Start Rundstrecke Premierensiege in Oschersleben: Frank/Terting und Potez schreiben STT-Geschichte

Premierensiege in Oschersleben: Frank/Terting und Potez schreiben STT-Geschichte

Im ersten Rennen ging der Gesamtsieg an Terting/Frank // Foto: Jürgen Holzer

Beim zweiten Saisonlauf der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) in Oschersleben sicherten sich Thomas Frank / Peter Terting (Porsche GT4 RS / UP2Race) und Kyam Potez (Mercedes AMG GT4 / CV Performance Group X JP Motorsport) die Gesamtsiege. Für beide Teams waren es die Premierenerfolge in der Serie.

Peter Terting legte gleich zu Beginn ein Tempo vor, das keiner der übrigen Kontrahenten mitgehen konnte. Der ehemalige DTM-Pilot baute an der Spitze den Vorsprung schnell aus. Dabei spielte dem Porsche-Duo eine Full-Course-Yellow-Phase in die Karten, die Terting beim Pflichtstopp erwischte. Nach dem Fahrerwechsel auf Thomas Frank schmolz der Vorsprung zwar noch einmal zusammen, den Sieg ließ sich das Duo aber nicht mehr nehmen.

„Das Auto ist konstant schnell über die Renndistanz. Dadurch konnte ich einen guten Vorsprung herausfahren. Aber der Schlüssel zum Sieg liegt auch bei meinem Kollegen. Das hat er in seinem zweiten Rennen sehr gut umgesetzt“, lobte Terting. Auch Frank zeigte sich nach seinem ersten Gesamtsieg begeistert: „Es war natürlich super, dass Peter so einen Vorsprung herausfahren konnte. Aber ich stand trotzdem unter Druck, weil ich wusste, dass ich gegenüber den guten Fahrern schon drei bis vier Sekunden pro Runde verlieren würde.“

Mit Rang 2 und dem Gesamtsieg am Sonntag legte Kyam Potez einen super Einstand hin // Foto: Jürgen Holzer

Rang zwei bei STT Premiere
Dahinter landete Kyam Potez bei seiner STT-Premiere auf dem zweiten Gesamtrang. Der junge Slowene verringerte den Rückstand im Verlauf seines Stints von über 40 Sekunden auf nur noch wenige Sekunden, ehe eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens unter FCY den Abstand auf acht Sekunden vergrößerte. „Das war ein gutes Rennen und ich hatte eine gute Pace. Zuvor hatte ich den Abstand nach vorne von 46 Sekunden auf drei Sekunden verringert“, erklärte Potez.

Einen souveränen dritten Gesamtrang holten sich Jonathan Engström und Kjell Holm im zweiten Mercedes AMG GT4 von CV Performance Group X JP Motorsport. „Das Rennen verlief für mich sehr gut. Es war das erste Mal mit dem GT4 hier in Oschersleben“, berichtete Engström. Teamkollege Holm ergänzte: „Das war heute mein drittes Rennen überhaupt und mein zweites Podium. Ich bin natürlich sehr glücklich darüber.

Einen souveränen dritten Gesamtrang holten sich Jonathan Engström und Kjell Holm im ersten Rennen // Foto: Jürgen Holzer

Potez schlägt zurück
Im zweiten Rennen schlug Kyam Potez zurück und feierte seinen ersten Gesamtsieg. Zwar setzte sich Peter Terting zunächst erneut an die Spitze, diesmal gelang es dem Porsche-Piloten jedoch nicht, sich entscheidend abzusetzen. Kurz vor den Stopps betrug der Vorsprung auf Potez um die acht Sekunden, während Christian Klien im Lotus Emira GT4 auf dem dritten Rang folgte.

Potez kam eine Runde früher an die Box und machte anschließend kontinuierlich Boden gut. Kurz nach dem Fahrerwechsel zog der Slowene am Porsche von Thomas Frank vorbei und setzte sich ab. Mit 30,6 Sekunden Vorsprung holte sich Potez den Sieg. „Heute war es natürlich besser, dass mir keine FCY dazwischenkam. So konnte ich von Anfang an pushen und den Abstand nicht zu groß werden lassen. Nach dem Boxenstopp kam ich immer näher und konnte auch an dem Porsche vorbeifahren“, freute sich Potez.

Spannend blieb es dahinter im Kampf um die weiteren Podestplätze. Christian Klien hatte den Lotus Emira GT4 zunächst auf Rang drei etabliert und das Fahrzeug planmäßig an Alex Lambertz übergeben. „Ich bin als Dritter losgefahren und als Dritter aus dem Auto gestiegen. Das war das Maximum, was unser Auto kann“, erklärte Klien. Während Frank den zweiten Platz zunächst verteidigte, arbeitete sich Lambertz immer näher heran. In der letzten Kurve vor Start und Ziel gelang das entscheidende Überholmanöver, womit der Lotus noch auf den zweiten Gesamtrang nach vorne fuhr.

Christian Klien und Alex Lambertz (Lotus Emira GT4) fuhren im zweiten Rennen auf Gesamtposition zwei // Foto: Jürgen Holzer

„Kurz vor Schluss konnte ich den vor mir liegenden Fahrer noch überholen und auf Platz zwei fahren. Wir können sehr zufrieden sein. Es hat alles super funktioniert und wir haben das Maximum aus dem Auto herausgeholt“, bilanzierte Lambertz. Frank und Terting mussten sich diesmal mit Rang drei zufriedengeben. „Peter hatte wieder super vorgearbeitet. Die Pace bei mir hat auch gepasst. Ich konnte den Platz aber nicht halten. Trotzdem bin ich zufrieden“, meinte Frank nach dem Rennen.

Hertner mit Doppelsieg in der Division 3
Eine erfolgreiches Wochenende erlebte auch Roland Hertner. Der Pilot des Liqui Moly Team Engstler setzte sich mit seinem Hyundai i30 N TCR in beiden Rennen der Division 3 durch und verwies jeweils Urs Burri (Audi RS3 LMS TCR) auf den zweiten Platz.  „Mir war im Voraus schon klar, dass, wenn nichts passiert, nur der Klassensieg mein Ziel sein kann. Die Zeiten im Qualifying haben darauf hingedeutet. Es geht hauptsächlich um die Punkte“, erklärte Hertner.

Roland Hertner fuhr zum Doppelsieg in der Division 3 // Foto: Jürgen Holzer

Deutlich anspruchsvoller gestaltete sich der zweite Durchgang. Hertner hing lange hinter dem Aston Martin Vantage GT4 von Andreas Schürmann und Michael Crossley-Wright fest. „Ich war im Prinzip schneller, kam aber nicht vorbei“, schilderte Hertner. Weil der GT4-Sportwagen nicht in seiner Wertung unterwegs war, vermied der Engstler-Pilot jedes unnötige Risiko. Erst beim Pflichtstopp gelang die entscheidende Wende. Hertner kam vor dem Aston Martin wieder auf die Strecke und verteidigte anschließend den vierten Gesamtrang bis ins Ziel. „Mein Minimalziel habe ich erreicht. Das Auto lief wieder top. Meine Mechaniker haben wieder gute Arbeit geleistet“, zog Hertner zufrieden Bilanz.

Die Division 1 ging im ersten Rennen an Johannes Kreuer mit seinem Donkervoort D8R. Den musste der Routinier im zweiten Durchgang mit einem technischen Defekt bereits in der Einführungsrunde abstellen.

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