Dirk Stützer (Ford Escort RS 2000 MKS) heißt der neue Gesamtmeister der VFV GLPpro 2026. Auch ein ungewöhnliches Wochenende mit einer fast ganztägigen Unterbrechung des Rennbetriebs wegen einer schwierig zu beseitigenden Ölspur am Samstag brachte den Routinier nicht aus der Ruhe. Mit einem zweiten Platz im Wertungslauf der Startgruppe 2 sicherte sich der Ford Escort Pilot die nötigen Punkte zum Sprung auf Platz eins der Meisterschaftstabelle und der Tourenwagenwertung.
Die Entscheidungen des Wochenendes hatten eine besondere Brisanz und Spannung, da es für den letzten Wertungslauf der Saison doppelte Punktzahl gab. Ein Ausrutscher oder ein Erfolg konnten dadurch das Klassement nochmals entscheidend durcheinander wirbeln. Mit einem zweiten Gesamtplatz in der Startgruppe 2 der TW/GT Fahrzeuge sammelte Stützer genügend Punkte um den Titel nach Hause zu bringen. „Mir ging es hauptsächlich um den Tourenwagentitel. Diesen Titel wollte ich erreichen. Er war mein erklärtes Ziel. Gesamtsieger war ich ja bereits 2024. Nach dem Start habe ich die schnelleren Autos ziehen lassen. Ich konnte dann in eine schöne Lücke reinfahren und mich kontinuierlich auf mein Fahren konzentrieren. Beim Lauf passte dann alles“, erklärte Stützer. Sieger des Wertungslaufs wurde Stephan Schade Ford Escort RS 2000 Cup), der dadurch noch auf Gesamtrang fünf und Platz drei der Tourenwagenwertung rutschte. “ Mein Startplatz war unerwartet schlecht. Ich hatte am Morgen auf meine Reifen keine vernünftige Temperatur gebracht. Das rächte sich im Wertungslauf, da ich nicht aus dem engen Paket mit einigen Fahrern heraus kam. Zweikämpfe sind meist schlecht für die Gleichmäßigkeit – also nicht um jeden Preis sich hier durchsetzen, war angesagt. Am Ende hat es aber gut geklappt. Mit dem Tagessieg am Wochenende ist das jetzt der vierte Sieg für mich an dieser Stelle.,“ erläuterte Stephan Schaade.
Christopher Heid (Audi 80) belegte im letzten Wertungslauf Rang drei bei den Tourenwagen. Sieger der GT Fahrzeuge in der Startgruppe 2 wurde Tobias Niederelz (Porsche 924 2.0) vor Laurin Neumann (Lenham Le Mans GT) und Stephan Lewitzki (VW Scirocco). Für Tobias Niederelz reichte es allerdings nicht mehr in der Jahreswertung ganz nach vorne zu kommen. Am Ende belegt Niederelz in der Gesamtwertung aller Fahrzeuge Rang vier und in der Klassenwertung der GT Fahrzeuge Platz zwei und musste sich lediglich Oliver Neidull geschlagen geben. “ Leider fiel das Qualifying am Samstag buchstäblich ins Wasser. Nicht wegen des Regens, der mir sicherlich in die Karten gespielt hätte, sondern wegen einer Ölspur auf der Strecke. Trotz noch schmieriger Strecke konnte ich im Qualifying mit P16 gesamt und P2 in der GT-Klasse eine richtig gute Ausgangsposition herausfahren. Der Wertungslauf lief dann nahezu perfekt. Ich erwischte einen überragenden Start, konnte direkt einige Plätze gutmachen und überquerte schließlich als Gesamt Sechster und Klassensieger der GT-Fahrzeuge die Ziellinie,“ so Niederelz.
