Die Spezial Tourenwagen Trophy (STT) stellt die Weichen für die Saison 2027. Die Serie setzt im kommenden Jahr auf fünf Rennwochenenden, ein angepasstes Rennformat und zusätzliche Möglichkeiten für Sportwagen und Prototypen. Dabei soll die Gesamtfahrzeit pro Veranstaltung nahezu auf dem Niveau der Saison 2026 bleiben.
Nach der frühen Bekanntgabe der Termine für die ADAC Racing Weekends kann auch die Spezial Tourenwagen Trophy ihre Planung für die kommende Saison bekanntgeben. Statt sechs Veranstaltungen werden es 2027 fünf Termine im Rahmen der ADAC Racing Weekends. Auf dem Kalender stehen zwei Veranstaltungen auf dem Hockenheimring, zwei Läufe auf dem Nürburgring sowie das Gastspiel im belgischen Spa-Francorchamps.
Fünf Rennwochenenden mit 180 bis 190 Minuten Fahrzeit
Trotz der Reduzierung auf fünf Veranstaltungen bleibt die STT ihrem bewährten Konzept mit viel Fahrzeit treu. Die bisherige Regelung mit zwei 40-minütigen Qualifyings und zwei 40-minütigen Rennen wird angepasst. Statt der bislang zwei Zeittrainings gibt es künftig nur noch ein Qualifying, dafür kommt ein zusätzliches Rennen hinzu.
Damit stehen den Teilnehmern pro Rennwochenende drei Rennen über jeweils 40 Minuten, ein Qualifying über 40 Minuten sowie ein Freies Training von 20 bis 30 Minuten zur Verfügung. Insgesamt ergibt sich damit eine Fahrzeit von rund 180 bis 190 Minuten pro Veranstaltung.
Durch die kompaktere Saison soll zudem das Preisniveau aus der Saison 2026 in etwa auf gleichem Niveau gehalten werden.
Neue Klasse 1a für Sportwagen und Prototypen

Eine wesentliche Neuerung betrifft die Division 1. Die Klasse 1a soll künftig eine eigene Wertung erhalten und Fahrzeugen ein neues Zuhause bieten, die dem vorgegebenen Leistungsgewicht entsprechen.
Willkommen sind dabei unter anderem LMP3-Fahrzeuge der ersten und zweiten Generation, Sportwagen der Gruppe CN sowie vergleichbare Fahrzeuge. Einen ersten Praxistest gab es bereits in diesem Jahr in Spa-Francorchamps, wo ein LMP3-Fahrzeug mit Thomas Ambiel gemeinsam mit der STT an den Start ging. Nach Einschätzung der Verantwortlichen hat dieser Einsatz gezeigt, dass das Konzept grundsätzlich gut funktioniert.
Auch für die bisherige Klasse 2a gibt es Überlegungen zu einer eigenständigen Wertung. Hier sollen Sportwagen und Prototypen berücksichtigt werden, deren Leistungsgewicht deutlich unterhalb der Fahrzeuge der Klasse 1a liegt. Ob dafür tatsächlich eine separate Wertung eingerichtet wird, soll von der Zahl der Einschreibungen abhängen. Sollte die Teilnehmerzahl nicht ausreichen, werden die entsprechenden Fahrzeuge in der Klasse 1a gewertet, können aber dennoch gemeinsam mit den übrigen Fahrzeugen an den Start gehen.
ADAC Racing Weekend als feste Plattform

Mit dem ADAC Racing Weekend setzt die STT 2027 auf eine einheitliche Veranstaltungsplattform. Die Verantwortlichen sehen darin organisatorische Vorteile und können auf den bekannten Rennstrecken in Deutschland und dem benachbarten Ausland antreten.
Für die STT ist bei den Veranstaltungen eine bestimmte Anzahl an Boxen reserviert. Dadurch soll der Start aus der Boxengasse beziehungsweise aus dem Grid bei den Veranstaltungen weitgehend gewährleistet sein. Auch der bekannte Livestream der ADAC Racing Weekends bleibt Bestandteil des Konzepts.
Oschersleben und Red Bull Ring nicht mehr im Kalender
Nicht mehr berücksichtigt werden 2027 der Motorsport Arena Oschersleben und der Red Bull Ring. Ausschlaggebend waren nach Angaben der STT vor allem die geringe Zahl an Gaststartern in Oschersleben sowie die lange Anreise zum Red Bull Ring.
Der STT-Kalender 2027
| Datum | Veranstaltung |
| 14.05.–16.05.2027 | Hockenheimring Baden-Württemberg |
| 16.07.–18.07.2027 | Nürburgring – Kurzanbindung |
| 27.08.–29.08.2027 | Spa-Francorchamps (Belgien) |
| 01.10.–03.10.2027 | Hockenheimring Baden-Württemberg |
| 15.10.–17.10.2027 | Nürburgring – GP-Kurs |






























