Zeller und Berta zum Saisonauftakt in Siegerlaune

Sandro Zeller  (Jo Zeller Racing) und Benjamin Berta (Franz Wöss Racing)haben das Siegen nicht verlernt. Beim Saisonauftakt im italienischen Monza hatte sich zunächst der Schweizer mit seiner Routine im 1.Lauf durchsetzen können.

Die Konkurrenz dahinter wurde vom Titelverteidiger Benjamin Berta angeführt. Berta hatte sich mit einer 1.46,266 Minuten die schnellste Runde im Qualifying von Monza gesichert. Auf Grund dessen, dass die ersten vier Startreihen in umgekehrter Startreihenfolge auf die Reise geschickt wurden, übernahm zunächst der Franzose Jeremy Clavaud im Formula Regional die Führung. Es dauerte keine zwei Runden bis die Formel-3-Riege mit Ricardo Perego (Corbetta Racing),sowie Sandro Zeller und Benjamin Berta, gefolgt von Kurt Böhlen (Jo Zeller Racing) und Dino Rasero (Puresport)die Spitze des Feldes übernahmen. Perego musste seinen 1.Rang Sandro Zeller frühzeitig überlassen. Danach schloss Berta zu Zeller auf, während sich Perego durch einen Dreher um alle Siegchancen brachte. Benjamin Berta setzte in der zweiten Rennhälfte alles auf eine Karte und versuchte aus dem Windschatten heraus auf der langen Startgeraden Sandro Zeller in Gefahr zu bringen. Diese Manöver misslangen allerdings. Berta riskierte viel und musste in der Schikane nach einem Verbremser den Notausgang nehmen. Zeller blieb cool und verteidigte seine Führung bis ins Ziel und distanzierte  Berta um 1,837 Sekunden. Um Rang drei behielt Andrea Benalli (Puresport) am Ende gegen Kurt Böhlen knapp die Oberhand und sicherte sich beim Auftaktrennen Rang drei. Eine phantastische Aufholjagd legte der Däne Stig Larsen (Franz Wöss Racing) hin. Er war von Startplatz zwölf aus ins Rennen gegangen und schob sich auf Rang fünf nach vorn.

 “Es war nicht einfach, Benjamin hinter mir zu halten. Wir waren nicht schnell genug, aber haben es trotzdem geschafft“, sagte Sandro Zeller. Benjamin Berta äußerte sich selbstkritisch im Ziel.“Ich habe ein paar kleine Fehler gemacht, die es verhinderten, dass ich Sandro effektiv angreifen kann“, resümierte Berta, der sich für den zweiten Lauf von der Pole Position einiges ausrechnen durfte. Und genau so nahm Berta das Rennen am Sonntag in Angriff. Auf Grund eines Regenschauers in den Mittagsstunden wurde das Feld hinter dem Safety-Car über die 30-Minuten Distanz gestartet. Berta ging in Führung und hielt Sandro Zeller hinter sich. Riccardo Perego erwischte einen sehr guten Start und setzte sich vor Kurt Böhlen und Andrea Benalli auf die dritte Position. An dieser Reihenfolge sollte sich nichts ändern. Die nun fast abgetrocknete Piste nützte Peregio allerdings wenig. Er stellte seinen F3 Dallara zehn Minuten vor Schluss wegen Motorprobleme ab. Das Auto kam am Streckenrand unmittelbar zur Fahrbahn zum stehen und löste daraufhin eine Safety-Car-Phase aus.

Fünf Minuten vor dem Rennende legte Benjamin Berta einen phantastischen Re-Start hin. Der Ungar blieb in Führung vor Sandro Zeller, während sich Andrea Benalli vor der Startgeraden drehte und das gesamte Feld vorbei lassen musste. Bis ins Ziel waren die Messen nun  gelesen. Berta siegte mit 2,650 Sekunden Vorsprung auf Sandro Zeller. Kurt Böhlen vervollständigte mit Rang drei das tolle Resultat der Eidgenossen. Jeremy Clavaud bestätigte mit seinem Formula Regional sein vorzeigbares Ergebnis  vom Vortag und wurde insgesamt auf Rang vier notiert. Völlig überraschend holte der Portugiese Luis Aguiar mit seinem Formel Renault Gesamtrang fünf. Damit wurde er in der Formel Light-Kategorie als Doppelsieger am Wochenende, wie Clavaud in der Formula Regional, geführt.“Der erste Teil des Rennens war ziemlich knifflig. Als die Strecke abzutrocknen begann konnte ich das Tempo erhöhen und Sandro hinter mir halten“, sagte Berta, der nach dem Saisonauftakt in Monza die Tabellenführung übernommen hat.  

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