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Grasser GT1 2008er Planspiele
Angriff auf die tschechische Langstreckenelite
Als Ende 2004 die Planungen für die ADAC Procar Serie anliefen, war auch der Österreicher Gottfried Grasser daran interessiert mit einem eigenen GT Fahrzeug am neuen Aushängeschild der Top 10 Rennwochenenden teil- zunehmen. Nicht irgendein fertiger GT-Bolide sollte es sein, sondern ein in Eigenregie entwickelter GT-Renner. Als Ausgangsbasis wurde ein Ultima gewählt, der für die geplante ADAC Procar Serie erheblich modifiziert wurde.
 © Grasser Racing
  Des Ultimas neue Kleider - zusammen mit einem FH Kollegen entworfen
Doch schon Anfang 2005 war die Procar Serie Geschichte. Starts in der Interserie und dem Divinol-Cup zeigten das Potential auf, das in dem flotten Sportwagen steckten. 2006 erfolgten für die rhino's GT Serie erneut umfangreiche Modifikationen am Fahrzeug, das mittlerweile an einen Kunden verkauft ist. So kann sich Gottfried Grasser voll auf sein neustes Projekt konzentrieren. Auf Basis eines stark modifiziertem 2007er Chassis entsteht derzeit der zweite Grasser GT1. So wurde die komplette Aerodynamik überarbeitet, der Radstand um 50 mm verlängert. Durch Erhöhung der Reifengröße von 250er 17 Zoll auf 320er 18 Zoll wurde der Einbau einer 380er Bremsanlage mit 6 Kolben ermöglicht. Das Getriebe ist ein vollautomatisches bzw. pneumatisches Paddle Shift Getriebe von Holinger.

"Wir rechnen, dass der Wagen einige Sekunden schneller laufen soll. In Hockenheim sollten klare Zeiten unter 1.39 möglich sein", so Grasser gegenüber auto-rensport.de. Der Wagen wird ab Mitte der Saison in der Tschechischen Langstreckenmeisterschaft eingesetzt und dabei von Grasser Racing betreut. Gottfried Grasser selbst will bei ein oder zwei Gaststarts in der STT und der DMV Tourenwagen Challenge auch selbst einmal ins Lenkrad greifen. Ziel bei diesen Gasteinsätzen wird ganz klar der Gesamtsieg sein. Schwieriger wird es da schon in der Tschechischen Langstreckenmeisterschaft, deren Rennen von starken ehemaligen DTM Fahrzeugen dominiert werden. "Aber wenn danach unser GT1 kommt, sind wir zufrieden", schätzt Grasser die Chancen gegen die starken ex-DTM Audi und Mercedes ein. 

Langfristig soll der Grasser GT1 zukünftig für Kunden interessant werden. Dabei wird nicht nur die Leistung, sondern auch der Preis überzeugen. Die Kosten für ein Auto auf dem 2008er Level liegen bei ca. 50 % unter dem einer GT3 Corvette. Wie sich der Grasser GT1 schlagen wird, dürfte sich dann beim Debüt zeigen, das für Mai 2008 vorgesehen ist.

Patrick Holzer

 Zur Person
Name: Gottfried Grasser
Hobby: Biken, Laufen, Fitnessstudio, Internet
Familie: Verlobt mit Melanie
Karriere: 1997-1998: Kart
Danach Formel König, Formel 3 DM und FIA GT
Einsätze des Grasser Ultima GT im Divinol-Cup, STT, rhino's GT Serie und Interserie
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Artikel vom 27.02.2008

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