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Porsche Carrera Cup 2. Lauf in Valencia
Hannes Plesse mit Aufholjagd zur Top 10 in Valencia
Eine Premiere feierte der Porsche Carrera Cup beim 2. Saisonlauf am vergangenen Pfingstwochen-ende (21. bis 23. Mai 2010). Zum ersten Mal war der weltweit schnellste Markenpokal im spanischen Valencia unterwegs. Und auch Hannes Plesse war zum ersten Mal dort im Renneinsatz unterwegs. “Wir hatten zwar schon einmal in Valencia getestet, doch das ist natürlich ein Unterschied zum Renn- wochenende“, so der Hodenhagener.
 © Susanne Roßbach
 Platz zehn für Hannes Plesse in Valencia
Im Freien Training verlief zunächst alles nach Plan auf dem 4,005 Kilometer langen Kurs Circuit Ri-cardo Tormo vor den Toren Valencias. Der 26-Jährige probierte mit seinem Team Schnabl Enginee-ring einiges aus. „Wir haben uns auch nicht verrückt machen lassen, dass wir teilweise die Top-Zeiten der Erstplatzierten nicht mitgehen konnten, da wir hauptsächlich für das lange Rennen eine Abstim-mung gesucht haben. Die Strecke beansprucht die Reifen unheimlich und man muss über die Distanz bei den hohen Temperaturen gut haushalten!“

Beim Qualifying gingen zwanzig 450 PS starke Porsche 911 GT3 Cup auf die Zeitenjagd. Das Team und Hannes Plesse hatten bereits vor dem Wochenende eine prima Abstimmung ausgearbeitet. Zu Beginn funktionierte es dann auch hervorragend. Doch dann traten die Probleme hervor. 

“Die Bremsverstellung von vorne nach hinten hatte sich unerklärlichwerweise verstellt. Selbst die hauseigenen Porsche-Ingenieure vor Ort hatten keine Erklärung dafür. Anstatt gleicher Bremsdruck-verteilung vorne und hinten, ist hinten der Druck 10 bar höher gewesen als vorne.“

Tendenziell fährt man vorne eher den höheren Bremsdruck! Kleine Unterschiede in der Druckvertei-lung sind normal, jedoch sind 10 bar Unterschied keineswegs normal. Und das spürte Hannes Plesse bereits in der zweiten Kurve beim harten Anbremsen einer Spitzkehre. Es gab kein Halten mehr auf der Hinterachse und es ging einmal quer durch das Kiesbett. „Danach war das Qualifying gelaufen!“, so Plesse. Und weiter: „Keine vernünftigen Reifen mehr und die Zeit lief davon. Am Ende war es nur Platz 15.“

Susanne Roßbach

Hannes Plesse vor dem Start im Porsche Carrera Cup

Die Porsche-Techniker überprüften nach dem Zeittraining das Fahrzeug, um das Problem zu lokalisie-ren. Auf den Daten klar zu erkennen, konnte trotzdem keine eindeutige Fehlerursache gefunden wer-den und die komplette Bremsanlage wurde vor dem Rennen getauscht.

Am Sonntag ging Hannes Plesse mit einem frischen Reifensatz ins Rennen. „Am Anfang konnte ich den neuen Reifen im Verkehr nicht völlig ausnutzen..“ Trotzdem fuhr er von P15 auf Rang 10 nach vorne, obwohl auf der Strecke das Überholen unheimlich schwierig ist. 

Fazit von Hannes Plesse: „Wichtig war, dass ich ins Ziel gekommen bin und Punkte geholt habe. Es hätte sicherlich noch besser ausgehen können, aber durch die technischen Probleme mit der Bremse blieb mir das bislang noch versagt. Aber die Tendenz zeigt, dass wir von einer TOP 5-Platzierung nicht weit entfernt sind, wenn alles zusammen funktioniert.“

Der nächste Lauf des Porsche Carrera Cup findet vom 04. bis 06. Juni 2010 auf dem EuroSpeedway in der Lausitz statt.
Ralph Monschauer

Artikel vom 26.05.2010

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