|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Sven
Fisch im Interview - Teil 1 |
|
| "Oben
auf dem Podest! Daran könnte ich mich gewöhnen!" |
|
 |
|
Viele
STT Fans waren Anfang 2009 überrascht, als Sven Fisch
nicht mehr mit dem bekannten C-Kadett in der STT
auftauchte. Sein Name zierte nun einen roten V8 STAR,
der erstmals im Frühjahr in Hockenheim getestet wurde.
Der Wunsch war aber schon länger da, einmal ein solches
Fahrzeug bewegen zu dürfen, wie der STT Meister von
2001 auto-rennsport.de im Interview verriet. Lesen Sie
hier den ersten Teil des großen Sommerinterviews. |
| ©
Jürgen Holzer |
|
| Neue
Erfahrung Podestplatz |
|
|
|
Der Saisonstart verlief für dich super, bei vier Rennen gleich dreimal aufs Gesamtpodest. Hättest du mit diesem Erfolg vor der Saison gerechnet?
Nein ,definitiv nicht. Die Ergebnisse waren teilweise auch etwas glücklich. Wir haben zwar gehofft, dass wir weiter vorkommen, da wir über den Winter doch einiges umgebaut haben. Dass es so gut läuft hatte ich nicht erwartet. Man muss aber dazu sagen,
dass ich auch vom Pech und Problemen der Gegner profitieren konnte.
Klassensiege warst du ja in der Vergangenheit gewöhnt. Wie ist es jetzt für dich ganz oben auf dem Balkon zu stehen?
Ich war dabei ganz furchtbar aufgeregt. Das war ein ganz toller Erfolg. Ich hatte lange davon geträumt, dass ich einmal da ganz oben stehe. Das war schon das erklärte Ziel, warum ich die beiden anderen Autos verkauft habe. Aber, dass es
so schnell und so gut gehen würde, war überraschend. Als ich dann das erste Mal am Nürburgring ganz oben auf dem Gesamtpodest stand, kam ich mir da noch etwas deplaziert vor, weil ich das bisher noch nicht gekannt habe. Es war ein ganz neues, seltsames Gefühl, aber man könnte sich daran gewöhnen (lacht).
Im Vergleich zur Vorsaison hast du einige Sekunden gefunden. Warum bist du im Vergleich zur Vorsaison schneller geworden?
Zum einen durch die Motorleistung, die wir verbessert haben. Wir haben 100 PS mehr herausgeholt. Ich muss da meinem langjährigen Motorbauer, der auch schon zu Zeiten des Kadett meine Motoren baute, ein großes Lob aussprechen für die hervorragende Arbeit, die auch noch bezahlbar ist. Zum anderen der Einbau eines Renn-ABS von Porsche, das auch nochmals einiges brachte. Außerdem fahre ich dieses Jahr mit neuen Reifen, wobei ich letztes Jahr noch auf gebrauchten Reifen aus der Langstrecke von 2006 unterwegs war. |
|
|

|
|
Jürgen
Holzer
|
|
Dreimal aufs
Podest in den ersten vier Rennen |
|
Den V8 STAR hast du seit letzter Saison. Wie kam es dazu, dass jetzt ein V8 STAR in Stuttgart steht?
Das war ein langer Traum. Schon damals als die Serie noch existierte, haben mir die Autos gefallen. Ich hatte immer den Traum eventuell mit Hilfe eines Sponsors bei einem der Rennen mitzufahren. Das hat leider nicht geklappt. Ich bin dann später mit Klaus Hackl bei der Langstrecke V8STAR gefahren und das lief auch bis zum
damaligen Crash sehr gut. Wir waren schneller als die Zackspeed Viper. Ich war damals dann einfach einen Tick zu euphorisch und habe das Auto dann leider kaputt gemacht.
Ab dem Zeitpunkt war der Wunsch nach so einem Auto eigentlich immer da. Anfangs war das noch relativ unrealistisch. Das Auto hatte ich aber schon lange im Blick und wurde von Molitor immer mal wieder zum Verkauf angeboten. Der V8STAR wurden dann vom Preis her günstiger und durch den Verkauf meiner beiden anderen Autos war es
finanziell auch möglich.
Ist der V8 STAR jetzt das sogenannte Sahnehäubchen auf deiner äußerst erfolgreichen Motorsportkarriere?
Ja, im Prinzip schon. Das wird jetzt auch mein Auto bleiben, ich kann mir da jetzt nicht vorstellen, dass ich mir ein anderes Auto kaufe. Es gab ja davor schon einige Überlegungen wegen eines neuen Autos. Ich wollte auf jeden Fall ein schnelleres Auto. Die Gedanken gingen zunächst in Richtung Sportwagen oder Formel 3000. Da hätte ich aber von der STT weg müssen und das wollte ich auf keinen Fall. Nach meinem Ausflug damals in den Divinol Cup war mir klar, dass die STT für mich die richtige Serie ist. Die Organisation, das Umfeld und die anderen Fahrer, das gefällt mir. Deshalb suchte ich ein schnelleres Auto, mit dem ich STT fahren kann. Alternativ wäre noch ein Porsche in Frage gekommen, aber für das Geld wäre nur ein 996-er
denkbar gewesen. Da kann man aber heute nichts mehr reißen. Somit war für mich der V8STAR die richtige Wahl. |
|
|

