Nach dem Saisonhighlight am Salzburgring im Rahmen des „Histo Cups“ ging es in der PRTC Schlag auf Schlag weiter: Bereits vom 25.-27.09.2026 fand das diesjährige Saisonfinale mit den Wertungsläufen 9 & 10 der aktuellen Saison in der Pfister-Racing Tourenwagen-Challenge (PRTC) am DEKRA Lausitzring statt.
Die im Jahre 2000 eröffnete Rennstrecke war dabei zunächst als „Eurospeedway Lausitz“ bekannt, und wurde dann in den DEKRA Lausitzring umbenannt. Neben einem anspruchsvollen „In-Field“ ist der Lausitzring die einzige Rennstrecke mit einer echten Steilkurve im PRTC-Kalender. In der PRTC traten getreu dem Serien-Motto „real cars, real racing“ wieder sowohl ambitionierte Youngster als auch erfahrenere „Gentleman-Driver“ im Starterfeld gegeneinander an.
„Nachdem wir am Salzburgring wieder tolle Rad-an-Rad-Duelle gesehen haben, gehen wir nun schon in die finalen Läufe am DEKRA Lausitzring. Kenan Hasic geht als Tabellenführer und Favorit in´s Rennen, aber auch Robin Renz darf sich mit nur 5 Punkten Rückstand durchaus noch Titelhoffnungen machen. Ebenso wird im Mittelfeld um die letzten PRTC-Punkte der Saison gefightet. Wir freuen uns auf eine tolle Atmosphäre auf und neben der Strecke, sowie auf das Comeback des Local-Heroes Marco Bedrich im Cruze Turbo Rennwagen!“ so Serienorganisator Andreas Pfister vor dem Start des Rennwochenendes.
Bereits zum Trainingstag am Freitag wurden die Rennfahrer mit trockenen Wetterverhältnissen empfangen, welche auch im Verlauf des Rennwochenendes weitestgehend stabil bleiben sollten. Es wurde dabei die lange Streckenvariante des DEKRA Lausitzrings befahren mit insgesamt 4,534 km Streckenlänge.
Pole-Position für Kenan Hasic legt Grundstein für erfolgreiches Wochenende
Im entscheidenden Rennwochenende der Saison konnte Kenan Hasic (AUT, Weißkirchen) mit der Pole-Position einen wichtigen Grundstein legen. Mit einer Top-Rundenzeit von 2:20:882 erreichte er die beste Ausgangsposition für das erste Rennen. Den Sprung in die erste Startreihe konnte sich mit nur wenigen Zehntel-Sekunden Rückstand der „Local-Heroe“ Marco Bedrich (GER, Cottbus) bei seinem Tourenwagen-Comeback im CHEVROLET Cruze Eurocup 1,4 LT Turbo V1 Rennwagen sichern. Die zweite Startreihe wurde von Thomas Dellmuth (GER, Backnang) und Robin Renz (GER, Stuttgart) belegt, was spannende Voraussetzungen für das erste Rennen sein sollten.
Sehenswerte Tourenwagen-Action mit vielen Zweikämpfen in Rennen 1
Die PRTC-Fans auf den Tribünen und Zuhause vor dem Live-Stream sollten vom ersten Rennen des Wochenendes jedenfalls wie gewohnt nicht enttäuscht werden. Das erste Rennen wurde am Samstagnachmittag gestartet. Direkt nach dem „rollenden“ Indianapolis-Start unterstrich Robin Renz seine Sieg-Ambitionen und übernahm nach einer tollen Startphase gekonnt die führende Position. Nicht gut lief es dafür zunächst für Kenan Hasic, der auf den letzten Platz zurückfiel, sich bereits nach einer Runde aber wieder auf Platz 5 wiederfand.
