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Spezial-Tourenwagen-Trophy
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Spezial Tourenwagen Trophy bei der Bosch Hockenheim Historic
Team War Machine in Hockenheim
Am ersten Rennwochenende in Hockenheim wurden Erwartungen erfüllt und auch nicht erfüllt. Wenn uns jemand vor dem Wochenende einen fünften und einen siebten Platz gesamt sowie zwei zweite Plätze in der Klasse versprochen hätte, hätten wir dies gerne angenommen. Die Situation aber machte uns, zumindest am Sonntag, etwas traurig. Doch nun zum gesamten Wochenende.
 © Patrick Holzer
 Technikteufel verhindert einen Podestrang
Die Qualifyings waren mehr schlecht als recht. Hockenheim liegt unserem Fahrer einfach nicht so sehr. Weniger dabei der Anspruch von Hockenheim, eher das Layout der Strecke, welches teilweise sehr hohe Anforderungen an die Bremsanlage stellt. Aber insgesamt waren wir in beiden Qualifyings 2,5 Sekunden schneller als in der schnellsten Runde des letzten Jahres (die wir im übrigen im Rennen fuhren, was wieder einmal bestätigt, dass Ralf nicht der beste Quali – Fahrer ist). Kurzum, wir starteten in Rennen Eins von Position Acht sowie in Rennen Zwei von Position Sieben, also immer aus der vierten Startreihe. Vor uns die ganz großen Brocken und unsere Freunde von cayman-speed.

Das erste Rennen war schön und spannend. Bereits vor dem Rennen hatte Rainer Lutz mit Ralf klar gemacht, dass wir nicht gegenseitig Risiko fahren, sollte Ralf schneller sein auf der Geraden. Als es dann soweit war, wurde Ralf ganz rechts liegend um ein Haar von Rainer abgeschossen, der Ralf im toten Winkel nicht erwartet hatte. Wir mussten aufs Grün, um eine Kaltverformung zu vermeiden. Rainer drehte sich anschliessend bei der Mercedes – Tribüne, sodaß wir dessen Position einnahmen. Das erste Rennen wurde zum ersten Mal in den Top Five als Fünfter abgeschlossen, was uns sehr glücklich und zufrieden machte, zumal wir auch einen Pokal als Klassenzweiter ergatterten. Sehr fair
fanden wir die Geste von Reiner Lutz, der sich sofort nach dem Rennen für das etwas knifflige Manöver entschuldigte.

Jürgen Holzer

Ralf Karst war in Hockenheim gut unterwegs

Beim zweiten Rennen ging die „War Machine“ wie die Hölle. Wir fuhren nochmals eine Sekunde raus, hatten damit unser Saisonziel „eine bis drei Sekunden schneller als im letzten Jahr“ bereits erfüllt. Ralf überholte auf der Parabolica fast alles, was Rang und Namen hat und konnte sich so auf Platz Drei in der Gesamtwertung vorkämpfen. Dies blieb auch so bis ca. drei Runden vor Schluss, dann kam die Zeit des Motor – Notprogramms. Der Abstand zu Sven Fisch war immer gleich geblieben, eine Attacke war eigentlich nicht mehr zu erwarten, daher schmerzte das Notprogramm so sehr. Bereits am Donnerstag im freien Fahren war der Motor einmal ins Notprogramm gewechselt. Wir maßen der
Sache aber keine Bedeutung bei. Aber nun zeigte sich, dass bei Ende Start – Ziel und Fahren mit der linken Seite auf den Curb wieder einmal vermutlich der Sensor oder die Turbos verrückt spielten. Ralf musste insgesamt sechsmal den Motor ausmachen und wieder starten, um einige Male doch noch Gas geben zu können. Die letzten drei Runden waren aber damit hin. Es überholten einige, auch Marcel Jurda, der damit sogar Klassensieger wurde. Auch der zweite Pokal für den zweiten Platz in der Klasse konnte nicht trösten, denn das war der Tag, an dem wir zum ersten Male hätten auf dem
Podium stehen können. Und das auf dem nicht geliebten Hockenheimring. Aber „Hätte, Wenn und Aber“, das ist nicht die Realität. Tatsächlich sind wir 3,5 Sekunden schneller gewesen als letztes Jahr, und das gibt Hoffnung für die Saison !

Wir werden nun in der Zwischenzeit bis zum Nürburgring eine Lösung der elektronischen Probleme suchen, damit wir zukünftig in Schlagdistanz sind. Denn bei aller Euphorie bleiben wir auf dem Teppich der Realität: Eine tatsächliche Gefahr für die Vipern und Rene mit seinem Porsche sind wir (noch) nicht! Wir haben einen Tierarzt beauftragt, der uns ein Gegengift für die Vipern mischen soll. Der hat sich aber als nicht zuständig erklärt, weil seine Vipern andere Leistungen haben als die von Perti, Daniel und Rüdiger….
Team War Machine
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Artikel vom 23.04.2012

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