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STT H&R Cup - Stimmen zum Finale auf dem Nürburgring
Am Schluss wurde ich doch noch nervös 
In einem äußerst spannenden Finale fiel am letzten Wochen- ende im STT H&R Cup die endgültige Entscheidung, wer 2011 den Titel mit nach Hause nehmen durfte. Drei Fahrer, Christopher Gerhard, Pertti Kuismanen und Joachim Bunkus hatten noch die Chance auf die STT Meister- schaft. Erst im letzten Rennen der Saison fiel die Entschei- dung. Joachim Bunkus (Triumph Dolomite) hatte mit einem Pünktchen Vorsprung letztendlich die Nase vorn.
 © Jürgen Holzer
 Sektdusche für den neuen STT Champion Joachim Bunkus 
Christer Gislerud: Ich hatte Probleme mit den Reifen, die am Anfang einfach zu kalt waren. Es dauerte mehrere Runden bis sie auf Temperatur kamen. Danach konnte ich erst richtig Gas geben und angreifen. Im zweiten Rennen war es ein schöner Kampf mit der Viper. In den Kurven hatte ich Vorteile, aber auf den Geraden war die Viper einfach schneller als mein Auto. Aber es ist ok, wie das Wochenende gelaufen ist.

Daniel Schrey: Dass wir gestern noch lange geschraubt haben, hat sich letztendlich noch bezahlt gemacht. Zweimal auf das Gesamtpodest, damit kann ich sehr zufrieden sein. Nach dem Schaden an der Kardanwelle in Zolder sind die Geräusche immer noch da. Das ist dann ein Kopfproblem. Man wartet immer, dass sie wieder durch die Mittelkonsole kommt. Jetzt werden wir über Winter das Auto gründlich durchschauen. Wenn die Viper richtig geht, bin ich ganz vorne dabei.

Rene Snel: Zweimal Gesamtzweiter ist ein gutes Ergebnis. Damit bin ich sehr zufrieden. Die Rennen waren spannend. Im ersten Rennen war es kritisch mit dem Dreher von Pertti Kuismanen. Da musste ich völlig runterbremsen um ihm nicht voll in die Seite zu fahren. 

Jürgen Holzer

Vizemeister Christopher Gerhard und Drittplatzierter Pertti Kuismanen

Achim Heinrich: Wir hatten Probleme mit den Reifen. Die Temperaturen waren zu kalt. Wir haben die Reifen einfach nicht richtig zum Arbeiten bekommen. Das hat man dann besonders in den Kurven gemerkt, da das Auto so richtig über alle vier Räder geschoben hat. Es hätte daher schon noch ein bisschen besser gehen können. Aber zweimal Klassensieg und das Auto ganz, ist dann doch ok.

Ralf Karst: Obwohl unsere beste Qualizeit gestrichen wurde, weil ich mit allen vier Rädern über die weiße Linie kam, bin ich letztendlich doch sehr zufrieden. Es war sehr kalt und daher sehr schwierig zu fahren. Wir sind in der Klasse zweimal dritter geworden. Das ist eigentlich optimal. Das haben wir uns als Ziel gesetzt. An Daniel Schrey und Rene Snel können wir noch nicht ran. Aber wir sind sehr zufrieden.

Edy Kamm: Wie schon in Zolder war das natürlich ein tolles Wochenende mit zwei Siegen für mich. Die Rennen haben Spaß gemacht. Nach dem Start musste ich mich wieder nach vorne kämpfen, was auch gut geklappt hat.

Jürgen Holzer

Edy Kamm mit Doppelsieg beim Finale

Jörg Bernhard: Im zweiten Rennen war Joachim in der ersten Runde sehr gut und war ein paar Sekunden weg. Ich bin dann aber nochmals rangekommen. Hatte dann aber Zündaussetzer und musste schauen, dass ich meinen zweiten Platz ins Ziel bringe. Das erste Rennen hat tierisch Spaß gemacht. Es war ein toller und fairer Kampf auf der Strecke. Ich glaube wir haben fünfmal die Positionen gewechselt. Es macht immer Spaß gegen Joachim zu fahren. Nach den Niederschlägen am Anfang der Saison war es jetzt am Ende gut und ich konnte noch etwas aufholen. Über den Winter werden wir uns was einfallen lassen und dann im nächsten Jahr angreifen.

Joachim Bunkus: Das erste Rennen war sehr spannend und ich denke Jörg Bernhard und ich haben ein tolles Rennen geboten. Es war natürlich nur der falsche Einlauf. Es wäre besser gewesen wenn ich erster geworden wäre. Aber es hat am Ende doch noch gerade so gereicht. So ist es viel schöner, wenn es am Ende so richtig spannend ist. Im zweiten Rennen wurde ich noch einmal richtig nervös. Ich hatte im letzten Drittel plötzlich Probleme mit der Schaltung und keinen fünften und sechsten Gang mehr, das sich aber Gott sei Dank wieder gelegt hat. Da hörst du dann auf alle Geräusche. Aber es hat doch alles geklappt.

Christopher Gerhard: Ich bin froh, dass ich das Rennen überhaupt habe bestreiten können. Ich wurde vor einigen Tagen an der Hand operiert und konnte nur mit Schmerzmittel fahren. Habe aber eine gute Performance gehabt. Da kann ich sehr zufrieden sein. Ich bin jetzt Vizemeister, wäre natürlich lieber Meister geworden. Aber mit Joachim Bunkus hat es einer geschafft, dem ich das auch wirklich gönne. Es hat halt nicht sollen sein. Ich fahre aber trotzdem, sagen wir mal zu 95 Prozent zufrieden nach Hause.

Pertti Kuismanen: Das war heute natürlich nicht gut für mich. Im ersten Rennen brach die Kupplung und dann kam das Aus. Im zweiten Rennen bekam ich eine Stop and Go. Ich soll die weiße Linie überfahren haben. Ich weiß es aber nicht. Das hat viel Zeit gekostet und konnte ich nicht mehr aufholen. Mit dem Ford habe ich auf den Geraden keine Chance gegen den schnellen DTM Audi. Mit der Viper kann ich am Nürburgring und in Hockenheim auf Sieg fahren. Auf den kurzen Strecken und engen Strecken ist der Ford GT besser. Wir werden über Winter die Viper wieder richten und im nächsten Jahr fahre ich dann vielleicht mit der Viper und mit dem Ford.

Jürgen Holzer

Jörg Bernhard lieferte sich einen heißen Kampf mit dem neuen STT Champion

Jürgen Holzer
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Artikel vom 27.10.2011

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