Kroker und Plassmann mit Premierensiege im DMV STGT Cup: Seibel siegt im DMV STGT 66

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Alex Kroker war am Samstag nicht zu schlagen // Foto: Patrick Holzer


Alex Kroker (Audi R8 GT3 LMS EVO II) und Oliver Plassmann (Ferrari 488 GT3) fuhren im DMV STGT Cup auf dem Hockenheimring die Auftaktsiege ein. Den Premierensieg in der neuen DMV STGT 66 holte sich Henrik Seibel im BMW M2 Cup 2.0.

Am Samstag gehörten die ersten Rennminuten Ioannis Smyrlis (Porsche 992 GT3 Cup). Der narrte die GT3-Konkurrenz und setzte sich nach der Startfreigabe an die Spitze. „Nach dem Start konnte ich sogar kurz die Gesamtführung übernehmen. Ein paar Runden konnte ich die Pace gut mitgehen, aber es war klar, dass die GT3 irgendwann kommen würden“, erklärte Smyrlis später. Bis zur vierten Runde hielt er dem Druck stand, dann kamen die GT3 Pneus auf Betriebstemperatur und Alex Kroker ging vorbei. Kurz darauf fand auch Oliver Plassmann einen Weg vorbei. An den führenden Audi kam der Ferrari-Pilot indes nicht mehr heran. Mit 24,712 Sekunden Vorsprung feierte Kroker seinen Debütsieg im DMV STGT Cup.

Für Ioannis Smyrlis endete das Rennen auf dem dritten Gesamtplatz, was ihm zugleich den Sieg in der Cup S vor Teamkollege Jürgen Oehler (Porsche 992 GT3 Cup) einbrachte. „Gesamtplatz drei und der Klassensieg am Ende – das war ein gutes Ergebnis“, so der Porsche-Pilot.

Oliver Plassmann war nur in der Einführungsrunde hinter Pierre Lemmerz // Foto: Patrick Holzer

Plassmann siegt im zweiten Rennen

Im zweiten Rennen machte Oliver Plassmann nun auf komplett trockener Strecke früh alles klar und baute schnell seinen Vorsprung aus.  „Das Pacecar war heute schneller als gestern, dadurch wurden die GT3-Reifen nicht so kalt. So konnte ich die Cup-Autos beim Start besser hinter mir halten. Den Audi habe ich beim Anbremsen überholt und danach einige Sekunden herausfahren können“, erklärte der Ferrari-Pilot. Zwar rückte Pierre Lemmerz, der für Kroker am Volant saß, gegen Rennende noch einmal näher. Doch am Ende blieb die Uhr bei 8,853 Sekunden Abstand stehen. Auch für Plassmann war es der Premierenerfolg im DMV STGT Cup.

„Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Ich habe mich im Auto super wohlgefühlt und das Team hat wieder alles perfekt vorbereitet“, meinte Lemmerz. Bei einer Full Course Yellow habe er kurz den Anschluss verloren: „Ich habe die grüne Flagge etwas zu spät gesehen, konnte aber wieder aufschließen und sogar die schnellste Rennrunde fahren. Mit Platz zwei bin ich absolut happy.“

Spannung bot der Kampf um Platz drei, wo sich am Ende Jürgen Oehler (Porsche 992 GT3 Cup) durchsetzte. Zunächst lag Ioannis Smyrlis vor Horst Kespohl (Ferrari 296 GT3) auf der dritten Gesamtposition, Oehler folgte auf Rang fünf. Als Smyrlis und Kespohl in der dritten Runde aneinandergerieten, kam für Smyrlis das Aus. „Mir ging außen der Platz aus und wir haben uns berührt. Horst konnte weiterfahren, bei mir sind Spurstange und Lenkgetriebe gebrochen“, schilderte Smyrlis den Zwischenfall.

Kespohl kämpfte sich anschließend noch bis auf Platz vier nach vorne, während Oehler vom Zwischenfall profitierte und Rang drei übernahm. „In der Mercedes-Kurve hat es plötzlich vor mir geknallt. Ich konnte gerade noch ausweichen. Schade, ich hatte mich eigentlich auf ein schönes Duell gefreut“, berichtete Oehler.

Hell und Leyherr dominieren ihre Klassen

Thomas Leyherr war in der Cup TC nicht zu schlagen // Foto: Patrick Holzer

In der Cup 4 war Matthias Hell, der an diesem Wochenende erstmals im BMW M4 GT4 antrat, nicht zu schlagen. Er siegte in beiden Rennen vor Michael Helm (KTM X-Bow GT4).

Die stark besetzte Cup TC war fest in der Hand von Thomas Leyherr (BMW M2 CS Racing). Zweimal holte sich der BMW-Pilot den zehnten Gesamtrang. „Das erste Rennen begann trocken, doch später setzte Regen ein und die Bedingungen wurden immer schwieriger. Wenn das Rennen noch länger gegangen wäre, hätten wir wohl noch auf Regenreifen wechseln müssen. Insgesamt hatten wir aber die richtige Reifenwahl getroffen“, erklärte Leyherr zum Samstagsrennen. In der Klassenwertung fuhr er im ersten Heat vor Edy Kamm (VW Golf 6 SP3T) und Finn Niklas Wollnik (VW Polo Cup) aufs Podium. Im zweiten Durchgang verbesserte sich Wollnik um eine Position. Dritter wurde diesmal Franz Binder (Seat Cupra TCR).

Weitere Klassensiege gingen an Florian Kramer, Romano Schultz (beide BMW CupOne 1,6T, Henrik Seibel (BMW M2 Cup 2.0), Jürgen Grimm und Marco Grimm (beide BMW M240i RC).

Seibel siegt bei STGT-66-Premiere

Henrik Seibel holte den Premierensieg im DMV STGT 66 // Foto: Patrick Holzer

Durchaus überraschend fuhr Henrik Seibel zum Premierensieg im neuen DMV STGT 66 Cup, das im Gegensatz zum STGT Cup komplett bei nassen Bedingungen ausgetragen wurde. Im Grunde führte Alex Kroker, der den Audi von Pierre Lemmerz übernommen hatte, souverän. Kurz vor Rennende steuerte der Audi jedoch die Box an, so dass Seibel wieder die Führung übernahm.

Der M2-Pilot hatte früh die Spitze übernommen, musste dann aber Kroker zunächst ziehen lassen. „Das Rennen war ganz angenehm. Schon beim Start war ich neben dem GT4, der war dann plötzlich weg und kam lange Zeit nicht mehr. Normal sind das nicht ganz meine Bedingungen, aber diesmal hat es scheinbar gepasst“, so Seibel. Platz drei ging an Alexander Hill (VW Polo Cup), der eine Runde vor Schluss noch Hedderich/Kölsch (Porsche GT4 RS Cup) überholt hatte. Die Wertung der Cup 1 ging an das rumänische Fahrerduo Pomean/Mircea (BMW 318ti Cup).