Björn Großmann und Jürgen Oehler triumphieren in Oschersleben

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Jürgen Oehler siegt im zweiten Rennen // Foto: Patrick Holzer

Beim zweiten Lauf zum DMV STGT Cup fuhren Björn Großmann (Ferrari 458 GT3) und Jürgen Oehler (Porsche 992 GT3 Cup) die Gesamtsiege ein. Während das erste Rennen eine klare Angelegenheit war, ging es im zweiten Durchgang deutlich turbulenter zur Sache.

Am Samstag spielte Björn Großmann seine Erfahrung voll aus. Nach drei Runden verdrängte der Ferrari-Pilot Horst Kespohl (Ferrari 296 GT3) von der Spitze und zog dem restlichen Feld davon. Auf über 35 Sekunden summierte sich nach 21 Runden der Vorsprung auf Platz zwei.

Zweikampf um Platz zwei
Dahinter tobte der Kampf um Platz zwei, den zunächst Kespohl vor den beiden Porsche 992 GT3 Cup von Ioannis Smyrlis und Jürgen Oehler behauptete. In der neunten Runde schnappte sich Smyrlis den Ferrari, eine Runde später war auch Oehler vorbei. Zwischen den beiden Teamkollegen entbrannte ein enger Zweikampf, den Smyrlis mit nur 0,214 Sekunden Vorsprung für sich entschied.

Spannender Zweikampf zwischen Ioannis Smyrlis und Jürgen Oehler // Foto: Patrick Holzer

„Es war ein cooles Rennen. Als die Reifen warm waren, haben wir beide gepusht und waren recht schnell an Horst Kespohl vorbei. Ich musste auf Jürgen Oehler aufpassen, der inzwischen sehr schnell geworden ist“, beurteilte Smyrlis seinen zweiten Platz, mit dem er zugleich die Cup R für sich entschied. Ähnlich fiel das Fazit von Oehler aus: „Das Rennen hat super Spaß gemacht. Im Verkehr war es nicht einfach, immer dranzubleiben. Das ist für den Verfolger immer etwas schwieriger als für den Führenden, aber ich bin eigentlich überall gut durchgeschlüpft.“

Oehler holt sich Rennen zwei
Den ersten Platz konnte Frank Scheelen, der nun für Großmann im Ferrari saß, nicht lange halten. Die Spitze übernahm noch in der ersten Runde Ioannis Smyrlis. Dahinter drückte Jürgen Oehler, der in der zwölften Runde in der Triple-Links den Weg am Teamkollegen vorbeifand. Kurz darauf stellte Smyrlis seinen Porsche in der Box ab. „Ich hatte beim Reifenmanagement die falsche Entscheidung getroffen und recht schnell gemerkt, dass damit nichts zu machen ist. Da es im Grunde nur noch um Platz zwei ging, habe ich mich entschlossen, vorzeitig rauszufahren“, so Smyrlis.

Ganz entspannen konnte sich Oehler danach nicht, denn Kespohl blieb am Führenden dran. Doch Oehler verteidigte seinen ersten Platz und strich den Gesamtsieg ein. „Es hat heute alles funktioniert. Ich habe gesehen, dass das Material bei Ioannis abbaute. Wir kamen zu zweit in die Triple-Links, da bin ich dann vorbei. Gegen Ende kam Horst Kespohl nochmals näher ran“, schilderte Oehler seinen Sieg.

Horst Kespohl sammelte Führungskilometer in der STGT // Foto: Patrick Holzer

Dass der Vorsprung im Ziel auf über elf Sekunden anwuchs, lag an einer 10-Sekunden-Strafe, die Kespohl nach dem Rennen aufgebrummt wurde. Ohne die Strafe hätte der Abstand lediglich 1,9 Sekunden betragen. Mit seinem zweiten Platz konnte der Ferrari-Pilot dennoch gut leben: „Heute hat es richtig Spaß gemacht. Das Auto war perfekt. Ich war gut drauf und habe von Anfang an Biss gezeigt.“ Hinter Kespohl holte sich Thomas Vital im Ferrari 488 Challenge Evo den dritten Gesamtrang.

Kratzin und Ohlsson mit Klassensiegen
Die Cup 4 Klasse sicherte sich in beiden Rennen Carsten Kratzin (BMW M4 GT4 F82), der vor Uwe Hedderich (Porsche Cayman GT4) das Ziel gesehen hatte. In der Cup TC feierte Pia Ohlsson (VW Scirocco) einen Doppelsieg vor Farin Megger (BMW M2 Cup).

Carsten Kratzin siegte zweimal in der Cup 4 // Foto: Patrick Holzer

„Beim Start konnte ich direkt zwei schnellere Autos überholen, die musste ich aber nach der Hälfte des Rennens wieder vorbei lassen. Farim ist ja aus der Box gestartet, das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Den Sieg konnten wir so gut nach Hause bringen“, so Pia Ohlsson zum zweiten Rennen.