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BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft 2008
Dörr Motorsport - Auf ein Neues
Dörr Motorsport gehört zu den Teams der BF-Goodrich Lang- streckenmeisterschaft, die Jahr für Jahr ihre Katze erst kurz vor Saisonstart aus dem Sack lassen. Manchmal auch noch später, wie in der Saison 2007 eindrucksvoll bewiesen! In diesem Jahr wurden die Weichen für die zehn Lang- strecken- und das 24h-Rennen sehr früh gestellt, und das hessische Team sorgt mit seinem neuen Projekt wieder für reichlich Gesprächsstoff. 
 © Dörr Motorsport
 Mit neuem Projekt in der Langstrecke
Die Fans der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft sowie Freunde und Partner von Dörr Motorsport dürfen sich schon jetzt auf ein absolutes Highlight in der kommenden Saison freuen: Dörr Motorsport geht mit einem Z4 Coupé von BMW Motorsport an den Start und hat schon jetzt seine Ziele klar definiert und fest im Blick. Demnach sind Topplatzierungen beim 24h- und 6h-Rennen zu erwarten und einige Top-Ten Platzierungen in der Langstreckenmeisterschaft angestrebt.
Das von BMW-Schnitzer aufgebaute Coupé Modell 2007 wird in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und der Nordschleife in der Klasse SP6 an den Start gehen. Aus den sechs Zylindern schöpft das Coupé-Aggregat 3,2 Liter Hubraum und stellt den Fahrern gut und gerne 420 PS zur Verfügung. Schon jetzt steht der Münchener-Bolide „ready to race“ in der Dörr-heimischen Motorsportwerkstatt in Butzbach und muss sich kleinen Detailumbauten unterziehen. Gleichzeitig erfolgt das Karosseriedesign, dass auch in diesem Jahr vom Logo des Hauptsponsors Pirelli dominiert wird. Getreu den Rennsport-Motto „Never change a winning team“ führen Dörr Motorsport und der italienische Sportreifenhersteller eine fruchtbare Partnerschaft, die bislang je einen Klassensieg beim 24h- und 6h-Rennen 2007 hervorbrachte. Erste Früchte sind jedoch frühestens beim zweiten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft zu ernten, denn erst dann planen die Teamchefs Rainer Dörr und Jörg Ullmann den ersten Einsatz des BMW Coupé. Neu ist nicht nur das Auto Das von Schnitzer aufgebaute Coupé ist für alle im Team neu. Mechaniker und Fahrer müssen sich mit der Technik vertraut machen, die Fahrer dazu mit dem Fahrverhalten anfreunden. Der teameigene Antrieb, sooft als möglich unter den Top Ten zu fahren, lässt die Herausforderung an die gesamte Mannschaft wachsen. Dabei haben die Hessen im Vergleich zu anderen Z4 Coupé-Teams einen erheblichen Vorteil: Der Wagen verfügt über eine schnelle Grundabstimmung und feinste Motorsporttechnik. Teameigene Entwicklungsarbeit ist also nicht erforderlich, es kann sofort mit der Feinabstimmung gestartet werden, was auf dem Weg zu guten Ergebnissen viel Zeit spart.

Auch wenn Dörr seine Ziele gesteckt hat und diese konsequent verfolgt, wissen alle Beteiligten, dass es bis zu den gewünschten Erfolgen ein weiter Weg ist. Die Erfolge der 24h-Rennen 2003, 2006 und 2007, wo das Team mit funkelnagelneuen und ungetesteten Autos an den Start ging und auf Anhieb die Klasse gewinnen konnte, waren Siege, die auf einem hohen Glückspotential basierten. Neben dem neuen Auto wartet das Team auch mit einem neuen Fahrergespann auf. Mit „Mr. Nordschleife“ Rudi Adams, dem Teamchef des Dörr Motorsport derzeit ruhenden KYB-Racing Teams Marco Schelp und dem erfolgreichen Nachwuchspiloten Michael Funke hat das Team ein schnelles und sicheres Trio fixiert, dem durchaus gute Ergebnisse zugetraut werden müssen. Für das 24h-Rennen wird das schnelle Trio durch einen vierten Fahrer ergänzt, intensive Gespräche führen beide Teamchefs schon jetzt, Namen verraten sie noch nicht.
