Kaum ist eine erfolgreiche STT Saison zu Ende, geht es in bereits acht Wochen schon wieder los. Vom 1. bis 3. Mai findet dann auf dem Hockenheimring der Auftakt zur neuen und 41. Saison statt. Doch zuvor wollen wir nochmals auf 2025 mit einigen Zahlen und Statistiken zurückblicken.
Am Ende ließ Kenneth Heyer auf seinem Weg zum Meistertitel nichts anbrennen. Souverän sicherte sich der Mercedes-Pilot die Meisterschaft vor Stefan Wieninger und Roger Vögeli. Der Titel war verdient. Heyer stand in jedem Rennen auf dem Gesamtpodium. Damit ist Heyer nach Henrik Larsen, Kurt Thiim und Oscar Tunjo der vierte Mercedes-Pilot, der sich einen Meistertitel in der STT holen konnte.

Mit einem Doppelsieg feierte Kenneth Heyer den perfekten Saisonstart. Der erfahrene GTPilot leckte Blut und schrieb sich noch in die Serie ein. Es sollte sich auszahlen. Weitere Gesamtsiege für Heyer folgten auf dem Nürburgring, Red Bull Ring, Oschersleben und Spa-Francorchamps. Engster Kontrahent um den Titel sowie auf der Strecke war Stefan Wieninger. Der ließ beim vierten Saisonrennen Heyer auf dem Nürburgring erstmals hinter sich. Noch dreimal siegte Wieninger. Mit Thomas Westarp kam im Laufe der Saison ein weiterer schneller Gaststarter hinzu, der in Oschersleben seinen Premierensieg in der STT feierte. Beim Finale in der Eifel holten sich noch Jay Mo Härtling und Michael Sander bei ihrem gemeinsamen Start ihren ersten Sieg in der STT ab.
Kein Fahrer stand so oft auf dem Gesamtpodium wie Kenneth Heyer. Der neue STT Champion landete in jedem Rennen der Saison auf dem Stockerl. Fünf zweite Plätze sowie ein dritter Platz beim Finale ließ sich Heyer notieren. Achtmal landete Stefan Wieninger unter den ersten Drei, jeweils vier Podestplätze gingen an Thomas Westarp und die Markenkollege Pierre Lemmerz/Alex Kroker. Dreimal fuhr Lambo-Pilot Michael Golz aufs Treppchen, zweimal das Mercedes-Duo Sander/Härtling. Beim STT Gastspiel auf dem Red Bull Ring trumpften die KTM-Piloten ganz groß auf. Ohne die technischen Probleme hätte es wohl sogar den ersten KTM-Sieg in der STT gegeben. So holten sich Rudi Happel, Marius Aigner und Hermann Berger jeweils eine Platzierung auf dem Podium.
Viel Abwechslung bot die Division 2, wo es gleich neun unterschiedliche Sieger gab. Drei Teams gelangen zwei Erfolge. So waren Jürgen Hemker, Arpad Viszokay und das Duo Hammer Down Amigo/Michael Crossley-Wright je zweimal siegreich. Je einen Sieg holten sich Andreas Bischoff, Gilles van Houtom, Marc Wiezorrek, Manolo, Wilhelm Kühne/Tim Neuser und Gunter Neumann/Phil Dörr. Gleich achtmal gelang Hammer Down Amigo/Michael Crossley-Wright der Sprung aufs Podium. Mit sieben Treppchenplatzierungen war Jürgen Hemker ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs. Und auch ein Gaststarter überzeugte. Marc Wiezorrek stand fünfmal auf dem Stockerl.
Heiß umkämpft war zudem die neu geschaffene Division III. Vor allem nachdem Roland Hertner den Lamborghini gegen den Hyundai tauschte, stieg die Spannung noch einmal mehr. Bei seinen sechs Rennen im TCR-Cockpit siegte der Routinier gleich viermal. Divisions-Champ Roger Vögeli holte drei Siege, während der schnelle Youngster Elias Funke und David Stein zweimal auf die Eins fuhren. Ein weiterer Sieg ging an Jürgen Gerspacher. Warum Roger Vögeli den Divisions-Titel sowie Platz drei im Gesamtklassement einfuhr, zeigt der Blick in die Statistik. Der Eidgenosse leistete sich keinen Ausfall und stand bei allen zwölf Rennen auf dem Treppchen. Teamkollege Elias Funke,der den Junioren-Titel einfuhr, schaffte dies insgesamt achtmal.
In der Division IV wurde es trotz der Siegesserie von Yannik Bohmann noch einmal spannend. Nach seinem Ausfall kam Kira Gerspacher noch einem gefährlich nahe, am Ende reichte es aber zum Titel in der Divisions-Wertung. Hierbei gelangen Bohmann neun Siege, während Kira Gerspacher einmal siegte. Beim Finale war dagegen Gaststarter Robert Wehlandt unschlagbar.
Die im kommenden Jahr nicht mehr ausgeschriebene Porsche Division V sah zwei verschiedene Sieger. Jorma Vanhanen siegte viermal, Thomas König lag zweimal vorne.
Gegenüber der letzten Saison gingen die Starterzahlen noch einmal nach oben. Waren 2024 im Schnitt noch 22 Piloten am Start, waren diesmal 26 Piloten pro Rennen. Vor allem das Finale war mit 34 Startern sehr gut besetzt. Davon waren mit Kira Gerspacher, Sandra Pawlowitz und Heike Schürmann auch drei schnelle Frauen mit von der Partie. Auch die Rückkehr auf den Red Bull war mit 26 Teilnehmern ein voller Erfolg.
Groß war die Vielfalt mit 16 verschiedenen Marken. Besonders erfolgreich war Audi. Fünf Gesamtsiege und 16 Podiums in der Division 1 sowie zwei Siege und zehn Podiumsplätze in der Division II lautete die Erfolgsbilanz.