Heinz-Bert Wolters (911 (991) GT3 R) sicherte sich beim dritten Lauf der Porsche Club Historic Challenge (PCHC) auf dem Nürburgring beide Gesamtsiege. Dahinter landeten Ioannis Smyrlis und Günther Kraus (beide 911 (992) GT3 Cup) in beiden Rennen auf dem Gesamtpodium.
Beim Auftritt in der Eifel gab sich Heinz-Bert Wolters keine Blöße. Mit zwei souveränen Start- und Zielsiegen im Gepäck trat der Titelverteidiger die Heimreise an. In beiden Rennen fuhr Wolters früh einen Vorsprung heraus und siegte am Ende mit 4,356 beziehungsweise 17,764 Sekunden Abstand auf Platz zwei. „Es hat viel Spaß gemacht und alles hat gut geklappt. Das Auto war top, obwohl ich ein wenig Probleme mit den Dämpfern hatte“, gab der zweimalige Gesamtsieger zu Protokoll.
Smyrlis fährt zweimal auf Rang zwei
Eine starke Leistung zeigte Ioannis Smyrlis, der sich neben den beiden Siegen in der Klasse 9 auch zweimal die zweite Gesamtposition sicherte. Dabei verlief der erste Durchgang noch recht entspannt, nachdem sich Smyrlis früh von den Verfolgern absetzen konnte. Im Ziel betrug der Abstand auf Kraus mehr als 18 Sekunden.

Im zweiten Rennen ging zunächst Kraus direkt nach dem Start vorbei, während sich Smyrlis den Angriffen von Thomas Lindemann (911 (992) GT3 Cup) erwehren musste. Den Restart nach der kurz darauf folgenden FCY-Phase verschlief Kraus jedoch, sodass gleich mehrere Konkurrenten vorbeizogen. Einige Runden lang musste Smyrlis seinen zweiten Platz noch gegen Lindemann verteidigen, ehe dieser im Überrundungsverkehr den Anschluss verlor. Mit 4,67 Sekunden Vorsprung auf Platz drei holte sich Smyrlis nach 15 Runden den zweiten Klassensieg des Wochenendes.
„Es war mega – beide Rennen konnte ich gewinnen. Gegenüber gestern hatte ich heute Schwierigkeiten, da ich als Einziger mit einem gebrauchten Reifensatz unterwegs war. Bei der Full Course Yellow war ich aufmerksam, konnte mich nach vorne setzen und die Position anschließend verteidigen“, bilanzierte Smyrlis.
Zweimal Podium für Günther Kraus
Actionreich verlief das Wochenende für Günther Kraus, der im ersten Rennen zunächst hinter Thomas Winkler (911 (992) GT3 Cup) festhing. Der Eidgenosse verteidigte seine Position stark, ehe Kraus in der Xiaomi Kurve vorbeiging und sich Gesamtrang drei sicherte. Nach dem verpennten Ende der FCY-Phase im zweiten Durchgang, startete Kraus die Aufholjagd. Vor allem Lindemann erwies sich als harter Brocken, den sich Kraus vier Runden vor Ende in der Veedol-Schikane schnappte.
„Es war ein super Wochenende. Im ersten Rennen war Ioannis Smyrlis einfach schneller, beim zweite Rennen habe ich einen Fehler gemacht und leider die grüne Flagge übersehen. Bis ich mich dann wieder vorgekämpft hatte, war der Ioannis leider weg. Der Klassensieg wäre auf alle Fälle drin gewesen“, so Kraus.
Eng waren die Abstände dahinter. Thomas Lindemann sicherte sich am Samstag den dritten Platz in der Klasse 9, nachdem er sich in einem engen Duell mit Jürgen Oehler (beide 911 (992) GT3 Cup) mit lediglich 0,282 Sekunden Vorsprung behauptet hatte. Im zweiten Rennen drehte Oehler den Spieß um und verwies Lindemann drei Runden vor Schluss auf Rang vier der Klassenwertung.
Patrick Hannig dominiert die Klasse 8
An Patrick Hannig (911 (991) GT3 Cup) führte in der Klasse 8 kein Weg vorbei. Der 991-Cup-Pilot kontrollierte das Geschehen souverän und feierte zwei ungefährdete Klassensiege. „Es ist alles gut gelaufen, das Auto funktionierte top und ich konnte meine Leistung abrufen. Den Abstand nach hinten konnte ich gut dosieren“, befand der zweimalige Klassensieger. Deutlich umkämpfter war die zweite Position. Während sich Olaf Busse im ersten Rennen vor Tomas Pfister behauptete, lieferten sich die beiden am Sonntag über weite Strecken einen engen Zweikampf. Diesmal behielt Pfister die Oberhand und sicherte sich hinter Hannig Rang zwei in der Klassenwertung.
Auch in den weiteren Klassen gab es bekannte Gesichter auf dem Podium. Udo Schwarz gewann in der Klasse 7 beide Rennen vor Richard Theurer und Dr. Hermann Läuferts (alle 911 (991) GT3 Cup). Die Klasse 6 sah zunächst Heiner Immig vor Rudolf Schulte (911 (997) GT3 Cup) vorne. Nach dem Ausfall von Immig konnte sich Schulte am Sonntag den Klassensieg sichern.
Keine Zweifel an der Kräfteverteilung gab es in der Klasse 4. Norbert Kraft (Cayman GT4 RS) holte beide Siege, während Uwe Hedderich / Dietmar Kölsch (Cayman GT4 RS) sowie Harald Häfner (Cayman GT4 CS) die weiteren Podestplätze unter sich ausmachten.
Fest in der Hand von Heinz-Bert Wolters war die Klasse 10. Hinter dem Doppelsieger überzeugte Pablo Briones (911 (992) GT3 R) im ersten Rennen als Klassenzweiter und Gesamtachter. Am Sonntag arbeitete sich Klaus Horn (911 (991) GT3 R) nach vorne und schnappte sich vor Briones Rang zwei in der Klassenwertung.