Neu werden auch die Reifen sein, die Pirelli dem Team während der ganzen Saison inklusive intensiver technischer Betreuung für das Z4 Coupé zur Verfügung stellt. Da für den Sportreifenhersteller die neue Dörr-Kombination von Z4 Coupé und Nordschleife neu ist, arbeiten die Ingenieure schon jetzt mit Hochdruck an neuen, den Anforderungen entsprechenden Reifen. Dabei stützen sie sich derzeit allein auf theoretische Werte und erst in den kommenden Wochen wird es praktische Erkenntnisse geben, denn dann geht Dörr Motorsport gemeinsam mit dem Technologie- und Reifenpartner zu ersten Testfahrten auf die Strecke. Hauptsponsor Pirelli erwartet nicht nur bei den Testfahrten handfeste und vorzeigbare Ergebnisse abseits von Tabellen und Listen. Denn der Reifenkonzern will die mit Dörr Motorsport gesammelten Erfahrungen in die Serienreifenproduktion der High-Performance und Ultra-High-Performance Pneus einfließen lassen.
1er ohne Diesel Seinen Abschied, wenn auch nicht endgültig, feierte schon im letzten Jahr - und ohne es zu wissen - der 1er Diesel von Dörr Motorsport. Nachdem heftigen Un- und Ausfall beim 24h-Rennen konnten die Hessen den Selbstzünder wieder herrichten und die letzten fünf Rennen der Langstreckenmeisterschaft damit bestreiten. Das Z4-Projekt machte es jedoch erforderlich, einen Wagen in den Ruhestand zu schicken und so fiel die Wahl auf den Diesel. Nicht zuletzt wegen der gerade im letzten Jahr stark gewachsenen Konkurrenz in der Klasse alternativer Treibstoffe und dem damit aussichtslosen Kampf um Punkte und Ehre. Es ist jedoch durchaus möglich, dass der Selbstzünder im Laufe der Saison hin und wieder auftaucht – als Gaststarter.
Fans und Freunde des Rennteams und der 1er von Dörr Motorsport dürfen sich dennoch freuen: Der 130i mischt auch in diesem Jahr munter in der Klasse SP5 mit. Leichte Modifikationen an Fahrwerk, Bremsen und Getriebe gepaart mit einem deutlichen Plus an Leistung sollte für Stammfahrer Willi Friedrichs genügen, um den schwarzen 1er in der Klasse weit vorne zu platzieren. Friedrichs erhält dafür schnelle und zuverlässige Schützenhilfe von Thomas Frank und Olaf Hoppelshäuser, die sich die Rennsaison im Dörr-BMW teilen. „Phantom“-Schmerzen hat das Team in dieser Saison nicht zu befürchten, denn der 1er mit Klassensiegpotential wird aller Voraussicht nach erst zum 24h-Rennen die Bühne betreten. Dann, so die Pläne der Teamchefs, soll der Wagen am Erfolg des vergangenen Jahres anknüpfen. Wohin die Wege des Phantoms danach führen, ist derzeit noch unklar, doch kristallisiert sich die Möglichkeit heraus, dass der Wagen motortechnisch zurückgerüstet wird, um die Standfestigkeit zu erhöhen und die zweite Saisonhälfte der VLN unter den Händen des Trios Friedrichs, Frank und Hoppelshäuser bestreitet. Noch ein Wort zum Erfolg der Hessen: Es ist nicht nur das technische Potential, dass dem Team unter der Leitung von Rainer Dörr und Jörg Ullmann zu den Erfolgen vergangener Jahre verholfen hat. Vielmehr ist es das Herzblut, dass jeder einzelne im Team investiert. Die Freude am Motorsport schweißt das Team zusammen und macht es zu einem der Besten im Feld des Langstreckenpokals.

