Spangenberg und Wenning nicht zu schlagen

Gerrit Spangenberg und Andre Wenning (BMW M3 E36 GTR) waren beim fünften Saisonlauf des DMV Classic Masters nicht zu schlagen. Während Spangenberg am Samstag auf dem Lausitzring dominierte, war Wenning am Sonntag ebenfalls eine Klasse für sich.

Schon vor den Rennen deutete sich an, dass Gerrit Spangenberg und Andre Wenning in der Lausitz kaum zu schlagen sein würden. Das Duo bestätigte diesen Eindruck auch auf der Strecke, wo sich keiner der beiden BMW-Piloten einen Fehler erlaubte. Während Spangenberg den ersten Durchgang mit 1:04,387 Minuten Vorsprung gewann, feierte Wenning im zweiten Heat mit 51,946 Sekunden Abstand auf den Zweitplatzierten ebenfalls einen deutlichen Erfolg.

„Wir hatten das ganze Jahr nichts mehr gemacht, weil wir keine Zeit hatten. Wir waren hier jetzt hauptsächlich zum Testen, da das Auto fast ein Jahr stand. Das Auto funktionierte gut und es hat auch richtig Spaß gemacht. Dass wir aber so weit vorne sind, damit hätten wir nicht gerechnet“, befand Spangenberg. „Es war das erste Rennen in der Saison für uns. Nach der längeren Auszeit sind wir damit sehr zufrieden“, schloss sich Wenning an.

Porsche gegen BMW
Lange Zeit sah es im ersten Rennen für André Jaschinski (BMW 4.0 V8 E30) nach dem zweiten Gesamtplatz aus. Der BMW-Pilot hatte sich bis kurz vor Schluss einen beruhigenden Vorsprung auf Kurt Strube sen. (Porsche 964 Cup) erarbeitet. Doch im letzten Umlauf war Strube plötzlich wieder dicht dran und zog noch vorbei. Mit 1,951 Sekunden Vorsprung setzte sich der Porsche-Pilot knapp durch. „In der viertletzten Kurve haben wir uns berührt. Es ist halt sehr eng und auch sehr hart gewesen. In der vorletzten Runde wurde André etwas langsamer und ich bin sukzessive an ihn rangekommen. Gegen Ende haben wir es beide nochmals krachen lassen und ich habe es geschafft“, freute sich Strube.

Zweimal Podium für das Team Strube am Lausitzring // Foto: Patrick Holzer

Am Sonntag kletterte Kurt Strube jun. für seinen Vater hinter das Porsche-Volant. Der Junior setzte sich diesmal direkt an die zweite Gesamtposition, während Jaschinski dahinter den Cup-911er ziehen lassen musste. Bis ins Ziel wuchs der Vorsprung auf 11,958 Sekunden an. Damit sicherte sich Kurt Strube jun. wie schon sein Vater den Sieg in der CM 6 vor Jaschinski. „Ich hatte Glück, dass André in der ersten Kurve etwas zurückgezogen hat. Normalerweise bin ich nicht schneller als er. Wenn er vorne geblieben wäre, hätte er wohl seine Position gehalten“, meinte Strube jun. Andre Jaschinski erzählte: „Heute war es ein klares Ding. Der Junior ist mit dem 964er auch noch einen Tick schneller. Da habe ich mich schwergetan, dranzubleiben. Ich habe dann eher das Material geschont.“

Klassendritter wurde wie schon am Vortag Urs Krämer im Porsche 964 RS. “ In der ersten Hälfte bin ich noch an André drangeblieben. Aber dann kam Verkehr und ich musste dabei abreißen lassen. Aber sonst lief das gut und ich bin dennoch zufrieden“, schilderte Krämer sein Renen.

Björn Ewald siegt doppelt
Hochspannung war in der CM 4 angesagt, wo Meisterschaftsfavorit Björn Ewald (BMW 328i E36) zwei wichtige Siege auf dem Weg zum möglichen Titelgewinn einfuhr. Beide Erfolge waren allerdings hart umkämpft, denn Dino Heuser, diesmal alleine am Steuer des Alfa Romeo 147 Cup, erwies sich erneut als starker Gegner. In beiden Rennen lieferten sich die CM-4-Piloten einen engen Kampf. Vor allem im zweiten Durchgang musste Ewald alles aufbieten, nachdem Heuser gleich zu Beginn vorbeigegangen war. Erst in der vorletzten Runde setzte sich Ewald an die Spitze und siegte letztlich mit 3,4 Sekunden Vorsprung.

Björn Ewald siegte nach spannenden Rennen zweimal vor Dino Heuser // Foto:Patrick Holzer

„Das erste Rennen war echt brutal heute. Dino Heuser hat mir das Leben schwer gemacht. Wir beide haben die ganze Zeit über gepusht. Ich konnte keine Sekunde etwas vom Gas runter. Im zweiten Rennen kam ich ewig nicht ran. Zwischendurch habe ich überlegt, ob es überhaupt Sinn macht, nochmals anzugreifen. Dann kam ich doch wieder näher und hatte Blut geleckt“, berichtete Ewald über die beiden Rennen.

„Beim Überholvorgang eines Fahrzeugs musste ich etwas zurückstecken und über die Wiese. Es war zu eng und ich kam dabei noch auf einen Curb. Dann ist das Bremsen etwas schwierig. Die Situation reichte aus, dass Björn wegfahren konnte“, schilderte Heuser die entscheidende Szene des ersten Rennens. Zum zweiten Durchgang meinte Heuser: „Die erste Kurve hatte ich sehr gut gekriegt und Björn überholt. Aber zur Mitte des Rennens wurde das Auto zu warm und ich verlor an Tempo. Da wusste ich, dass Björn rankommt.“

Zweimal Dritter in der gut besetzten CM 4 wurde Nils Jenschur (BMW 330ti E36). „Ich hatte mir das Duell von hinten angeschaut, aber nach zwei Runden waren die schon langsam weg. Ich habe dann ein einzelnes Rennen alleine gefahren. Letztendlich hat mir zu viel gefehlt“, gab Jenschur zu.

Podium der Klasse CM 6 nach dem ersten Rennen // Foto: Jürgen Holzer

Bedrich in der PRTC zweimal vorne
Die beiden Siege in der PRTC gingen an Marco Bedrich (Chevrolet Cruze Eurocup 1.4). Dahinter landete der neue PRTC-Champion Kenan Hasic (Chevrolet Cruze Eurocup 1.4) im ersten Durchgang vor Thomas Dellmuth (Chevrolet Cruze Eurocup 1.8) auf Rang zwei. Dellmuth verbesserte sich im zweiten Heat um eine Position, während diesmal der noch amtierende PRTC-Meister Robin Renz (Chevrolet Cruze Eurocup 1.8) auf Platz drei fuhr.

In der Lausitz bereicherte zudem der ADAC Historic Cup Ost das Teilnehmerfeld. Hier siegte Dieter Hoffmann (Lada Samara) in beiden Rennen vor Jens Vogt (Skoda MB 1300 RS). Platz drei holte sich im ersten Rennen Frank Regel (Lada 21013), während Łukasz Janiak (Skoda Favorit) am Sonntag die dritte Position belegte.

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