BMW-Siege in der Magdeburger Börde

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Ingo Baum siegte im ersten Rennen // Foto: Patrick Holzer

Ingo Baum (BMW M3 GT E36) und André Jaschinski (BMW 4.0 V8 E30) teilten sich die Siege im DMV Classic Masters in Oschersleben. Nachdem Baum am Samstag noch souverän gewonnen hatte, drehte Jaschinski den Spieß im zweiten Durchgang um und siegte knapp vor seinem Markenkollegen.

Im ersten Rennen führte kein Weg an Ingo Baum vorbei. Schnell setzte sich der BMW-Pilot vom restlichen Feld ab und gewann mit deutlichen 10,487 Sekunden Vorsprung. „Durch den Vorsprung konnte ich das Ergebnis gut verwalten. Zufrieden war ich zwar nicht, freue mich aber trotzdem über den Sieg“, lautete das Fazit des Siegers. Dahinter brachte André Jaschinski seinen zweiten Platz ebenso kontrolliert ins Ziel: „Ich bin soweit zufrieden, glaube aber, dass sowohl beim Auto als auch bei mir hier in Oschersleben noch Potenzial schlummert.“

Jaschinski profitiert in Rennen 2
In den ersten drei Runden des zweiten Rennens sah es nach einem erneuten Durchmarsch für Ingo Baum aus. Dann fiel der M3 plötzlich hinter Jaschinski und Kurt Strube jun. (Porsche 964 Cup) auf Rang drei zurück. Ursache war ein ausgefallenes ABS, das Baum zunächst zu schaffen machte. Dadurch übernahm Jaschinski die Führung. Gegen Schluss kam Baum, der sich schnell wieder Platz zwei von Strube sen. geholt hatte, noch einmal näher an den Führenden heran. Bis zum Fallen der Zielflagge schrumpfte Jaschinskis Vorsprung auf 1,112 Sekunden zusammen.

André Jaschinski sicherte sich den Sieg im zweiten Rennen // Foto: Patrick Holzer

„Ich habe von den ABS-Problemen bei Ingo profitiert. Als ich an ihm vorbei war, konnte ich mich zunächst etwas absetzen, musste dann aber wieder etwas Tempo rausnehmen. Dadurch kam Ingo noch einmal gefährlich nahe, aber es hat gerade so gereicht“, meinte Jaschinski zu seinem Sieg. Angesichts der technischen Schwierigkeiten zeigte sich auch Baum versöhnt: „Ich bin noch nie ein Rennen ohne ABS gefahren – das war ziemlich spannend. Gegen Ende hat es dann wieder ganz gut geklappt und ich konnte sogar noch die schnellste Runde fahren. Ich gönne André den Sieg.“

Den dritten Platz in der CM 6 sicherte sich Kurt Strube jun., der damit das Ergebnis seines Vaters Kurt Strube sen. vom Vortag wiederholte. „Das Rennen war an sich ganz gut. Ich konnte nach der vierten Runde kurz Platz zwei übernehmen, musste aber Ingo Baum nach einem Fahrfehler wieder passieren lassen. Das hat Zeit gekostet. Dadurch kam noch der Alfa vorbei“, berichtete Strube jun.

Spannung in der CM 4
Zwar schnappte sich Björn Ewald (BMW 328i E36) beide Siege in der CM 4, ein Selbstläufer waren diese jedoch nicht. Das lag vor allem an der schnellen Klassenkonkurrenz um Mirko und Dino Heuser (Alfa Romeo 147 Cup). In beiden Rennen führten die beiden jeweils zeitweise die Klasse an, ehe sich Ewald an die Spitze der Wertung setzte. Den dritten Platz in der Klasse holte sich in beiden Rennen Martin Knof im Porsche Boxster 986.

Björn Ewald siegte zweimal in der CM 4 // Foto: Patrick Holzer

„Es war heute abzusehen, dass es einen engen Kampf geben wird. In der ersten Runde hat mich Heuser gleich gepackt, aber ich bin dran geblieben und in der sechsten Runde wieder vorbei. Danach war es ein harter Kampf“, so Ewald. „Auch im zweiten Rennen hat alles gut gehalten. In den ersten Runden habe ich wieder mit Dino Heuser um die Führung gekämpft, nach der zweiten Runde konnte ich mich dann absetzen und einen Vorsprung herausfahren.“

Sven Waibel bester Alfa
Zweimal auf Gesamtplatz drei ging der Sieg in der Alfa Challenge an Sven Waibel (Alfa Romeo 33 16V). Dahinter landete Jan Meier (Alfa Romeo 33 16V QV) in beiden Rennen auf Platz zwei, während sich Giuseppe Tizza (Alfa Romeo 75 V6) und Angelo Scalia (Alfa Romeo 75 V6) den dritten Platz teilten.