Die Auftaktsiege zum DMV Classic Masters auf dem Hockenheimring sicherten sich Ingo Baum (BMW M3 GT E36) und André Jaschinski (BMW 4.0 V8 E30). Während Baum am Samstag bei schwierigen Bedingungen souverän siegte, profitierte Jaschinski im zweiten Heat vom Ausfall des Markenkollegen.
Mit über 32 Sekunden Vorsprung fuhr Ingo Baum einen ungefährdeten Auftaktsieg ein. Die entscheidende Szene des Rennens passierte gleich zu Beginn. Direkt nach dem Start drehte sich Polesitter Hans-Peter Meier (Porsche 964 RSR) in die Reifenstapel. Danach konnte der BMW-Pilot befreit auffahren. „Durch den Unfall des Kollegen habe ich gleich nach der ersten Kurve die Führung geerbt. Meinen Vorsprung konnte ich gut ins Ziel bringen“, so Baum zu seinem Sieg.

Dahinter erwies sich Dino Heuser (Alfa Romeo 147 Cup) erneut als Regenspezialist. Von Platz neun pflügte der Alfa-Pilot auf der regenasser Piste durch das Feld. In der vorletzten Runde schnappte er sich zunächst Jaschinski, im letzten Umlauf auch noch Kurt Strube sen. (Porsche 964 Cup). Damit holte sich Heuser nicht nur eine starke zweite Gesamtposition, sondern zugleich auch den Sieg in der CM 4 vor Martin Knof (Porsche Boxster 986) und Daniel Kühnhold (Audi V8). „Mit einem Fronttriebler im Regen ist es angenehm zu fahren. Das macht schon Laune. Mit den Bedingungen kam ich sehr gut zurecht. Man wusste ja nie genau was noch kommt, mal mehr oder weniger Regen. Wir haben unseren 147er in vielen Details optimiert und waren jetzt auch schneller als die Markenkollegen mit Michelin-Reifen“, erzählte Heuser.
Jaschinski profitiert von Baums Ausfall

Am Sonntag sah es auf nun trockener Strecke lange nach dem zweiten Sieg für Baum aus. Eine defekte Zündspule machte jedoch einen Strich durch die Rechnung. Nach sieben Runden rollte der M3 langsam in die Boxengasse. Den ersten Platz erbte Jaschinski, der bis dahin souverän an zweiter Stelle gelegen hatte. Zwar kam dahinter Kurt Strube jun. (Porsche 964 Cup) noch einmal näher heran, doch als nach einem Unfall die roten Flaggen gezeigt wurden, konnte Jaschinski über den ersten Saisonsieg jubeln. „Ich würde lügen, wenn ich mich nicht über den Abbruch gefreut hätte. Es waren zwar nur noch zwei Minuten, aber es wäre noch eng geworden“, gab der Gesamtsieger zu.
Mit seinem zweiten Platz konnte Kurt Strube jun. indes gut leben: „Am Ende kam ich noch einmal näher heran. Aber ob es gereicht hätte? Herankommen ist eine Sache, aber du musst ja auch erst einmal vorbeikommen. Das Rennen lief an sich gut und hat viel Spaß gemacht“, befand Strube jun.
Am Vortag hatte Kurt Strube sen. noch ganz knapp vor Jaschinski den dritten Platz geholt. Nur 0,61 Sekunden trennten die beiden. Dabei lag der Porsche-Pilot lange an zweiter Stelle. „Wir hatten einen Bremsdefekt, wodurch ich viermal neben der Strecke war und den Wagen neu starten musste. Das kostete mich am Ende den zweiten Platz“, gab Strube sen. zu Protokoll.
Mirko Heuser mit Klassensieg

Platz vier holte sich Urs Krämer (Porsche 964), der sich damit Rang drei in der CM6 sicherte. Am Vortag fuhr Krämer noch auf Rang fünf im Gesamtklassement sowie auf Platz vier in der Klassenwertung.
Den zweiten Platz konnte Mirko Heuser auf trockener Strecke nicht halten. Mit dem zehnten Platz im Gesamtklassement war ihm der Sieg in der CM4 dennoch nicht zu nehmen. Dahinter belegte Björn Ewald (BMW 328i E36) Rang zwei, während sich Thomas Müller (Audi V8) nach einem engen Zweikampf gegen Martin Knof durchsetzte.
Alfa-Siege für Tizza und Waibel
Im ersten Durchgang setzte sich Giuseppe Tizza (Alfa Romeo 75 V6) gegen Sven Waibel (Alfa Romeo 33 16V) und Martin Richter (Alfa Romeo 33 16V) durch. Am Sonntag war Waibel indes nicht zu stoppen. Als starker Gesamtdritter dominierte er die Alfa Romeo Challenge. Spannung gab es dahinter: Dicht hintereinander liefen Liese/Leupold (Alfa Romeo Giulia TS), Kabir Bonavetti (Alfa Romeo 75 Turbo Evo) und Jan Meier (Alfa Romeo 33 16V QV) ins Ziel ein.
Hasic dominiert die PRTC
In der Pfister-Racing Tourenwagen-Challenge war Kenan Hasic (Chevrolet Cruze Eurocup 1.8) eine Klasse für sich. In beiden Rennen hatte Hasic eine Runde Vorsprung auf Platz zwei. Thomas Dellmuth (Chevrolet Cruze Eurocup 1.4) und Robin Renz (Chevrolet Cruze Eurocup 1.8) belegten im ersten Heat die weiteren Plätze. Im zweiten Durchgang landete Robin Renz (Chevrolet Cruze Eurocup 1.8) auf Rang zwei, während Dellmuth diesmal Dritter wurde.

































