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| Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring |
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| Frühes Einpacken zu Gunsten der Sicherheit |
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Noch einmal einen Klassensieg in der
Langstreckenmeister- schaft Nürburgring (VLN) 2010 – das war das von Thomas Kappeler ausgegebene Ziel für das Saisonfinale am vergangenen Wochenende. Während die Crew alles Tat, um dem Ziel nahe zu kommen, zeigt die Technik, dass sie
sich keiner Absprache unterwirft. Nach dem freien Freitagtraining zum zehnten und letzten Rennen der VLN 2010 gab es noch einige Reparaturen am BMW M3 zu erledigen. |
| ©
Meuren
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| Reifenprobleme vereitelten Podestplatz |
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In erster Linie war es das Fahrwerk, welches nach dem Unfall im Rennen vor 14 Tagen Schaden genommen hatte, das neu justiert werden musste. Für die Mannschaft rund um Teamchef und Fahrer Thomas Kappeler (Bad Saulgau) keine große Herausforderung, so dass diesmal schon früh die Lichter in der Kappeler Box ausgingen.
Das offizielle Zeittraining am Samstagmorgen musste schon kurz nach dem Start wegen eines schweren Unfalls unterbrochen werden, so dass Thomas Kappeler und Werner Weiss (Mengen) – genau wie viele andere Protagonisten – mit rund 40 Minuten Verspätung ins Training starten konnten. Thomas Kappeler ging zuerst auf die Piste, kämpfte jedoch noch mit Fahrwerksproblemen und zahlreichen Unfallstellen, die seinen Fahrfluss immer wieder unterbrachen. Zwischen den einzelnen Trainingsrunden optimierten die Mechaniker nach Anweisung der Fahrer immer wieder das Fahrwerk, so dass Teamchef Kappeler mit einer Rundenzeit von 8:57 Minuten es schaffte, den Wagen auf Platz 1 der Klasse SP5 und an die Spitze der zweiten Startgruppe zu stellen. Werner Weiss drehte im Training nur eine Runde, die ebenfalls von reichlich Unfällen und schmieriger Piste geprägt war.
Reifen verhindern Sieg
Thomas Kappeler übernahm den Start und führte die zweite Startgruppe ins Rennen. Von seinem nicht optimalen Start profitierte der Gegner auf Rang zwei: Er überholt Thomas Kappeler und fuhr als erster über die Kurzanbindung der Grand Prix-Strecke auf die Nordschleife. Kappeler konnte die Geschwindigkeit problemlos mithalten, als er nach einer halben Runde merkte, dass der Wagen sich schwerer lenken ließ und an Geschwindigkeit verlor. Als er vom nächsten Konkurrenten überholt wurde, war klar, dass ein technisches Problem vorlag: Ein schleichender Plattfuß hinten links zwang Kappeler, seinen Speed weiter zu drosseln. Kurz vor Erreichen der Grand Prix-Strecke löste sich der Reifen in Fetzen von der Felge, zerschlug den Kotflügel, zerstöre Türgriff und Spiegel auf der linken Seite. Auf der Felge rettete sich der Teamchef in die Box, wo die Crew mit frischen Pneus bereitstand. Kappeler ging erneut ins Rennen und machte sich auf die Verfolgung der Konkurrenz. Thomas Kappeler konnte während der folgenden Runde ordentlich Boden gut machen und blieb der Konkurrenz hart auf den Fersen. Völlig problemlos drehte er auf dem BMW M3 seine Runden, ehe er erneut – diesmal planmäßig – zur Box kam, um neue Reifen zu fassen und zu tanken. Mit reichlich Elan wollte er die Hatz fortführen, merkte aber schnell, dass erneut etwas nicht stimmte. Diesmal machte der Reifen vorne links Probleme und verlor langsam Luft. Thomas Kappeler steuerte in Runde elf die Box an und stellte den Wagen enttäuscht ab. Um kein weiteres Risiko einzugehen und um größere Schäden zu vermeiden, beendete er das Rennen vorzeitig.
Text und Foto: Redaktionsbüro Uwe Meuren
Stimmen nach dem Rennen
Thomas Kappeler, Teamchef und Fahrer
„Das Auto lag nach dem Training gut und im Rennen hatte ich die Konkurrenz für eine halbe Runde im Griff. Dann verlor der Reifen Luft und ich fiel unendlich weit zurück. Meine Aufholjagd wurde durch einen zweiten, schleichenden Platten vorne links eingebremst. Um nicht mehr als nötig zu riskieren, habe ich das Auto abgestellt. Wir müssen die Ursache des Luftverlustes herausfinden und uns dazu auch mit dem Hersteller unterhalten. Beim 6h-Rennen haben die Reifen erstklassig funktioniert. Jetzt warten wir auf die Diagnose, um darauf reagieren zu können. Für Werner tut es mir leid, dass er wieder nicht fahren konnte. Aber ich denke, unsere Sicherheit geht auf jeden Fall vor. Mit dem Verlauf meiner ersten VLN-Saison auf eigenem Auto bin ich durchweg zufrieden. Im nächsten Jahr müssen wir noch standfester werden, um konstant vorne zu fahren. Danke an alle Teammitglieder für die gute Arbeit und das gute Klima. Danke an alle Sponsoren und Förderer, ohne die wir nicht hätten starten können.“
Werner Weiss, Fahrer
„Mein Rennwochenende bestand aus einer Trainingsrunde, die wegen vieler Unfallstellen nur mäßig war. Schade, dass ich nicht mehr ins Rennen eingreifen konnte, aber die Entscheidung von Thomas Kappeler war die richtige. Sicherheit geht vor.“ |
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 01.11.2010
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