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| Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring - Kappler Motorsport |
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| 3322,88 Kilometer in Führung |
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Das Bad Saulgauer Team Kappeler Motorsport zählte in der Saison 2011 zu den erfolgreichsten Teilnehmern der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Mit dem BMW M3, ein ehemaliges Fahrzeug der Tourenwagen
Weltmeister- schaft, ließ das Team nie einen Zweifel aufkommen, wem die Krone der Klasse SP5 gehört. Harald Hennes, Thomas Kappeler und Thomas Gerling
teilten sich in der VLN-Saison 2011 das Cockpit des BMW M3
in der Klasse SP5 |
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Meuren
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| BMW M3 aus der Tourenwagen Weltmeisterschaft |
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in der die „Spezialfahrzeuge von 2.500 bis 3.000 cm³ zusammen gefasst sind. Die drei Piloten kannten sich bisher überwiegend als Gegner: Sowohl im Ford-Fiesta Cup sowie bei den Rennen der VLN und beim 24h-Rennen sind sie gegeneinander angetreten – 2011 bildeten sie ein Team. Fahrer und Teamchef Thomas Kappeler: „Harald und Thomas sind mir schon lange bestens bekannt. Mit ihrem Fahrstil und ihrem Umgang mit dem Material waren beide die erste Wahl für das Fahrertrio. Schließlich wollten wir in diesem Jahr an der Spitze der Klasse SP5 mitfahren.“ Schon im ersten Rennen beeindruckte das neue Trio mit einer erstaunlichen Leistung: Im Training stand der BMW von Kappeler Motorsport auf dem 37. Startplatz der Gesamtwertung und auf Platz eins der Klasse. Dem folgenden Rennen drückten die drei ebenfalls ihren Stempel auf, gewannen die Klassenwertung der SP5 mit zwei Runden Vorsprung und landeten am Ende auf dem 23. Rang der Gesamtwertung. Ein Einstand nach Maß, der die Konkurrenz hellhörig werden ließ.
Sagenhafte Bilanz nach neun Rennen
„Dass es so weiter gehen sollte – gehofft haben wir es, aber nie ausgesprochen“, so der Teamchef nach der Saison. Der „Lauf“ sollte anhalten und zwar über die gesamte Saison. „Im Gegensatz zur Saison 2010 hatten wir in diesem Jahr so gut wie keine technischen Probleme, keine Unfälle zu beklagen und auch personell lief alles in ruhigem Fahrwasser. Auch nachdem wir das zweite Rennen mit klarer Überlegenheit gewannen, hielten sich Euphorie und Optimismus in Grenzen, denn die Saison dauert noch immer zehn und keine zwei Rennen.“ Auch wenn es in Rennen drei und vier nicht zum ersten Platz reichte, mit jeweils einem zweiten Platz heimste das Trio viele Punkte ein. Danach folgten wieder zwei Rennen, in denen die Konkurrenz nur das Heck des BMW zu sehen bekam, beide Läufe entschied das Team mit einer erdrückenden Dominanz für sich. Thomas Kappeler:
„Besonders gut wird uns der fünfte Lauf in Erinnerung bleiben: Wir konnten nicht nur den ersten Platz der Klasse sichern, sondern sogar auf den elften Rang der Gesamtwertung vorfahren. Immerhin standen knapp 160 Autos in der Startaufstellung und viele davon mit deutlich mehr Leistung als unser BMW.“ Den siebten Lauf der Saison beendete das Team erneut auf einem zweiten Rang. Auch wenn die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgsverwöhnt war – abgehoben hat niemand. „Im Gegenteil“, so Thomas Kappeler, „wir hatten zu jedem Zeitpunkt höchsten Respekt vor der Konkurrenz und wussten, dass selbst sicher geglaubte Siege im Langsteckensport in letzter Runde verspielt werden können. Außerdem rüstete der Wettbewerb kontinuierlich auf, während die Technik in unserem Auto fast ganz ausgereizt war.“ Rennen acht und neun liefen für Kappeler Motorsport wieder wie gewohnt: Beide Zeittrainings konnten das Bad Saulgauer Team für sich entscheiden, ebenso wie die folgenden Rennen. Im neunten Lauf überquerte der BMW von Kappeler Motorsport gar als einziger Teilnehmer der Klasse SP5 die Ziellinie – alle anderen Starter mussten unfallbedingt oder wegen technischer Mängel frühzeitig die Segel streichen. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon das Maximum an Punkten ausgebeutet. Aufgrund des Reglements, bei dem alle Teams zwei Streichergebnisse vorweisen müssen, wäre selbst bei einem Sieg in Rennen zehn kein größerer Sprung in der Tabelle zu erreichen gewesen.“ Die Konsequenz daraus:
Beim letzten Rennen der Saison stand das Team versammelt an der Nürburgring Nordschleife, schaute entspannt und ohne Druck dem Wettbewerb zu und schmiedete Pläne für 2012. „Auch wenn das Auto verkauft werden soll – wir werden auch nächstes Jahr wieder am Start der Langstreckenmeisterschaft stehen. Wie genau, das will und kann ich noch nicht sagen, aber es gibt drei Varianten, die derzeit bei uns auf dem Prüfstand stehen.“
Teamchef Kappeler ergänzt abschließend: „Das sehr gute Trainingsergebnis war am Ende nicht ausschließlich ein Verdienst der Fahrer, auch wenn diese immer im Rampenlicht stehen. Wenn die Vorbereitung nicht reibungslos funktioniert, es bei den Boxenstopps klemmt, weder Essen noch Getränke gerichtet sind oder einfach nur Sponsoren fehlen – dann können wir Fahrer uns die Seele aus dem Leib rennen, dann wird’s nix mit dem Siegen. Daher bedanke ich mich an dieser Stelle bei unseren Sponsoren, freiwilligen Helfern vor und hinter den Kulissen und bei denjenigen die uns immer die Daumen gedrückt haben.“
Kappeler Motorsport hat gemeinsam mit allen Helfern, Mechanikern, Fahrern und Sponsoren mit einer sagenhaften Bilanz die Klasse SP5 im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft 2011 gewonnen und landete mit 71,57 Punkten auf dem achten Platz der Tabelle, in der mehr als 1.000 Fahrer gelistet sind. Nur 4,78 Punkte Rückstand auf das amtierende Meisterteam mussten die Bad Saulgauer einbüßen – mit insgesamt 3322,88 Sieges-Kilometer kann das Team zu Recht stolz auf sich sein. |
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Artikel vom 05.12.2011
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