Hans Limpert (BMW E 36 M3) gewann den Wertungslauf der Startgruppe 1 der Tourenwagen und GTs. Platz zwei bei den Tourenwagen ging an Tymoteusz Rusinek (BMW E36 328i) vor Peter Stalder (BMW M3 GTR). Für Rusinek brachte dies genügend Punkte, um in der Jahreswertung und in der der Tourenwagenwertung der Klasse Platz zwei zu belegen. Sieger der GT Wertung wurde Oliver Neidull (Porsche 911 Carreera 3,0). Jo Rimpl (Porsche 944 Turbo S) schnappte sich Platz zwei und Dritter auf dem Podium wurde Thomas Itte (Porsche 968). Für Neidull sollte es aber nicht nur bei diesem Erfolg bleiben. Der Porschepilot vergoldete sich damit das Wochenende mit einem zweiten Platz in der Gesamtwertung aller Teilnehmer, sowie mit dem Titel in der Klassenwertung der GT Fahrzeuge. Hier belegte Werner Pfisterer (Alfa Romeo GTjunior) hinter Tobias Niederelz Platz drei.

Als Gesamtführender war Lutz Crackau (Zagk S 20-9) zum Finale in die Eifel gereist. In dem entscheidenden und letzten Wertungslauf für Formel-Rennwagen belegte der Mannheimer den siebten Platz. Dadurch rutschte der Mannheimer jedoch auf Gesamtposition sieben im Endklassement ab, blieb aber bester Formelpilot innerhalb seiner Fahrzeugklasse. Mit seinem Sieg im letzten Wertungslauf rückte Raphael Zabel ( van Diemen RF 82) dem Führenden aber ordentlich auf die Pelle und belegte am Ende Platz zwei in der Jahreswertung/Klasse Formelfahrzuge. Platz zwei des Wertungslaufs ging an Johannes Holl (Opel Lotus MK2), der damit noch den dritten Rang in der Jahreswertung der Formelklasse nach Hause fuhr. “ Am Samstag sorgte eine kilometerlange Ölspur nach einem Motorschaden für erhebliche Verzögerungen. Regen erschwerte die aufwendigen Reinigungsarbeiten zusätzlich. Erst am späten Nachmittag konnten wir als erste Gruppe auf die noch teilweise feuchte und rutschige Strecke gehen. Von Startplatz eins konnte ich mich schnell vom zweitplatzierten Opel-Lotus-Piloten Wolfgang Wuttke absetzen und das Rennen souverän als Erster auf der Strecke beenden. In der GLPpro-Gleichmäßigkeitswertung erreichte ich Platz zwei“, freute sich Holl über sein gutes Ergebnis. Dritter des Wertungslaufs der Formelautos wurde Jürgen Bukoitz (Renault Formel Renault). In der Klasse der Sportwagen hatte Michael Hölz (Tiga SC 79) die Nase vorn. Zweiter wurde Carsten Behrens (Chevron B16) vor Rainer Grindler (Sylva Phoenix). Michael Hölz gewann auch die Jahreswertung in der Klasse Sportwagen vor Rainer Grindler und Dieter Bauer.
Für die VFV GLPpro war es ein gelungener Abschluss beim ADAC Racing Weekend auf dem Nürburgring. Mit knapp 120 Starterinnen und Startern war das Finale genauso gut gefragt wie im vergangenen Jahr. „Die ADAC Westfalen Trophy war, trotz der kapriolen am Samstag, eine tolle und perfekt organisierte Veranstaltung. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für die tolle Organisation und den unermüdlichen Einsatz, speziell am Samstag, die Veranstaltung im Sinne der Teilnehmer zu gestalten“, so Organisator Felix Vaillant, der sich ebenso positiv zur abgelaufenen Saison äußerte.
„Die Abgelaufene Saison der VFV-GLPpro war aus unserer Sicht sehr erfolgreich. Bei nahezu allen Veranstaltungen hatten wir vollbesetzte Starterfelder, viel Action und tolle Autos auf den Strecken und viel Spaß im Fahrerlager. Nun hoffen wir auf einen mindesten ebenso erfolgreiche Saison 2027 – die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, fünf Veranstaltungen stehen schon recht konkret im Kalender, bei drei weiteren führen wir Gespräche.“