Die Interwetten Sports Car Challenge (SCC) gastierte am Wochenende im Rahmen des 53. Belmot-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring. In den beiden 30-minütigen Rennen lieferten sich Christian Klien und Marco Fink an der Spitze der Open-1-Kategorie ein enges Duell. Während Klien am Samstag den Gesamtsieg holte, ging der Erfolg am Sonntag nach einer nachträglichen Zeitstrafe gegen den Österreicher an Fink.
Am Samstag setzte sich Klien im gelben PRC WPR66 Cosworth DFR 3.5 nach 30 Minuten mit einem Vorsprung von 2,388 Sekunden gegen Fink durch. Der Allgäuer machte in der Schlussphase noch einmal Druck, konnte den Österreicher aber nicht mehr abfangen. Gesamtdritter wurde Lokalmatador Klaus Abbelen im Porsche 962C.
Hinter den beiden Open-1-Prototypen lieferten sich Sven Barth, Emma Wigroth und Leon Dreisser einen engen Kampf um die vorderen Positionen der Pro-1-Wertung. Barth belegte mit seinem Ginetta G61 Nissan den vierten Gesamtrang und gewann damit seine Klasse vor der 20-jährigen Schwedin Wigroth im Duqueine D08 und Dreisser im Ligier.
In der Pro Division 2 setzte sich Diego Romanini durch. Nach Getriebeproblemen zeigte der Italiener im PRC Honda eine starke Aufholjagd und gewann die Zweiliter-Klasse. Enja Rössler im Ligier JS53 Honda und Marcus Hahne im Norma M20 konnten Romanini nicht folgen.
Abbelen entschied mit dem Porsche 962C gleichzeitig die Klassik-Wertung für sich. Der ehemalige Daytona-Porsche aus dem Jahr 1991 verwies die beiden CanAm-Boliden von Georg Hallau im Lola Chevrolet und Axel Pilz im McLaren auf die weiteren Plätze. Eine der auffälligeren Szenen des Rennens war zudem eine Berührung zwischen Andreas Fiedler im PRC WPR60 Lehmann Audi turbo und Leon Dreisser.
Fink macht am Sonntag den Sieg perfekt
Auch das zweite Rennen am Sonntag wurde zunächst von Klien und Fink bestimmt. Klien übernahm im PRC erneut die Führung und schien den zweiten Sieg des Wochenendes einzufahren. Eine nachträglich ausgesprochene Zeitstrafe warf den Österreicher jedoch auf den neunten Gesamtrang zurück. Damit ging der Gesamtsieg an Fink, der zugleich die Open-1-Wertung gewann. Klien wurde trotz der Strafe Zweiter in der Klasse, während Peter Schleifer im Norma als Dritter der Open 1 gewertet wurde.
Sven Barth bestätigte seine starke Vorstellung vom Vortag und belegte im Gesamtklassement den zweiten Platz. Damit gewann er erneut die Pro-1-Wertung. Dahinter folgten Jeremy Siffert im Gebhardt-Duqueine D08 sowie die schwedische Besatzung Johan Wogel/Philip Viktorsson im Ligier.
In der Pro Division 2 sah zunächst Enja Rössler wie die Favoritin auf den Klassensieg aus. Nachdem sie im ersten Rennen bereits in der Startphase ausgefallen war, lag sie am Sonntag lange in Führung. Ein Ausrutscher beendete jedoch ihre Hoffnungen auf den Sieg. Dadurch setzte sich erneut Diego Romanini im PRC Honda durch.
Abbelen komplettierte sein Nürburgring-Wochenende mit einem weiteren Podiumsplatz. Der Porsche 962C kam erneut als Dritter ins Ziel und sicherte sich damit abermals den Sieg in der Klassik-Wertung vor Hallau und Pilz.
Für die SCC geht es bereits in drei Wochen weiter. Beim Red Bull Ring Classic in der Steiermark steht unter anderem das nächste Duell zwischen den beiden Österreichern Christian Klien und Matthias Lauda im PRC WPR66 Cosworth auf dem Programm.
Text: netzwerkeins GmbH, Carsten Krome / bearbeitet von Patrick Holzer
