Roland Hertner hat es geschafft: Der Heilbronner Rennfahrer sicherte sich beim Saisonfinale auf dem Nürburgring den Meistertitel in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT). Mit seinem Hyundai i30 N TCR, eingesetzt vom Liqui Moly Team Engstler, machte Hertner am vergangenen Wochenende den Erfolg perfekt. Die Entscheidung fiel bereits im ersten Rennen, als seine härtesten Titelkonkurrenten Thomas Frank und Peter Terting mit einem Getriebeschaden ausfielen.
Entscheidender Rückschlag für die Konkurrenz
Vor dem Finale war die Ausgangslage klar: Frank und Terting reisten als Tabellenführer an und hatten den Titel in der eigenen Hand. Hertner musste dagegen auf einen Patzer des Porsche-Duos hoffen, um seine Chance auf die Meisterschaft zu wahren.
Eine Vorentscheidung fiel bereits in der ersten Runde des Samstagsrennens, als Thomas Frank und Peter Terting mit einem Getriebeschaden am Porsche ausschieden. Für Hertner änderte sich damit die Ausgangslage grundlegend. Statt noch um jeden Zentimeter kämpfen zu müssen, galt es nun, vor allem Punkte zu sammeln. Mit Platz zwei in der Divisionswertung machte der Heilbronner einen wichtigen Schritt in Richtung Meistertitel.“

„In der ersten Runde ist mein härtester Widersacher um die Meisterschaft gleich ausgefallen. Da wusste ich, dass ich mein Auto nur noch ins Ziel bringen musste“, erklärte Hertner. Obwohl er nach eigener Einschätzung deutlich schneller als die Gruppe vor ihm war, verzichtete er auf unnötige Risiken. „Ich habe alle Curbs weggelassen und darauf geachtet, dass nichts passiert. Das Auto muss ja noch für den zweiten Lauf halten.“
Im Regen den Titel abgesichert
Im zweiten Rennen ließ Hertner nichts mehr anbrennen. Bei schwierigen Bedingungen auf nasser Strecke hielt der Hyundai-Pilot das Risiko bewusst gering. In seiner Division belegte er den dritten Platz, womit ihm der Titel nicht mehr zu nehmen war.
Dabei wäre Hertner unter anderen Umständen durchaus zu mehr in der Lage gewesen. Besonders die Regenbedingungen kamen ihm entgegen. „Regen ist ja mein Lieblingswetter. Es fiel mir schwer, nicht richtig Vollgas zu fahren. Aber ich musste mein Auto nur herumtragen und durfte kein Risiko eingehen“, berichtete der frischgebackene Meister.
Nach dem letzten Rennen fiel die Anspannung ab. „Es ist geschafft und ich bin voll happy. Ich habe genau mein Saisonziel erreicht, das ich mir gesteckt hatte. Heute habe ich es mir vergoldet“, freute sich Hertner über den Titelgewinn.
Mit dem Erfolg krönte der Heilbronner eine Saison, die er über weite Strecken dominierte. Bis auf den Ausfall beim Auftakt in Hockenheim punktete Hertner, davon neunmal als Divisions-Sieger, in jedem Rennen. Am Ende sicherte sich der Routinier mit einer starken Aufholjagd beim Finale den Meistertitel in der traditionsreichen Rennserie.