jan lag sogar 12 Runden an der Spitze des Feldes!“

Jan Seyffarth konnte mühelos den Speed der erfahrenen Piloten mitgehen und war oft im Fernsehen zu sehen. Das Team freute sich schon auf ein gute Platzierung, als der Technikteufel zuschlug. „Auf einmal ging der Benzindruck in den Keller“, schildert der Youngster. Geistesgegenwärtig schaltete er die komplette Elektronik aus und sofort wieder ein. Dadurch schaffte es die Pumpe wieder etwas Sprit zu pumpen und das Auto blieb am laufen. Dies musste er in den letzten Runden immer wieder machen und so verlor er natürlich nach und nach die guten Plätze, kam aber mit diesem Trick noch auf Platz elf in Ziel. Auf der einen Seite war man im Team natürlich enttäuscht, auf der anderen Seite war man froh, dass Seyffarth das Auto noch ins Ziel brachte!
Jan Seyffarth: „Die Atmosphäre hier in Florida ist schon einmalig. Wenn auch alles sehr auf Showcharakter aufgebaut ist, so gibt es faszinierenden Motorsport.
Wir werden nun in Ruhe überlegen, wie es weiter geht. Es gab nach dem Test und dem Rennen einige interessante Anfragen. Momentan ist alles offen.“ Fest steht, dass es Anfang dieser Woche zu Testfahrten im Porsche 997 für den Porsche Carrera Cup auf dem EuroSpeedway kommt. Hier setzt das Team von Rüdiger Seyffarth zwei Autos ein, die im schnellsten Markenpokal der Welt im Rahmen der DTM fahren werden. Auch dort könnte Jan Seyffarth die Saison bestreiten. „Vielleicht klappt auch beides“, so abschließend nochmals der schnelle Querfurter.

Ralph Monschauer
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Artikel vom 04.04.2008

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