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Porsche Carrera Cup Deutschland - Rennen1 
Philipp Wlazik mit toller Leistung beim Saisonstart
Auf Platz fünf fuhr Philipp Wlazik beim Saisonstart des Porsche Carrera Cup vor 91.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring über den Zielstrich. Doch dann verhängte die Rennleitung eine 60-Sekunden-Strafe gegen den Gladbecker. “Ich denke nicht, dass die Strafe berechtigt war. 
Wir haben dagegen auch Protest eingelegt, doch der wurde nicht mehr angenommen. 
 © Volker Lange
 Philipp Wlazik - von Platz fünf zurückgesetzt
Sehr schade, denn das Auto war super vom Team vorbereitet und mit Platz fünf wäre es ein gerechter Lohn gewesen“, so Philipp Wlazik nach dem Rennen. Im Team Attempto Racing PZ Nürnberg startet der 22-Jährige in dieser Saison erneut in den Porsche Carrera Cup. Seine Teamkollegen sind Nicki Thiim (DK), Jimmy Johansson (S) und Jiri Janak (CZ). 

Schon beim freien Training am Freitag konnte der Gladbecker mit Platz neun überzeugen. Noch besser lief es dann beim Qualifying am Samstag, als er mit Startplatz sieben ein sehr gutes Resultat im starken Feld erzielte. „Es wäre vielleicht sogar noch etwas mehr nach vorne möglich gewesen, doch das spare ich mir dann für das Rennen auf“, lachte der Youngster nach dem Zeittraining.

Am Sonntagmittag startete der Porsche Carrera Cup kurz vor dem Rennen der DTM in ihren 1. Lauf. Und Philipp Wlazik konnte sich Beginn an bestens ins Szene setzen. Er hielt sich aus brenzligen Situationen heraus und fuhr eher einen Tick defensiv. „Ich wollte diesmal zu Saisonbeginn auf jedenfall punkten, daher riskierte ich nicht alles.“ 

Diese Taktik ging hervorragend auf und immer weiter fuhr er der Spitze entgegen. Der Dreikampf mit seinem Teamkollegen Nicki Thiim und Christian Engelhart begeisterte die Fans auf der Tribüne. Bis es kurz vor Schluß des 18-Runden-Rennens zum Zwischenfall kam. „Christian Engelhart und Nicki Thiim hatten vor mir einen Zweikampf. Dabei entstand innen eine Lücke in die ich rein gefahren bin. Engelhart kam mir dabei immer näher und traf mich“, gab Wlazik zu Protokoll. Dabei drehte sich Engelhart und fiel zurück. „Ich habe mich weder verbremst noch bin ich aggressiv gefahren, sondern saubern in die Ecke reingefahren und dann sogar noch auf die Wiese ausgewichen.“

Die Rennleitung entschied anders und verhängte drei Runden vor Schluß eine Drive-Throug-Strafe. Dabei kam es zur nächsten Ungereimtheit. „Ich habe das Schild in der drittletzten Runde gesehen. In der nächsten Runde war es aber 100%ig nicht mehr da. Dann dachte ich, der Vorgang wird untersucht und bin auf Platz fünf über den Zielstrich gefahren.“

© Volker Lange  

Philipp Wlazik fuhr auf Platz fünf über das Ziel - wurde dann aber zurückgesetzt

Als es dann kurz nach Rennende zu einer 60-Sekunden-Strafe kam, mit der er bis auf Platz 16 zurückfiel, war der Schock groß. „Wir haben uns dann entschieden gegen diese Vorgehensweise Protest einzulegen.“ Zunächst fühlte sich laut Vater Karl Wlazik niemand in der Rennleitung dafür zuständig. „Als wir dann den Protest und die Gebühr entrichtet hatten, erklärte man lapidar, das wir drei Minuten zu spät Protest eingelegt hatten! Das muss man sich mal vorstellen. Zunächst laufen wir von Pontius zu Pilatus, bezahlen das Geld und dann ist der Protest zu spät und wir können wieder gehen. Das Geld wird aber behalten.“

Philipp Wlazik fühlte sich sehr unwohl bei dieser Situation: „Da ist man vollkommen hilflos. Schön wäre gewesen, die Rennleitung hätte sich den Vorgang nochmals angeschaut und ich hätte meine Sicht der Dinge darlegen können. Das wurde alles abgelehnt...!“

Unter dem Strich bleibt jedoch die Erkenntnis von Teamchef Arkin Aka: „Philipp hat ein super Rennen gefahren. Vom Speed her war er sehr schnell und Platz fünf wäre gerechtfertigt gewesen.“ Im Fahrerlager war die Mehrheit ebenfalls der Meinung, das die Strafe viel zu hart gewesen sei.

Doch bereits in 14 Tagen hat Philipp Wlazik wieder die Gelegenheit seine tolle Form und Talent erneut zu zeigen. Dann geht es am 31. Mai 2009 mit dem 2. Lauf des Porsche Carrera Cup auf dem EuroSpeedway weiter.
Ralph Monschauer

Artikel vom 18.05.2009

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