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| Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring |
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| Ausfall in „letzter Sekunde“ |
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Dietmar Henke (Paunzhausen), Teamchef und Fahrer des Teams semiQuarz Racing, fuhr gemeinsam mit seinem Fahrerkollegen Konstantin Wolf (Unterschleißheim) ein famoses Rennen beim letzten Lauf der
Langstrecken meisterschaft Nürburgring (VLN). In sprichwörtlich letzter
Sekunde stoppte die Technik das schnelle Duo auf seinem Weg nach vorne. |
| ©
Meuren
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| Team
SemiQuarz Racing |
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Bis der blau-gelbe Renault des Teams semiQuarz Racing sein Training zum 10. und letzten Lauf der VLN aufnehmen konnte, dauerte es länger als gewohnt. Grund war ein Abbruch der Trainingssession, hervorgerufen durch einen schweren Unfall unmittelbar nach Eröffnung des Samstagstrainings. Gut 40 Minuten mussten Dietmar Henke und Konstantin Wolf warten, ehe sie sich auf den Weg machen konnten, ihre Startposition zu ermitteln. Knapp 30 Autos der Klasse SP3 kämpften um die beste Startposition, das semiQuarz-Duo ging ohne Brechstange zu Werke und die erbrachte Leistung genügte für einen aussichtsreichen Startplatz im Mittelfeld. Die beste Zeit konnte Konstantin Wolf mit 10:14 Minuten herausfahren.
Geistesgegenwart und Glück
Dietmar Henke wusste um sein „Nachmittags-Leistungsloch“ und um dieses Tief hinterm Lenkrad aus dem Weg zu gehen, übernahm er den Start, um sich für zwei Stunden in die grüne Hölle zu begeben. Es dauerte ein paar Runden, bis sich das Feld sortierte, Dietmar Henke seinen Rhythmus gefunden hatte und sich seine Rundenzeiten kontinuierlich verbesserten. Bedingt durch einen kleinen, maximal 50 Liter fassenden Tank ist beim Team semiQuarz ein Zwangstankstopp nötig. Henke musste in Runde acht
an die Box um zu tanken, fuhr danach weitere vier Runden, ehe er den Wagen planmäßig an Konstantin Wolf übergab.
Als Wolf die 19. Runde für das Team absolvierte, begann es zu regnen, der erforderliche Wechsel von profillosen Slicks auf profilierte Regenreifen fiel mit dem Zwangstankstopp zusammen – das Team sparte sich, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, einen zusätzlichen Boxenstopp. Die Freude über die so gewonnenen Plätze währte nur kurz: In der Anfahrt auf die „Aremberg Kurve“ explodierte die vordere, linke Bremsscheibe. Der Wagen wurde schlagartig unlenkbar, nur mit viel Geschick konnte Wolf einen Frontalcrash verhindern und den Wagen im spitzen Winkel in die Leitplanke steuern. Zuerst vorne links und dann hinten links schlug der gelb-blaue Renault in die Leitplanke ein und kam so zum Stehen, Wolf konnte unversehrt das Auto verlassen. Für semiQuarz Racing, Henke und Wolf war damit das Saisonfinale rund eine halbe Stunde vor offiziellem Schluss beendet. Im Rahmen der nun ausstehenden Reparaturen wird Henke den Wagen für die kommende Saison präparieren lassen. Neben zahlreichen Leichtbauteilen gehört auch ein größerer Tank dazu, um sich künftig die zeitraubenden Tankstopps zu sparen und zwei Stunden am Stück „rennen“ zu können.
Text und Fotos: Redaktionsbüro Meuren
Stimmen nach dem Rennen
Dietmar Henke, Teamchef und Fahrer
„Im Training kam ich nicht richtig in meinen „Fluss“: Hatte ich Fahrt aufgenommen, wurde ich wieder durch eine Unfallstelle gebremst. In Anbetracht der Verhältnisse waren die Zeiten soweit ok, zufrieden war ich jedoch nicht. Im Rennen lief es dann deutlich besser. Wir haben neue Bremsbeläge probiert, die auf Anhieb gut funktionierten und erlaubten, etliche Meter später zu bremsen. Ich bin ständig in einem Pulk Clios gefahren, die Führung wechselte nicht selten im 100-Meter-Abstand. Die Kämpfe waren fair und haben Spaß gemacht. Den Ausfall von Konstantin verbuchen wir unter normalem Rennausfall durch Materialschwäche. Das Team Walli, welches den Wagen stets perfekt vorbereitet und wartet, wird der Ursache auf den Grund gehen. Wir sind alle erleichtert, dass Konstantin ohne Blessuren davon kam. Jetzt beginnen wir mit der Vorbereitung auf die Saison 2011. Mein Dank gilt auch den Sponsoren, ohne die wir unseren Einsatz in der VLN nicht realisieren könnten.“
Konstantin Wolf, Fahrer
„Ein erstklassiges Rennen, alles ist perfekt gelaufen und ich wurde immer schneller. Den Zeitpunkt des Tankstopps und des Reifenwechsels hätten wir nicht besser wählen können. Als ich mit Regenreifen unterwegs war, wollte ich eine etwas langsamere Runde fahren, um mich mit den Verhältnissen vertraut zu machen und danach weiter zu pushen. Leider kam mir die Sache mit der Bremsscheibe dazwischen. Zunächst wusste ich nicht, was die Ursache für das plötzliche Lenkungsversagen war. Ich sah nur noch die Leitplanke auf mich zukommen und drehte mit Gewalt am Lenkrad, um seitlich in die Planke zu treffen. Ganz hat es nicht gereicht, aber dennoch konnte ich so einen noch größeren Schaden am Auto vermeiden. Der Einschlag war dennoch extrem hart, ich bin glücklicherweise unverletzt geblieben. Mein Dank an semiQuarz Racing für ein weiteres, tolles Rennen und an Dietmar Henke für die reibungslose Aufnahme in sein Team.“ |
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 01.11.2010
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