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| STT Pilot Ralf Karst im Gespräch |
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| Der Wagen ist unsere Kriegsmaschine getreu AC/DC |
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Mit
einem 993 Carrera S hat alles angefangen. Ralf Karst
absolvierte sein erstes Sport- fahrertraining. Das war im
Jahr 2002. Seitdem ließ ihn der Wunsch Rennen zu fahren
nicht mehr los. Der Rennbazillus hatte den Ingenieur aus
Bit- burg gepackt. Die ersten Erfah- rungen im Rennsport
sammelte Ralf Karst im Porsche Sports Cup. Nach zwei
Jahren suchte der Porschefahrer ein neues
Betätigungsfeld. Die STT wurde zur neuen sportlichen
Heimat des Team War Machine.
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Patrick Holzer |
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| Ralf
Karst in seiner ersten kompletten STT Saison |
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2011 ist deine erste komplette STT Saison. Wie bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?
Wir wussten nicht so ganz, was dieses Jahr bringen würde. Erstmals auf Slicks
unter- wegs, mit einem komplett anders eingestellten Wagen, das war eine Herausforderung. Wir wollten diese Saison nutzen, um uns alle an etwas mehr Professionalität zu gewöhnen und durchaus aber auch nach vorne zu fahren. In Hockenheim ist uns das nicht ganz gelungen, wir hatten aber auch ein wenig Pech mit dem Reifenplatzer und anderen Sachen. Aber erstmals konnten wir zeigen, dass wir zwar viel Blödsinn machen, aber im entscheidenden Moment mit ganzem Einsatz dabei sind. Salzburg und Zolder waren, so denke ich, gute Erfahrungen. P 6 und 7 gesamt auf Rennstrecken, auf denen ich noch nie gefahren bin, das ist gut.
Wie sieht deine Zielsetzung für die restlichen vier Rennen aus?
In Spa wollen wir fortsetzen, was in Zolder eigentlich recht gut war: Noch weiter nach vorne fahren. Wir werden mit den starken leichten Autos nicht konkurrieren können, weil wir einfach noch immer viel zu schwer sind, aber auf den langen Geraden geht unser Auto recht gut. Assen kenne ich nicht, also einfach mal fahren und kommen lassen. Dann wieder Zolder, das wird evtl. noch besser, weil jetzt bekannt. Der Nürburgring ist eine Strecke, die ich kenne. Dort wollen wir ebenfalls unter die Top 10. |
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Jürgen
Holzer |
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Ralf Karst vor
dem Start am Salzburgring |
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Der Kalender in dieser Saison ist von den Rennstrecken her recht
abwechslungs- reich. Hast du eine spezielle Lieblingsrennstrecke?
Ich muss sagen, dass mir Zolder sehr gut gefallen hat, auch wenn von der Charakteristik eher Spa zu unserem Auto passt. Für Zolder müssten wir noch locker 100 bis 150 kg leichter werden, dann wäre es top. Spa ist meine Lieblingsstrecke, so ein bisschen
Nordschleifenfeeling…
2010 bist du das erste Mal in der Spezial Tourenwagen Trophy gestartet. Wie kam es dazu?
Wir sind zwei Saison lang im Porsche Sports Cup gefahren, haben aber dort Erfahrungen gemacht, über die ich nicht sprechen möchte. Der Sports Cup ist irgendwie Rennsport, aber doch kein richtiger, man kommt sich so vor, als ob die „großen“ Teams bevorteilt werden und auch die Teams der Porsche Zentren. Es hat halt nicht gepasst. Die STT wurde uns von einem Kumpel bei ISA Racing empfohlen. Daraufhin bin ich einfach mal mitgefahren und zack, da sind wir..
Was gab dann den Ausschlag die komplette STT Saison 2011 zu fahren?
Wir diskutierten, ob wir den Schritt gehen sollten, den Ausschlag gab dabei, dass wir mittlerweile ein Sechs – bis Sieben – Mann Team sind, dass völlig motorsportverrückt ist. Ohne die Unterstützung von Dr. Ernst, Dr. Drift, Luke,
Gena, Chris, Dinggel und schlussendlich auch Dr. Food wäre das Abenteuer STT für mich nicht möglich. Fachkundige
Tipps bekamen wir von Michele Rinaldi und Holger Zimmermann, auch damit konnten wir erst zu einem richtigen, „eigenen“ Team werden, das zwar über wenig Equipment verfügt, dafür aber den richtigen Sportsgeist hat. |
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Patrick
Holzer |
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Der Porsche
997 GT2 erhielt über Winter ein neues Outfit verpasst |
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Dein Porsche 997 GT2 sah bei deinem Debüt in Colmar noch recht zahm aus. In Hockenheim werden ihn die meisten Fans zunächst überhaupt nicht erkannt haben. Was wurde am Fahrzeug den Winter über verändert?