Stimmen zur Saison 2008
Rainer Dörr und Jörg Ullmann, Teamchefs
„Mit dem Z4 Coupé haben wir ein siegfähiges Auto und mit Adams, Schelp und Funke ein schnelles Trio. Wir rechnen uns Chancen im Top Ten-Bereich aus. Die Arbeiten im 130i werden sich auszahlen und Friedrichs wird sein fahrerisches Potential gemeinsam mit Frank und Hoppelshäuser gewinnbringend umsetzen. Auch hier erwarten wir durchweg gute Platzierungen. Wir setzen alles dran, unsere Sponsoren, Technologiepartner, Fans und Freunde nicht zu enttäuschen. Im übrigen gilt schon jetzt den Sponsoren unser Dank, ohne deren Unterstützung wäre das Projekt im Sande verlaufen. Überdies konnten wir durch eine Verschmelzung der Autohäuser Dörr und Hess einige Ressourcen freimachen. So haben wir als Teamchefs nun mehr Zeit, um uns um den Motorsport zu kümmern. Unser Glück: Die Inhaber der Firma Hess sind genauso Motorsport-verrückt wie wir. Bevor wir uns in die neue Saison stürzen, bedanken wir uns schon jetzt bei allen Helfern, ohne die wir noch nicht einen Erfolg hätten feiern können.“ Thomas Michel, Projektverantwortlicher bei Pirelli „Wir freuen uns auf eine weitere Saison mit Dörr Motorsport, einem Team, das Siegchancen hat und dennoch bodenständig ist. Welches Potential das Team hat, wurde beim 24h- und 6h-Rennen 2007 eindrucksvoll bewiesen. Beide Saisonhöhepunkte konnten die Hessen souverän gewinnen. Auch in diesem Jahr hoffe ich, das Team ganz oben auf dem Treppchen zu sehen. Das Potential dafür hat Dörr Motorsport – und wir die Reifen. Für uns ist die Partnerschaft mehr als pure Freude am Motorsport: Die gesammelten Erkenntnisse fließen in die Entwicklung von Serienreifen ein. Doch bis es soweit ist, müssen wir speziell für Dörr Motorsport Reifen entwickeln und bauen, die den hohen Belastungen des Z4 Coupé und der Nordschleife standhalten.“
Rudi Adams, Fahrer, BMW Z4 Coupé
„Ich bin guter Dinge, mit dem Material und der Fahrerpaarung das eine oder andere Mal aufs Treppchen zu fahren. Meine persönlichen Vorbereitungen waren noch nie so intensiv wie die auf die kommende Saison: Mountainbike, joggen, Krafttraining – ständig war ich in Sportklamotten unterwegs. Dass ich auch 2008 bei Dörr fahre, liegt am hohen Sympathiewert des Teams. Trotz aller Professionalität kommt der Spaß nicht zu kurz. Überdies ist der Reifenpartner ein ganz besonderer, der sich bemüht, die Reifen den Fahrern und dem Fahrzeug anzupassen und nicht umgekehrt. Auf die Nordschleife freue ich mich auch dieses Jahr wieder, schließlich ist es die schönste und anspruchsvollste Strecke der Welt und die VLN eine der besten Rennserien.“
Marco Schelp, Fahrer, BMW Z4 Coupé
„Jede Menge Spaß und viele Top-Ten-Platzierungen – das erwarte ich von der kommenden Saison. Schon 2007 konnte ich mich überzeugen, mit welcher Präzision Dörr Motorsport seine Fahrzeuge präpariert und wartet. Es freut mich umso mehr, dass ich dieses Jahr bei den Hessen fahren kann. Mit einem ausgefeilten Kraft- und Konditionstraining habe ich mich auf die Saison vorbereitet. Außerdem bin ich mit Rudi Adams ein Rennen auf unserem KYB-Boliden gefahren. Warum VLN? Weil es die Mischung macht! Eine unvergleichbare Strecke, viele Autos und die große Herausforderung an das gesamte Team ist das Salz in der Suppe. Ich hoffe, eine gute Figur abzugeben und am Ende auch im Gesamtklassement weit vorne zu stehen.“ Michael Funke, Fahrer, BMW Coupé
„Weder die Nordschleife noch die VLN oder das 24h-Rennen sind für mich neu – neu ist lediglich das Team Dörr Motorsport. Aber so wie sich das Team in seinen Saisonvorbereitungen präsentiert, muss ich sagen, dass es äußerst professionell arbeitet. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung, nicht zuletzt auf die Zusammenarbeit mit meinen Fahrerkollegen Adams und Schelp. Als durchaus realistisch schätze ich unsere Chancen ein, auf das Treppchen zu fahren – nicht nur in der Klasse, sondern auch in der Gesamtwertung. Dennoch ist die Aufgabe, das Auto standfest zu machen eine schwierige und der direkte Wettbewerb ist uns hier schon einige Erfahrungen voraus. Dennoch bin ich zuversichtlich, insbesondere auch was das 24h-Rennen angeht.“
Willi Friedrichs, Fahrer, BMW 130i
„In diesem Jahr werden wir nicht mehr zu den Langsamsten auf der Geraden zählen. Dadurch müssen wir auch nicht mehr über dem Limit durch die Kurven fahren, um Anschluss zu halten. Mit dem Leistungszuwachs dürften wir in der Klasse SP5 weit vorne landen. Aber auch ich habe an meiner Leistungsfähigkeit gearbeitet. Gerade im Bereich Kondition habe ich zulegen können. Überdies konnte ich meine Beweglichkeit verbessern und meine Reflexe trainieren. Ich denke, dass diese Kombination für Podestplätze ausreicht. Noch ein Wort zu Dörr Motorsport: Ich fahre im vierten Jahr beim hessischen Rennstall und das Team ist fachlich wie menschlich der Maßstab, an dem sich andere messen müssen. Motorsport auf der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt, der Nordschleife, mit Dörr Motorsport ist einfach faszinierend.“

Pressemeldung Dörr Motorsport/Redaktionsbüro Uwe Meuren
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Artikel vom 15.03.2008

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