|
|
Patrick
Holzer
|
|
Seit 2009 im
Besitz von Sven Fisch |
|
Wenn du so auf die elf Jahre Rundstreckensport zurückblickst. Was waren die schönsten Momente für dich? Was waren die schlimmsten?
Einer der schönsten Momente war definitiv der STT Titel 2001, damals im kleinen
Auto und in der kleinen Klasse gegen Wolfgang Schrey mit dem Porsche in der
großen Klasse. Dann natürlich auch der Titel zwei Jahre später im Divinol
Cup. Aber jetzt im Moment mit dem V8STAR so weit vorne zu stehen gehört mit
Sicherheit mit dazu. Das ist für mich gleichwertig wie ein Titel. Ich fahre
zwar nicht mehr um den Titel, aber mittlerweile sehe ich das auch nicht mehr so
verbissen wie früher. Es ist ein gemeinsames Hobby mit meiner Freundin Petra,
die ja bekanntlich den Golf fährt. Der Spaß steht für mich im Vordergrund und
das ist für mich jetzt genauso schön.
Schlimm war für mich natürlich 2001 als am Sachsenring mein Kadett abgebrannt
ist. Das war natürlich eine ganz furchtbare Geschichte.
|
|
|

|
|
Patrick
Holzer
|
|
Gemeinsames
Hobby Motorsport verbindet |
|
Angefangen hast du im Motorsport eher holprig, nämlich
beim Autospeedway. Wie war die „wilde Zeit“ für dich?
Das war damals 1994 für mich der einzig mögliche Einstieg Motorsport zu
betreiben. Für 1500 DM konnte man damals eine ganze Saison fahren. Ich wollte
möglichst viel fahren, deshalb kam zum Beispiel Slalom für mich nicht in
Frage. Aber über den Autospeedway war es möglich für wenig Geld viel zu
fahren. Das hat sich damals über den DASV entwickelt. Zu vielen Leuten aus der
Zeit habe ich immer noch Kontakt und bin ja auch letztes Jahr in Most wieder
einmal beim DASV gefahren. Dass sich das so weiterentwickelt hätte ich selbst
nie gedacht. Rennsport, wie ich ihn heute betreibe, ist natürlich nur durch
meine Sponsoren Metallhandel Stuttgart und die Firma Orthwein aus Göppingen
möglich. Dafür meinen herzlichen Dank für die tolle Unterstützung.
2000 erfolgte der Einstieg als unbekannter Youngster in die STT. Dein C-Coupé war bald sehr beliebt bei den Fans, bei den Konkurrenten eher gefürchtet. Wie kam es zum Einstieg in die STT und wie zum C-Coupé?
Das war so ähnlich wie mit meinem heutigen Auto. Ich hatte hier schon länger
so ein Auto im Sinn und war vorher bereits viel mit C Kadett Limousinen auf der
Nordschleife gefahren. Ich habe das Auto von Andy Krell und Andy Scholz schon
vorher aus dem damaligen Divinol Cup gekannt. Als die beiden einmal beim DASV
mitgefahren sind, war ich von den ganzen technischen Finessen wie Hebeanlage,
Renngetriebe und Riesenbremse angetan. Eigentlich wollte ich so etwas schon
selbst bauen, aber die beiden wollten mit Motorsport aufhören und das Auto
abgeben. Zunächst wollte ich nur die Karosse, aber letztendlich kaufte ich dann
das komplette Auto.
|
|
|

|
|
Patrick
Holzer
|
|
STT und
Divinol Cup Meister mit dem Opel Kadett C Coupé |
| Teil
2 folgt demnächst |
| Patrick Holzer |
|
|
|
|
Artikel vom 09.08.2010
|
|
|
|
|
|
|
|
Anzeige |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|