Beim Finale des DMV Classic Masters auf dem Hockenheimring sicherten sich Kurt Strube (Porsche 964 Cup) und André Wenning (BMW M3 E36 GTR) die Gesamtsiege. Den Meistertitel holte sich dagegen Björn Ewald (BMW 328i E36).
Am Ende war die Meisterschaftsentscheidung für Björn Ewald eine sichere Sache. Im Grunde hätte nur noch Dino Heuser (Alfa Romeo 147 Cup) mit dem Tabellenführer gleichziehen können. Doch Ewald hatte die Mehrzahl der Klassensiege auf seiner Seite. Und dann erwischte es ausgerechnet Heuser bereits in der ersten Kurve. Urs Krämer, der seinen Porsche 964 in die zweite Startreihe gefahren hatte, drehte sich auf der noch rutschigen Strecke weg. Der Alfa-Pilot konnte dem querstehenden Porsche nicht mehr ausweichen. Damit war für beide Piloten das Wochenende gelaufen.
Auf der nun schnell abtrocknenden Strecke musste Ewald nichts mehr riskieren. Am Ende wurde es Platz zwei in der CM 4. „Der Start war natürlich mit dem schweren Unfall tricky. Ich hatte es gerade so geschafft, da gut herauszukommen. Meine Regenreifen waren ab der zweiten Runde zunehmend komplett fertig. So war einfach nur Ankommen angesagt“, meinte Ewald zum ersten Rennen.
Mit dem Sieg in der CM 4 feierte Ewald im zweiten Durchgang den krönenden Abschluss seiner Saison. Dementsprechend zufrieden war der frischgebackene Champion: „Jetzt mit einem nochmaligen Klassensieg war es ein schöner Abschluss. Es war für mich ein schönes Rennen und hat richtig Spaß gemacht. Ich habe nochmals richtig Gas gegeben und das Rennen genossen. Es ist perfekt gelaufen. Jetzt bin ich natürlich absolut happy mit dem Meistertitel.“

Strube fährt zum ersten Gesamtsieg
In einem engen Rennen feierte Kurt Strube seinen ersten Gesamtsieg im DMV Classic Masters. Nach dem Restart setzte sich zunächst Gerrit Spangenberg etwas ab, während dahinter Strube mit Kabir Bonavetti (Alfa Romeo 75 Turbo Evo) um Platz zwei kämpfte. Doch der Porsche-Pilot kam schnell näher und ging noch vor der FCY-Phase an Spangenberg vorbei.
Als Grün geschwenkt wurde, reagierte Spangenberg jedoch einen Tick schneller und holte sich die Führung zurück. Strube blieb dran und nutzte seine Chance, als der BMW etwas zu weit nach außen getragen wurde. Innen zog der Porsche-Pilot am querstehenden M3 vorbei. Danach war Strube der Sieg nicht mehr zu nehmen, während Spangenberg dahinter Bonavetti gerade noch auf Distanz halten konnte.
„Wir hatten uns ganz gute Chancen ausgerechnet. Bei Gerrit Spangenberg hatte ich gesehen, dass er mit den Regenreifen Probleme bekam. Da ist bei der Kurvendynamik früher Sense als bei Trockenreifen. Ich hatte ihn schon einmal vor dem Full Course Yellow und danach schon mal kurz erwischt“, erzählte Strube.
Spangenberg bestätigte die Reifenproblematik: „Nach nur zwei Runden habe ich schon gesehen, dass es von den Zeiten her schon nicht optimal ging. Es war extrem schwammig und rutschig. Ich habe versucht, das nochmals zu retten. Bei Grün nach der Full-Course-Yellow-Phase sah ich noch eine Chance, schnell zu reagieren und nochmals auf P1 vorzufahren. Aber das war einfach eine Runde zu früh. Ich konnte das nicht halten und musste Kurt vorbeilassen“, berichtete Spangenberg.
Wenning holt sich Rennen zwei
Eindeutiger verlief dagegen das zweite Rennen auf nun komplett trockener Strecke. André Wenning war nicht zu halten und siegte mit über 57 Sekunden Vorsprung deutlich. „Ich hatte ein gutes Rennen und dabei auch viel Spaß. Leider hatten wir in der Klasse diesmal keine Konkurrenz. Es war ein guter Saisonabschluss für uns“, meinte Wenning.
Dahinter landete Kurt Strube jun. auf einem ungefährdeten zweiten Gesamtrang. Im Kampf um Platz drei setzte sich Alfa-Routinier Angelo Scalia (Alfa Romeo 75 V6) nach teils engen Positionskämpfen gegen Björn Ewald und Stefano Brunelli (Alfa Romeo 147 JTD Cup) durch.
Jenschur holt den CM 4-Sieg
Im ersten Rennen schnappte sich Nils Jenschur (BMW 330ti E36) gleich zu Beginn Björn Ewald. Die Führung in der Klasse gab er danach nicht mehr aus der Hand und sicherte sich den Klassensieg vor Ewald und Thorsten Kramer (Renault Clio).
„Kurz vor dem Start habe ich noch auf Trockenreifen gewechselt. Aber das war am Anfang ziemlich schwierig. Da hatte ich auch Probleme, auf der Strecke zu bleiben. Mit zunehmender Dauer konnte ich aber mehr Pace aufbauen und meinen Vorteil nutzen“, erzählte Jenschur über sein Rennen.
Nicht ganz rund lief das Wochenende für André Jaschinski (BMW E30 4.0 V8). Im ersten Rennen hatte der letztjährige Champion mit seiner Reifenwahl verwachst. Im zweiten Durchgang kam er gerade noch in die Wertung. Ein defekter Keilriemen brachte nach sieben Runden das vorzeitige Aus. Das reichte allerdings aus, um sich den Titel in der CM 6 zu sichern. „Ich hatte das Auto auf Regenreifen gestellt. Ich wollte auf Nummer sicher gehen, weil ich vorne war. Da wollte ich das Auto am letzten Rennwochenende nicht unnötig riskieren. Letztlich war es für das Rennen die falsche Entscheidung gewesen“, gab Jaschinski zu.