Sven Barth meldet sich mit Doppelsieg zurück

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Sven Barth holte zwei Start- und Zielsiege // Foto: Patrick Holzer

Mit zwei Siegen meldete sich Sven Barth (Ginetta LMP3) in der Sports Car Challenge eindrucksvoll zurück. Souverän schnappte sich Barth die Erfolge vor Mirco Schultis (Oreca FLM09) bzw. Benjamin Hotz (Ligier Turbo). Hotz fuhr beide Siege in der Division 2 ein.

Im Zeittraining musste sich Barth im LMP3 von RWT Racing zunächst einmal hinten anstellen. Die Pole hatte mit knapp einer Sekunde Vorsprung ein weiterer Rückkehrer eingefahren. Mirco Schultis platzierte sich vor Benjamin Hotz, während Barth neben Marco Fink (PRC BMW) in der zweiten Startreihe stand. Auf anfangs noch feuchter Strecke übernahm Barth jedoch sofort das Kommando. Der erfahrene LMP3-Pilot spielte seine Routine aus und brachte den ersten Platz souverän ins Ziel. Am Ende summierte sich der Vorsprung auf Rang zwei auf über eine Minute. „Aufgrund der Witterungsverhältnisse war das keine einfache Nummer. Am Start hatte es leicht angefangen zu regnen. Man konnte es nicht genau einschätzen, wie die Reifen Grip haben. Ich hatte einen besseren Start als Mirco und konnte in Kurve eins vorbeigehen. Dann habe ich nur geschaut, dass das Auto auf der Strecke bleibt. Das ist gut geglückt. Wir haben es über Nacht geschafft, dass das Auto endlich läuft und wir sind guter Dinge, dass es so weitergeht“, berichtete Barth nach dem ersten Durchgang. Ebenso deutlich war der Ausgang des zweiten Rennens am Nachmittag. Mit einem Start- und Zielsieg auf seiner Heimstrecke bot Barth erneut eine starke Leistung. „Im Grunde lief das zweite Rennen wie das erste. Ich konnte mich gut absetzen und das Auto ins Ziel bringen.“

Benjamin Hotz siegte zweimal in der Division 2 und fuhr in beiden Rennen aufs Treppchen // Foto: Patrick Holzer

Im ersten Rennen war es Mirco Schultis, der sich den zweiten Gesamtrang sicherte. „Es war sehr rutschig. Ich bin schon ewig diese großen Dinger nicht mehr gefahren. Da musste ich mich wieder dran gewöhnen. Aber es ging. Hinter Sven Barth Zweiter zu werden passt schon. Er hat ein 2021 er Auto, ich ein 2009er Auto“, so Schultis. Dahinter kabbelten sich für einige Runden Hotz und Fink um den dritten Platz, wobei Fink schließlich abreißen lassen musste. Somit fuhr der Eidgenosse als Gesamtdritter über die Ziellinie. Darüber hinaus sicherte sich Hotz noch den Sieg in der Division 2. „Ich hatte einen sehr schlechten Start. Man muss bei diesen Bedingungen auf der Strecke bleiben, was ich auch einmal nicht geschafft habe. Aber wir sind im Ziel mit dem Sieg in der Division 2. Das ist die Hauptsache“, erklärte Hotz. Hinter Hotz sah Marco Fink das schwarz-weiß karierte Tuch als Gesamtdritter sowie auf Platz drei in der Division 1. „Wir hatten gestern ein schwieriges Qualifying. und uns mit den Reifen verkalkuliert. Da war dann das Vertrauen etwas weg. Beim Rennen heute gab es immer wieder Nieselregen. Manche Kurven waren trocken, manche schmierig. Das hat das ganze doch sehr schwer gemacht. Gegen Ende des Rennens hatte ich in jeder Kurve immer wieder Untersteuern. Priorität war das Auto sicher ins Ziel zu bringen und Punkte für die Meisterschaft zu sammeln“, so Fink.

Marco Fink landete zweimal auf Rang zwei // Foto: Patrick Holzer

In Durchgang zwei musste Hotz beim Start zunächst Schultis und Fink den Vortritt lassen. In der dritten Runden ging der Schweizer an Fink vorbei. Immer näher schob sich der schwarze Ligier an Rang zwei heran, ehe es sechs Runden vor Schluss auch an Schultis vorbeiging. Der bis dato Zweitplatzierte hatte sich einen Fehler erlaubt, wovon Hotz profitierte. „Das zweite Rennen lief besser. Dass sich Mirco auch einen Fehler erlaubt hat, darüber bin ich auch nicht böse. In der zweiten Kurve hat Mirco was probiert. Da konnte ich die Situation ausnutzen und bin vorbeigekommen“, berichtete Hotz über den Positionstausch. Erneut auf Gesamtrang vier fuhr Marco Fink über die Ziellinie. Der Sohn von ex-SCC Pilot Rainer Fink schießt sich immer besser auf den PRC ein und dürfte im weiteren Saisonverlauf beim Kampf um den Meistertitel eine gewichtige Rolle spielen.

Neue Gesichter in der Sports Car Challenge
Mit insgesamt sechs Fahrzeugen war die Division 1 diesmal gut besetzt. Rang vier holte sich Division 1 Titelverteidiger Wolfgang Terschl im LM3000. Der Österreicher profitierte davon, dass Landsmann Roland Rupprechter (PRC WPR60 BMW) kurz vor Schluss die Segel streichen musste. Im zweiten Heat lag Rupprechter auf der vierten Position in der Division 1, ehe nach sechs Runden das erneute Aus kam. Diesmal schnappte sich Michael Tschann (PRC WPR60 Audi) den vierten Platz vor Terschl.

Jasmin Fiedler holte in der Division 2 zweimal Rang zwei // Foto: Patrick Holzer

In der Division 2 war hinter Klassenprimus Benjamin Hotz PRC-Pilotin Jasmin Fiedler ganz klar tonangebend. Souverän fuhr Fiedler in beiden Rennen als Zweite auf das Podium. „Es war sehr anstrengend. Ich war es nicht gewohnt mit Slicks im Feuchten zu fahren. Aber ich habe es geschafft gut durchzukommen und die am Start hinter mir stehenden auch hinter mir zu lassen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, äußerte sich Fiedler zum ersten Rennen. Rang drei holte sich in beiden Durchgängen SCC Debütant Daniel Holzner im Ligier JS51 Honda. Und noch ein Debüt gab es in der Division 2. Severina Breitenmoser, Tochter von Turi Breitenmoser, absolvierte im PRC Renault ihr erstes Rennwochenende. Trotz der nur etwas mehr als 200 PS schlug sich die Eidgenossin gut. Obwohl zum ersten Mal im Nassen unterwegs zeigte Breitenmoser vor allem in der Anfangsphase des ersten Rennens, dass sie im PRC gut unterwegs ist. Am Ende wurde es zweimal Rang vier.

Für die Sports Car Challenge geht es vom 2.-3. September in Brünn weiter, ehe vom 2.-3. Oktober das Finale in Monza ausgetragen wird. In Italien wird wieder gemeinsam mit den italienischen Sportprototypen gefahren, so dass es dort ein reines Sportwagenfeld geben wird.

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