Im weiteren Rennverlauf schaffte es Kenan Hasic im wichtigen Titelkampf noch weiter aufzudrehen, und mit 2:20:763 die schnellste Rennrunde in den brandenburgischen Asphalt zu brennen. Dabei schob er sich Runde um Runde wieder weiter nach Vorne, was ihm im Hinblick auf den Meisterschaftskampf wichtige entscheidende Zähler zum Titelgewinn auf sein PRTC-Konto einbrachte. An der Spitze übernahm zu Rennmitte Marco Bedrich bei seinem Comeback den ersten Platz, und zeigte damit dass er in seiner „Rennpause“ nichts verlernt hatte. Trotz einem kleinen „Lackaustausch“ mit seinem alten bekannten Kontrahenten Robin Renz in Runde 1.

Damit gewann zwar Bedrich das Rennen, doch Kenan Hasic schaffte bei der Zieleinfahrt noch sensationell den ersten Platz in Klasse 2 zu holen und kam seinem bisher größten Erfolg im Tourenwagen-Motorsport mit nun 7 Punkten Vorsprung vor Robin Renz denkbar nahe. In einer von vielen „Up´s“ und wenigen „Downs“ geprägten Rennsaison werden ihm wohl die haarscharfen Windschatten-Duelle mit Robin Renz auf der Highspeed-Rennstrecke am Salzburgring am Meisten in Erinnerung bleiben. Für ein besonderes „Foto-Finish“ und Tourenwagen Motorsport par excellence sorgten Robin Renz, Michael Piontek (GER, Niederwerrn) und Doran Nassauer (GER, Jülich) beim Zieleinlauf. Die drei Fahrer trennten am Ende des ersten Rennens nur 65 Tausendstel-Sekunden, knapper geht es nicht!
Renz siegt zum Saisonabschluss in Klasse 2
Nach der Action vom ersten Rennen hatten die Mechaniker des Pfister-Racing Teams einige Hände voll zu tun die Tourenwagen wieder einsatzbereit für das zweite Rennen am Sonntagmorgen zu machen, was ihnen allerdings wieder wie gewohnt nahezu perfekt gelang. Kenan Hasic fuhr das zweite Rennen taktisch klug zu Ende, denn ein vierter Platz reichte ihm zur Erringung des PRTC-Titels 2026, dabei konnte er in insgesamt 7 von 10 Rennläufen der Saison gewinnen und 83 Punkte erreichen.
An der Spitze gab der ehrgeizige Robin Renz noch einmal Alles um das Titelduell auf den letzten Metern doch noch zu drehen. Doch trotz seinem Sieg zum Saisonabschluss bleibt ihm in diesem Jahr mit 81 Punkten „nur“ der Vize-Titel. Seine besten Ergebnisse konnte er dabei am Circuit Zolder und am DEKRA Lausitzring einfahren. Ihre besten Saisonergebnisse beim Abschlussrennen konnten auch Michael Piontek mit Platz 2 und Doran Nassauer mit Platz 3 einfahren, was ihre Ambitionen für die kommende Saison unterstreichen dürfte. Die Top-5 in Klasse 2 komplettierte diesmal Reto Aregger (CH), mit insgesamt 47 Punkten schaffte er den vierten Platz in der PRTC-Gesamtwertung 2026, hinter Michael Piontek mit 59 Punkten auf Platz 3.
Nun haben die PRTC-Fahrer erstmal die Möglichkeit zu feiern, bevor man den ein oder anderen „Racer“ mit Sicherheit am Messetand der Pfister-Racing GmbH in Halle 8 für einige Autogrammwünsche vom 27.11.-06.12.2026 auf der Motorshow Essen begrüßen kann. Auch auf der „AutoZum“ Messe in Salzburg vom 20.-23.01.2027 werden die Besucher hoffentlich den neuen PRTC-Champion Kenan Hasic am Stand der Pfister-Racing GmbH zu sehen bekommen.
Die PRTC bedankt sich damit nochmals recht herzlich bei allen Fahrern für das Vertrauen in der Saison 2026 und die tollen Rennen, sowie allen Teammitgliedern & Mechanikern für das starke Teamwork und den Partnern und Sponsoren für die geleistete Unterstützung.