Die VFV GLPpro startete am Samstag in drei Startgruppen auf dem Hockenheimring in die neue Saison. Ausrichter war der MSC Stuttgart mit der traditionsreichen Veranstaltung „Preis der Stadt Stuttgart“.
In der Startgruppe A setzte sich bei den Tourenwagen der Niederländer Scott Kleijsen (Mercedes-Benz 190) mit 3808 Strafpunkten durch. Platz zwei ging an Günter Ullrich (BMW M3 E36 GTR) mit 4064 Strafpunkten. Ullrich startete erstmals mit dem neu aufgebauten M3 und zeigte sich mit der Premiere seines Boliden hochzufrieden: „Wir sind glücklich, dass wir den M3 auf GTR umbauen konnten. Der Wagen ist bei uns in der Werkstatt entstanden, es gab keinerlei Probleme. Er fährt sich genial und macht riesigen Spaß. Ich bin direkt Bestzeit gefahren – schon letztes Jahr mit Bestzeit verabschiedet und jetzt wieder eingestiegen. Mit Platz zwei in der Wertung hätte es kaum besser beginnen können.“ Rang drei in der Tourenwagenwertung ging an Alex Brinkmann (Ford Escort MK1) mit 5951 Strafpunkten. Timoteusz Rusinek (BMW E36 328i) und Marius Friemelt (Opel Astra) komplettierten die Top fünf.

Ebenfalls schnell und konstant unterwegs war Patrick Hug aus Freiburg. Mit seinem Porsche 964 sicherte er sich in der GT-Wertung der Startgruppe A den Sieg mit 4064 Strafpunkten: „Über den Sieg habe ich mich sehr gefreut. Nach dem kuriosen Zeittraining mit 25 Minuten unter FCY und Startplatz 29 hätte ich es nicht erwartet. Im Wertungslauf konnte ich bei vielen Überholungen und durch die umsichtige Fahrweise der anderen Teilnehmer sehr gleichmäßig fahren. Auch die Ehrenrunde für Gaby mit so vielen Autos war sehr emotional.“ Der amtierende Champion Christian Richter (Porsche 968 CS) erwischte ebenfalls einen gelungenen Start in die neue Saison und wurde mit 4377 Strafpunkten Zweiter der GT-Wertung. Das Podium komplettierte Oliver Neidull (Porsche 911 Carrera 3.0) mit 5369 Strafpunkten. Wolfgang Ziegler (Ginetta G20) und Karl-Heinz Reck (Porsche 968 CS) folgten auf den weiteren Plätzen.
Einen herausragenden Durchgang zeigte Dirk Stützer (Ford Escort RS2000 MK5). Mit lediglich 922 Strafpunkten holte er nicht nur den Sieg in der Tourenwagenwertung B, sondern auch das beste Gesamtergebnis des Wochenendes: „Letztes Jahr hatten wir zwei Motorschäden und viel Arbeit vor der Saison, um hier überhaupt wieder an den Start zu gehen. Mit so einem Ergebnis zurückzukommen ist natürlich hervorragend. Im Lauf hat alles perfekt funktioniert, es ging sehr fair zu und es gab keinerlei Probleme.“ Platz zwei ging an Alina Hug (BMW 318is) mit 1287 Strafpunkten. „Alles hat gepasst. Ich hatte viele schöne Zweikämpfe und sehr viel Spaß im Rennen. Über den zweiten Platz freue ich mich sehr“, so Alina Hug. Dritte wurde Sabrina Stalder (BMW E36 M3 GTR) mit 1572 Strafpunkten. Die weiteren Plätze belegten Philipp Olsen (Renault R5) und Thomas Herzog (BMW M3 E36).
Die GT-Wertung der Startgruppe B gewann Volkmar Neumann (Triumph TR4) mit 1417 Strafpunkten vor Stephan Lewitzki (VW Scirocco) mit 1527 Strafpunkten. Werner Pfisterer (Alfa Romeo GT Junior) folgte mit 1611 Strafpunkten. Die Top fünf komplettierten Vorjahressieger Tobias Niederelz (Porsche 924 2.0) und Arnold Packbier (VW Scirocco 1).
Bei den Formelfahrzeugen ging der Sieg an Dirk Juilfs (Opel Lotus MK1) mit 1618 Strafpunkten. Er verwies Lutz Crackau (Zagk S20-9) mit 2060 Strafpunkten auf Platz zwei. Dritter wurde Beat Amacher (Dallara F 388) mit 2440 Strafpunkten. Die Plätze vier und fünf belegten Michael Diewald (Caldwell D9 Formel Ford) und Dr. David Schneider (Reynard Opel Lotus MK II). In der Sportwagengruppe setzte sich Michael Hölz (TIGA SC 79) mit 4675 Strafpunkten durch. Es folgten Klaus Teweddell (Ginetta G12) mit 6980 Strafpunkten sowie Mathias Marschhäuser (PRC S2000) mit 10744 Strafpunkten.
Der Start in die neue Saison verlief sportlich reibungslos und bot ein starkes Teilnehmerfeld sowie spannende Wertungsläufe. „Es war eine gelungene Auftaktveranstaltung in Hockenheim, bei bestem Wetter, gewohnt perfekter Organisation durch den MCS Stuttgart und viel Action auf und neben der Strecke. Ich bin mehr als zufrieden mit den Starterzahlen. Jetzt freuen wir und aus unsere zweite Veranstaltung im tschechischen Most“, so Felix Vaillant zur sportlichen Seite.
Überschattet wurde der gelungene Auftakt jedoch vom überraschend frühen Tod der langjährigen Pilotin Gaby Grindler im Vorfeld der Veranstaltung. Die Fahrerkolleginnen und -kollegen ehrten sie mit einer eindrucksvollen Präsentationsrunde von nahezu 150 Fahrzeugen auf der Strecke. „Wir sind tief erschüttert über den plötzlichen und unerwarteten Tod von Gaby. Mit Gaby verlieren wir einen wundervollen Menschen und engagierte Mitorganisatorin – sie war die gute Seele im Hintergrund. Wir werden sie vermissen! Unser aufrichtiges Beileid gilt ihrem Mann Rainer und der gesamten Familie.“