Wir haben bei Zimspeed das Heck, Heckflügel, die Front machen lassen. Rinaldi hat uns motortechnisch betreut und dafür gesorgt, dass wir standfest fahren können, evtl. nicht das letzte Quentchen aus dem GT 2 Motor rausgeholt, dafür aber sichere Leistung. Auch das eine Erfahrung aus dem Sports Cup, dort wurde viel versprochen, aber tatsächlich wenig nachweisbar gebracht.
Außerdem haben wir selber die Scheiben hinten gewechselt. Ansonsten haben wir noch komplett Serie im Auto, deswegen sind wir auch immer noch viel zu schwer. Aber die Karre sieht jetzt zumindest geil aus.
Du bist relativ spät in den Motorsport eingestiegen. Wie kam es dazu, dass du jetzt in halb Europa auf den Rennstrecken deine Kreise ziehst?
Ich habe mein erstes Sportfahrertraining im Jahr 2002 gemacht, damals auf einem 993 Carrera S. Seitdem war der Wunsch da, die Rennlizenz zu machen und Rennen zu fahren. Beim ersten fliegenden Start 2009 im Sports Cup schlug mir das Herz bis zum Hals vor Aufregung, AC/DC lief, ich war wie in Trance. Von da an war eigentlich klar, dass nichts dieses Gefühl schlagen kann, das Starten des Motors, das Rauswinken durch die Mechaniker, das Einfahren auf die Strecke….immer noch Gänsehaut pur….kann Golfen wirklich besser sein ? No Sir !!
Was war in den Jahren dein größter Erfolg? Was war dein schönster Moment?
Im Porsche Sports Cup hatte ich im ersten Jahr einen Mentor, der wirklich viel besser und auch länger fuhr wie Ralf Karst. Wir standen in der gleichen Box, er fuhr glaube ich einen 996 Cup. Er war immer schneller und besser, was seine Erfahrung und fahrerisches Können bewiesen. Ich habe heute immer noch großen Respekt vor ihm. In Oschersleben war es dann so, dass ich auf einmal in der vorletzten Runde hinter ihm war, ich glaube auf p10 oder so. Na ja, ich dachte, das wäre jetzt noch was ihn zu überholen. Da aber sein Wagen leichter und die Geraden in Oschersleben nicht so lang sind, war es schwierig. In der letzten Runde am Ende Start/Ziel in der langen Rechtskurve überholte ich ihn
außen, was ihn völlig verwirrte, weil er den Angriff nicht erwartet hatte. Er wehrte sich wie verrückt, aber ich hatte ihn. Das war richtig geil, besonders als er nach dem Rennen zu mir kam und das ganze mit Schaltproblemen erklärte. Wir freuten uns wie die Schneekönige, das war besser als ein Pokal. Ich war damit im Rennsport angekommen. Erfolge gab es noch nicht so viele, die kommen noch, wir sind dran. Für uns ist es schon ein Erfolg, mit dabei zu sein und hart aber fair mit den Kollegen zu fighten und Spaß zu haben.
Team War-Machine – ein ungewöhnlicher Name für ein Motorsportteam. Was hat es mit dem Namen auf sich?
Den Namen habe ich erfunden auf der Party meiner Nichte, da liefen ständig meine AC/DC CDs. Meine Töchter waren begeistert. Ich bin so stolz auf unser Team, der Name ist Programm. Der Wagen ist unsere Kriegsmaschine getreu AC/DC, denn er greift an, es soll Attacke bedeuten. Wir sind stolz darauf, den Kollegen in den Boxen die Dauerdröhnung AC/DC zu verpassen, denn das ist unsere psychologische Kriegsführung….Spaß beiseite, wir wollen damit einfach nur zeigen, dass Musik und Rennsport miteinander funktionieren und ich finde halt seit den Siebzigern AC/DC einfach geil. Letztes Jahr war ich deswegen auf
zwei Konzerten….ich werde glaube ich den Jungs aus Australien vorschlagen, dass sie mich mal ein wenig unterstützen sollen…damit sie mal bekannt werden !! |
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Jürgen
Holzer |
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Team war
machine mit Sportsgeist und Engagement eine große
Unterstützung für Ralf Karst |
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| Patrick Holzer |
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Artikel vom 30.06.2011
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