Start Rundstrecke STT Comeback auf dem Nürburgring: Bohmann peilt Podestplatz an

Comeback auf dem Nürburgring: Bohmann peilt Podestplatz an

Yannik Bohmann kehrt auf dem Nürburgring wieder in die STT zurück // Foto: Jürgen Holzer

Eigentlich wollte Yannick Bohmann in diesem Jahr erneut die komplette Saison der Spezial Tourenwagen Trophy bestreiten. Nach dem plötzlichen Tod von Ralf Glatzel mussten diese Pläne jedoch vorerst begraben werden. Ende Juni feiert der amtierende Divisionsmeister nun sein Comeback. Beim ADAC Racing Weekend auf dem Nürburgring geht Bohmann für Lubner Motorsport in einem Opel Astra TCR an den Start. Im Interview spricht der Lüdenscheider über seine Rückkehr.

Ende Juni kehrst du auf dem Nürburgring in die STT zurück. Wie groß ist die Vorfreude darauf, endlich wieder im Rennwagen zu sitzen?
Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder im Auto zu sitzen. Eigentlich wäre ich ja die ersten beiden Wochenenden auch schon mitgefahren. Leider war dies aufgrund von sehr traurigen Ereignissen nicht möglich. Deshalb bin ich jetzt aber umso glücklicher, dass es nach mittlerweile 8 Monaten endlich wieder auf die Rennstrecke geht. Mit dem Opel Astra TCR wartet nun eine neue Herausforderung.

Welche Erfahrungen konntest du bereits in einem TCR-Fahrzeug sammeln und wie groß wird die Umstellung zum Ford Fiesta ST sein?
Ich hatte im letzten Jahr die Möglichkeit zwei Mal den Hyundai Veloster TCR von Ralf zu testen. Ich bin auf Anhieb sehr gut mit dem Auto klargekommen. Daher bin ich guter Dinge, was das kommende Rennwochenende angeht. Die größte Umstellung ist sicher die Geschwindigkeit, da der Astra TCR deutlich mehr Leistung und bessere Aero hat. Auch, dass ich jetzt mit Paddle-Shift und nur noch mit zwei Pedalen fahre ist eine Umstellung, beim Fahren aber auf jeden Fall deutlich angenehmer. Außerdem freue ich mich schon, mal etwas mehr nach vorne und weniger in den Rückspiegel schauen zu können. Mit Lubner Motorsport arbeitest du wieder mit einem Team zusammen, das du bereits aus dem Tourenwagen Junior Cup kennst.

Yannik Bohmann wird einen Opel Astra TCR von Lubner Motorsport pilotieren // Foto: Patrick Holzer

Wie kam es zu der Zusammenarbeit und mit welchen Erwartungen gehst du in das Rennwochenende auf dem Nürburgring?
Nach unserem gemeinsamen Einsatz im Tourenwagen Junior Cup vor drei Jahren, ist der Kontakt nie abgebrochen. Wir haben uns trotzdem immer bei den STT-Rennen gesehen und regelmäßig ausgetauscht. Daher war Lubner Motorsport auch meine erste Anlaufstelle als klar war, dass ich mir, um dieses Jahr Rennen zu fahren, wohl fürs Erste eine Alternative suchen müsste. In der Division 3 sind einige starke Fahrer unterwegs, die ihre Autos in und auswendig kennen. Es wird sicher ein sehr anspruchsvolles Wochenende, bei dem ich viele Erfahrungen sammeln kann. Mein Ziel ist es auf jeden Fall aufs Podium zu kommen.

Du hast in deiner Ankündigung geschrieben, dass du alles geben willst, um „Ralf stolz zu machen“. Was würde für dich persönlich ein gelungenes Wochenende bedeuten und wie sehen deine weiteren Pläne für die Saison aus?
Traditionell besuchen mich am Nürburgring wieder einige Freunde und Familie. Auch ein Teil von Glatzel Racing möchte eventuell vorbei kommen. Ich möchte natürlich eine gute Performance zeigen. Wenn ich dann noch einen Pokal für Ralf holen kann, dann wäre es wirklich ein rundum gelungenes Wochenende. Was meine restliche Saison angeht wird es vorerst bei diesem einmaligen Einsatz bleiben. Eigentlich war ja eine komplette Fiesta Saison geplant. Vielleicht ergibt sich gegen Ende der Saison noch einmal etwas. Für nächstes Jahr möchte ich aber auf jeden Fall wieder ein festes Cockpit haben.

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