Hedderich und Bölting gewinnen das DMV 1000-Kilometer-Rennen von Hockenheim

Uwe Hedderich und Joachim Bölting (Porsche Cayman GT4 RS) entschieden das DMV NES 1000-Kilometer-Rennen auf dem Hockenheimring für sich. Bei schwierigen Witterungsverhältnissen siegte das Porsche-Duo mit einer Runde Vorsprung auf Marc Wiezorrek und Julian Jansen (Toyota Supra GT4).

Im Grunde war die zweite Auflage des DMV NES 1000-Kilometer-Rennens am Ende eine deutliche Angelegenheit für Uwe Hedderich und Joachim Bölting. Den Grundstock legte Bölting mit einer starken Anfangsphase auf der regennassen Strecke. Da auch Uwe Hedderich seinen Part fehlerfrei absolvierte, setzte sich das Duo bereits nach den ersten 3,5 Stunden mit einer Runde Vorsprung auf das restliche Feld ab. Auch im zweiten Abschnitt nach der Mittagspause blieben Hedderich und Bölting unangefochten an der Spitze des Feldes.

„Es war zwischendurch ein schwieriges Rennen, weil es so geschüttet hat. Da war auf der gesamten Strecke Aquaplaning. Da musste man schon etwas Gas rausnehmen. Ich glaube, man hätte ganz übel abfliegen können, wenn man wirklich durchgeschossen wäre“, meinte Bölting zu den teils heftigen Bedingungen.

Teamkollege Uwe Hedderich krönte mit dem Erfolg eine nahezu perfekte Premierensaison: „Mehr kann man eigentlich nicht erwarten von der Saison. PCHC-Meister, Cup-4-Meister in der PCHC, Cup-4-Meister STGT, STGT-66-Meister und jetzt noch das 1000-Kilometer-Rennen – das ist einmalig.“ Zum Rennen selbst befand Hedderich: „Das Rennen heute war sehr schwierig. Wir hatten ja zwischenzeitlich noch einmal auf Slicks gewechselt und dann kam das nächste Regenwetter. Da war es schon schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten.“

Platz zwei für Toyota-Duo

Als engste Verfolger erwiesen sich zunächst die Vorjahressieger Eric van den Munckhof und Maik Barten (BMW M2 GTR). Doch ein längerer Boxenaufenthalt wegen technischer Probleme warfen das BMW-Duo nach 1.30 Stunden weit zurück. Dadurch rückten Marc Wiezorrek und Julian Jansen in den Fokus. Die beiden Toyota-Piloten setzten sich an die zweite Position und gaben diese bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge nicht mehr aus der Hand.

Die beiden Toyota-Piloten setzten sich an die zweite Position und gaben diese bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge nicht mehr aus der Hand // Foto: Patrick Holzer

„Wir hatten heute relativ schwierige Bedingungen, das heißt, wir haben von Starkregen über Regen und über trockene Verhältnisse eigentlich alles gehabt. Mein letzter Stint war relativ anstrengend, da ich mit einer Stunde 50 lange im Auto saß“, gab Jansen zu Protokoll. Auch Teamkollege Wiezorrek, der genau wie Jansen mit dem Toyota erstmals im Regen fuhr, zeigte sich zufrieden: „Es war ein sehr schönes Rennen mit einem guten Ergebnis für uns. Es war nicht einfach zu fahren bei diesen Wetterbedingungen. Aber wir haben es gut hinbekommen. Die Bedingungen waren für alle gleich. So gesehen war das trotzdem ok. Wir sind eigentlich problemlos durchgefahren.“

Eric Tobler und Stefan Fuchs holen Rang drei

Im DMV BMW 318ti Cup zählt Eric Tobler zu den schnellsten Piloten. Der junge Österreicher zeigte nun, dass er auch im leistungsstärkeren BMW M2 Cup 2.0 starke Resultate einfahren kann. Gemeinsam mit Teamkollege Stefan Fuchs setzte sich Tobler früh schon an die dritte Gesamtposition. Kurz brenzlig wurde es im Grunde nur, als der plötzliche Regenschauer einsetzte und auf dem M2 noch Slicks montiert waren. Durch das gute Timing konnte Tobler aber rechtzeitig zum Reifenwechsel an die Box. Am Ende gab es den souveränen dritten Gesamtrang sowie den Sieg in der Cup M zu feiern.

„Es war auf alle Fälle sehr interessant, also gerade der Start im Nassen. Ich habe noch nicht viel Erfahrung auf Regenreifen. Die erste Hälfte verlief ziemlich reibungslos. Die zweite Hälfte war schon eher interessant, wo wir bei Mischbedingungen mit Slick rausfuhren. Bei dem starken Schauer hat man zwischenzeitlich nichts mehr gesehen. Ich war ehrlich froh, dass das Safety Car kam“, berichtete Tobler. Auch mit Teamkollege Stefan Fuchs zeigte er sich zufrieden: „Mein Teamkollege war auch sehr gut. Wir waren auf derselben Höhe, das hat richtig gut gepasst zusammen. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht.“

Platz drei für Eric Tobler und Stefan Fuchs // Foto: Patrick Holzer

Zwar legten van den Munckhof / Barten mit ihrem BMW noch einmal ein starkes Tempo vor, mehr als der vierte Gesamtrang war für die beiden Niederländer aber nicht mehr möglich. Zumindest konnte man noch gegen Ende das Porsche-Quartett um Ramon Rotthoff, Claus Meiners, Jan Nick und Sascha Lenzen (Porsche Cayman GT4 CS) abfangen, die sich die Cup CS sicherten.

Klassensieg mit Hindernissen
Fast wäre ein Fehler der Rennleitung dem Team um Ivan Tochev, Pit Venanzi und Hendrik Schnurbusch zum Verhängnis geworden. Die vermutete, dass Schnurbusch ohne HANS-System im Auto säße. Daher bekam der in der Klasse führende BMW 318ti Cup die schwarze Flagge. Beim Boxenhalt konnte sich das Missverständnis jedoch klären, sorgte aber zumindest trotz zwischenzeitlich deutlicher Führung für ein am Ende doch enges Finish. Denn Dirk Vollmer, Martin Heidrich und Christian Reinhold waren dicht an den späteren Siegern dran, musste sich aber am Ende um 1:17.584 Minuten geschlagen geben. Platz drei in der in der voll besetzten Klasse holten sich Jamo Wiese und Jens Wippermann.

Ivan Tochev, Pit Venanzi und Hendrik Schnurbusch fuhren zum Klassensieg mit Hindernissen // Foto: Patrick Holzer

„Wir hatten eigentlich von vorne rein schon erkannt, dass wir heute Siegpotenzial haben und waren alle relativ schnell im Vergleich zum restlichen Feld. Tatsächlich haben wir die Full-Course-Yellows nicht so gut Pflichtboxenstopps umsetzen können, weswegen wir mehrfach die Führung abgegeben haben. Wir konnten sie dann aber wieder zurückerkämpfen. Ansonsten waren es heftige Bedingungen. Teilweise ein sehr heftiger Regenschauer“, gab Schnurbusch zu Protokoll.

Trotz zwischenzeitlicher Probleme sahen auch noch Michael Neuhauser und Tom Alpiger (BMW M135i GTR) als Sieger der Cup TC die Zielflagge.

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