Kespohl und Oehler teilen sich DMV STGT-Siege

Horst Kespohl (Ferrari 296 GT3) und Jürgen Oehler (Porsche 992 GT3 Cup) teilten sich beim fünften Lauf zur DMV STGT die Gesamtsiege. Im ersten Rennen belegte Thomas Vital den dritten Platz, während sich Ralph-Peter Rink (beide Ferrari 488 CH Evo) im zweiten Durchgang kurz vor Schluss Rang drei sicherte.

Beim Start behauptete Horst Kespohl die Führung, während sich Jürgen Oehler dahinter einreihte. Die beiden setzten sich sogleich vom restlichen Feld ab, wobei Kespohl zunächst auch gegenüber Oehler eine kleine Lücke herausfuhr. Erst gegen Ende vergrößerte sich der Abstand zwischen den beiden GT-Boliden wieder, so dass sich Kespohl einen insgesamt souveränen Erfolg sicherte.

„Im Grunde war das Rennen gut zu kontrollieren. Aber in der Mitte des Rennens waren ein paar Runden, in denen ich ein paar Zehntel langsamer wurde. Ausgerechnet da hatte Jürgen Oehler noch ein paar Sekunden gefunden und kam wieder näher. Da wurde der Abstand auch sichtbar kürzer. Mein Team sagte mir, dass ich wieder etwas mehr Gas geben sollte. Das ist ja dann auch gelungen“, erzählte Kespohl.

Zeitstrafe kostet Oehler Platz zwei
Dahinter spürte Jürgen Oheler zunehmend den Atem von Thomas Vital, der mit schnellen Rundenzeiten immer näher an den Porsche heranrückte. Am Ende blieb zwar Oehler vorne, kassierte jedoch eine Zehn-Sekunden-Strafe wegen Nicht-Einhaltens des Startkorridors. Dadurch rückte Vital noch auf Rang zwei vor, während Oehler auf Platz drei gewertet wurde.

„Ich kam an Horst Kespohl gut ran und dachte, dass da gegen Ende noch etwas geht. Wir hatten leider etwas Probleme mit den Reifen. Das Auto hat immer wieder angefangen zu rutschen. Da wurde der Abstand wieder etwas größer und auch Thomas Vital kam von hinten immer näher heran“, so Oehler.

Jürgen Oehler siegte am Sonntag // Foto: Patrick Holzer

Oehler siegt in Rennen zwei
Wie schon am Vortag verteidigte Horst Kespohl seine Führungsposition gegenüber Jürgen Oehler beim Start. Zumindest in den ersten drei Runden sah es danach aus, als würde sich der Verlauf des ersten Rennens wiederholen. Doch in Runde vier ging Oehler am Ferrari vorbei und sicherte sich diesmal mit 23,940 Sekunden Vorsprung auf Kespohl den Gesamtsieg.

„Das war ein Sieg mit Ansage. Heute haben wir den Reifendruck geändert, was sich gleich bemerkbar machte. Ich bin noch bis zur letzten Runde Bestzeit gefahren und konnte mich von Horst Kespohl entscheidend absetzen“, freute sich Oehler über den Gesamtsieg.

Spannung auf den weiteren Plätzen
Philipp Pippig saß erstmals am Steuer eines Porsche 992 GT3 Cup. Nach einem engen Kampf im ersten Rennabschnitt am Samstag setzte sich Pippig gegen Ralph-Peter Rink und Thomas Bienroth (beide Ferrari 488 CH Evo) durch. Ähnlich eng verlief der zweite Durchgang. In der Anfangsphase drehte Pippig Thomas Vital um, für den Ferrari-Piloten war das Rennen damit vorzeitig beendet. Anschließend entwickelte sich erneut ein Dreikampf, diesmal mit dem besseren Ende für Ralph-Peter Rink vor Pippig und Bienroth.

„Ich musste mich beim ersten Start mit dem Porsche noch an das neue Auto gewöhnen. Ich lief schließlich auf den Ferrari auf. Der hat mich nicht vorbeigelassen und ich steckte dahinter fest. Dadurch hatte ich den Anschluss verloren. Ich merkte, dass da aber noch mehr geht“, erklärte Pippig nach Rennen eins.

Erik Bänecke fuhr zwei Klassensiege ein // Foto: Patrick Holzer

Bänecke mit Doppelsieg in der Cup4
Bei den GT4-Fahrzeugen der Cup4-Klasse sicherte sich Erik Bänecke (BMW M4 GT4 F82) einen Doppelsieg. Den ersten Erfolg holte er sich am Samstag vor Uwe Hedderich (Porsche Cayman GT4 RS) und Robert Mühlich (BMW M4 GT4 G82).

„Am Anfang machte Uwe Hedderich ganz schön Druck von hinten. Er war auch von der Rundenzeit her nahe dran. Ich habe dann geschaut, dass ich mich von ihm lösen kann und auch etwas wegkomme. Als ich genügend Abstand hatte, konnte ich danach etwas Gas rausnehmen“, berichtete Bänecke.

Spannender war es dagegen am Sonntag, nachdem sich Hedderich gleich zu Beginn vor Bänecke gesetzt hatte. Der Porsche-Pilot baute seinen Vorsprung bis auf mehr als neun Sekunden aus, sodass es kurz vor Schluss nach einem Klassensieg für Hedderich aussah. Als Hedderich auf ein zu überrundendes Fahrzeug auflief, drehte sich der Cayman weg und Bänecke war wieder dran. Im anschließenden Positionskampf berührten sich die beiden GT4, wodurch Bänecke letztlich den Sieg abstaubte.

„Bis zur vorletzten Runde habe ich in meiner Klasse sauber angeführt. Dann kam es zu einer Überrundung und das Fahrzeug vor mir machte nicht Platz. Ich fuhr in die erste Kurve rein und drehte mich weg. Da war mein Kontrahent mit dem BMW wieder direkt hinter mir. Dann ging es in der letzten Kurve Stoßstange an Stoßstange. Auf dem Auto kein Grip mehr. Da haben wir uns in der letzten Kurve getroffen. Er ist noch an mir vorbei“, gab Hedderich zu Protokoll.

Die Cup TC ging an Steffen und Holger Redlich // Foto: Patrick Holzer

In der Cup TC gingen die beiden Siege in der Lausitz an Steffen Redlich und Holger Redlich im Opel Astra TCR. Einen zweiten Platz holte Sven Moormann (BMW M3 E46).

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