Auftaktsiege für Pippig und Bänecke

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Das erste Rennen der Saison ging an Philipp Pippig (rechts) // Foto: Patrick Holzer

Die Auftaktsiege beim Saisonstart der DMV BMW Challenge auf dem Hockenheimring sicherten sich die Teamkollegen Philipp Pippig und Erik Bänecke (beide BMW M4 GT4 F82). Pippig gewann das erste Rennen vor Matthias Hell (BMW M4 GT4). Im zweiten Durchgang setzte sich Bänecke knapp gegen seinen Teamkollegen durch, während Christoph Driescher (BMW M4 GT4) Rang drei belegte.

Gleich zu Rennbeginn übernahm Philipp Pippig die Spitze und baute schnell einen Vorsprung auf das restliche Feld auf. Die starke Anfangsphase sollte später der Schlüssel zum Sieg werden.  Gegen Rennmitte setzte der Regen immer stärker ein. Für Pippig begann das große Zittern – zumal der dahinter fahrende Matthias Hell im Gegensatz zum Führenden Regenreifen aufgezogen hatte. Am Ende brachte Pippig seinen Sieg mit 16,484 Sekunden Abstand souverän ins Ziel. „„Am Anfang war es nur leicht feucht und ich konnte richtig anpacen. Nach der Code 60 wurden die Reifen kalt, die Strecke nässer. Im Rückspiegel sah ich einen Kontrahenten auf Regenreifen und habe danach ständig in den Spiegel geschaut“, berichtete Pippig.

Hinter ihm verdrängte Erik Bänecke zunächst Matthias Hell von Rang zwei. Als der Regen zunahm, holte Hell dank seiner Regenreifen auf und überholte Bänecke zwei Runden vor Schluss. Bänecke zeigte sich zufrieden: „Es war sehr sportlich. Am Anfang ging das ja noch, als der Regen weniger war. Aber dann wurde es immer mehr. Im weiteren Verlauf können wir froh sein, dass alles gut ging. Mit P3 zum Auftakt bin ich sehr zufrieden.“

Bänecke dreht den Spieß um

Erik Bänecke fuhr im zweiten Rennen zum Gesamtsieg // Foto: Patrick Holzer

Im zweiten Rennen übernahm Erik Bänecke direkt nach dem Start die Spitze und fuhr schnell einen komfortablen Vorsprung heraus. Gegen Rennende kam Teamkollege Pippig noch einmal gefährlich nahe – nur eine halbe Sekunde trennte die beiden M4-Piloten im Ziel. Bänecke erklärte hinterher: „Im Gegensatz zu Philipp hatte ich mit neuen Reifen einen kleinen Vorteil. So kam ich am Anfang gut weg. Dass wir hinten raus bei Überrundungsverkehr keinen Vorteil ziehen wollen, war uns klar. Da attackieren wir uns nicht. So war es am Schluss doch ein bisschen entspannt. Wir haben heute ein tolles Teamergebnis eingefahren. Martin war sensationell unterwegs.“

Hinter Pippig landete Christoph Driescher auf Rang drei. Am Samstag hatte er noch Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Im zweiten Rennen arbeitete er sich kontinuierlich nach vorne und übernahm drei Runden vor Schluss die dritte Position.
„Ich habe das Beste aus der Situation gemacht. Aufgrund des gestrigen Ergebnisses musste ich von P9 starten. Platz drei war das Beste, was wir in der kurzen Zeit herausholen konnten. Die ersten beiden waren leider zu schnell“, kommentierte Driescher.

Leyherr und Günther teilen sich GTR 2 Siege

Thomas Leyherr schaffte einen Sieg in der GTR 2 Klasse // Foto: Patrick Holzer

Mit Platz vier lieferte Thomas Leyherr (BMW M2 CS Racing) im ersten Durchgang ein starkes Ergebnis ab. Zwischenzeitlich lag der M2-Pilot auf der dritten Gesamtposition, ehe ihn Hell auf Platz vier verdrängte. In der Klasse GTR 2 siegte Leyherr deutlich vor Martin Günther (BMW M240iR).

Auch im zweiten Rennen behauptete sich Leyherr zunächst auf Platz drei, doch Günther fand einen Weg vorbei. Günther sicherte sich den Klassensieg vor Leyherr und belegte den vierten Gesamtplatz. „Ich bin mega glücklich. Es war ein tolles Rennen. Ich lerne mit jeder Runde dazu. Dass ich das heute so gut umsetzen konnte, hat mich sehr glücklich gemacht. Ich hätte gerne noch den dritten Platz behalten, trotzdem alles wunderbar“, sagte Günther.

Die GTR 3 hatte Matthias Schiedeck (BMW 325i Turbo) mit zwei Klassensiegen fest im Griff.

Umkämpfte Cup-Klassen

Jürgen Grimm siegte zweimal in der Cup M // Foto: Patrick Holzer

Beide Siege in der voll besetzten Cup M sicherte sich Jürgen Grimm. Im ersten Durchgang landete Grimm auf einem starken fünften Gesamtplatz, was ihm vor Bernd Jamin und Andreas Müß (alle BMW M240i RC) den souveränen Klassensieg einbrachte. Etwas enger gestaltete sich das zweite Rennen, wo Jamin zwischenzeitlich die Klassenführung übernahm. In der sechsten Runde eroberte sich Grimm den ersten Platz zurück und holte sich vor Jamin und Müß den zweiten Sieg. „Es waren heute ganz andere Bedingungen. Mein Konkurrent hing mir lange Zeit im Nacken, hat mich auch überholt. Aber im richtigen Moment habe ich meine Position wieder zurückgeholt“, erklärte Grimm.

In der Cup 3 waren die Rennen eng umkämpft // Foto: Patrick Holzer

In der Cup-3-Klasse war es am Samstag spannend, doch am Ende setzte sich Thomas Kessel (Mini Challenge R53) souverän gegen Romano Schultz (BMW  Cup One 1,6T) durch. Schultz hatte die Klasse zunächst angeführt, musste Kessel aber ziehen lassen. Den dritten Platz belegten Strube/Strube im 325i E46. Im zweiten Durchgang gewann Florian Kramer, der für Schultz im BMW-Cockpit saß. Dahinter kämpfte sich Karl-Heinz Schneider (325i E36) nach vier Runden an Nadine Andres vorbei und sicherte sich Rang zwei.

Jan Noller und Leo Geisler teilten sich im 318ti Sprint Cup die Siege // Foto: Patrick Holzer

Der 318ti Sprint Cup bot die engsten Entscheidungen des Wochenendes. Die beiden Siege teilten sich Leo Geisler und Jan Noller. Am Samstag fiel die Entscheidung erst auf den letzten Metern. „Es war ein ständiger Fight zwischen mir und Leo Geisler. In der vorletzten Kurve habe ich die Möglichkeit gesehen, als er durch eine Überrundung etwas aufgehalten wurde, an ihm vorbeizugehen. Das hat auch geklappt und nach der letzten Kurve war klar, dass ich das ins Ziel bringe“, berichtete Noller. Im zweiten Lauf hielt Geisler, der nach dem Start die Führung übernommen hatte, dem Druck von Noller stand und siegte mit 0,468 Sekunden Vorsprung. Den dritten Platz belegte Oliver Fiederer in beiden Rennen.