Licht und Schatten lagen für den Heilbronner Rennfahrer Roland Hertner beim Saisonauftakt der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) auf dem Hockenheimring eng beieinander. Während er in der STT einen souveränen Sieg feierte, wurde ein starkes Ergebnis bei einem Gaststart in der Cup- und Tourenwagen Trophy zunichtegemacht.
In der STT lief für Hertner zunächst alles nach Plan. Mit seinem Hyundai i30N TCR, eingesetzt vom Liqui Moly Team Engstler, fuhr er in seiner Division einen ungefährdeten Sieg ein und belegte zudem einen starken achten Platz im Gesamtklassement. „Es war für mich eher ein einsames Rennen, das wusste ich aber von Anfang an. Dann habe ich mir drei GT4 vorgeknöpft und konnte einen Abstand herausfahren. Ich habe das Rennfeeling mit den GT4 genossen. Mit dem Auto und meinem Team bin ich sehr zufrieden“, zog Hertner ein positives Fazit.

Rückschlag beim Gaststart
Weniger glücklich verlief sein Auftritt in der Cup- und Tourenwagen Trophy. Dort lag der Heilbronner aussichtsreich im Rennen und kämpfte um den Klassensieg. „Das Rennen lief bis zum Unfall eigentlich ganz gut für mich. Ich war in der Klasse auf Rang zwei und insgesamt Fünfter, in Schlagdistanz zum Führenden“, so Hertner.
Beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs kam es jedoch zur Kollision. „Der Fahrer hat die blaue Flagge übersehen und ist mir ins Auto gefahren“, schilderte Hertner die Situation. Der Hyundai landete im Kiesbett, war jedoch so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ein Start am Sonntag nicht mehr möglich war. Zwar erhielt der Unfallverursacher von den Sportkommissaren noch eine Strafe, für Hertner hatte dies jedoch keinen sportlichen Nutzen.
Am Ende stand ein gemischtes Fazit: einem überzeugenden Sieg in der STT stand ein vorzeitiges Aus beim Gaststart in der CTT gegenüber.