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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Motorsport Team Hohaus mit gutem Start ins letzte Saisondrittel
Mit dem 42. ADAC Barbarossa- preis fand der achte Wertungs- lauf zur VLN Langstrecken- meisterschaft am Nürburgring statt. Für das Motorsport Team Hohaus verlief das erste Kräftemessen nach der Som- merpause äußert vielver- sprechend, obwohl an diesem Tage für beide eingesetzten Fahrzeuge des sympathischen Essener Truppe noch mehr möglich gewesen wäre. Fast zwei Monate mussten Fans und Teilnehmer von Europas erfolgreichster Breitensport- 
 © Daniel Cornesse
 Gute Anfangsphase für den Scirocco vom Team Hohaus
serie auf den nächsten Showdown in der Eifel verzichten. Umso mehr freuten sich alle Beteiligten, dass am vergangenen Wochenende endlich wieder der Asphalt in der Grünen Hölle bebte. Und wie: über 200 Teilnehmer machten sich trotz herbstlicher Temperaturen auf den Weg zur Traditionsrennstrecke, um den achten Wertungslauf des Jahres unter die Räder zu nehmen. So auch das Motorsport Team Hohaus, welches wie gewohnt mit dem VW Scirocco und dem Opel Astra OPC GTC Turbo eine Doppelspitze einsetzte, sich jedoch im Vergleich zu den letzten Rennen personell veränderte. So griff dieses Mal neben den beiden Stammfahrern David Franzen (Essen) und Michael Paatz (Köln) Karl Brinker (Herne) ins Lenkrad des orangefarbenen Publikumslieblings und neben Thomas Schulte (Vorderweidenthal) und Wolfgang Scherbaum (Gilching) auf dem schwarzen Opel Astra der Heusweiler Axel Jahn, der den Saisonauftakt noch für das Team von MK Motorsport bestritten hatte. Beide neuen Fahrer kamen jedoch von Anfang an sehr gut mit den neuen Fahrzeugen zu Recht, und steigerten sich Runde um Runde.

Besonders für das Fahrertrio auf dem VW Scirocco lief es in der Anfangsphase sehr gut. Vom elften Startplatz in der stark besetzten Klasse SP3T aus gelang es Startfahrer Michael Paatz, die rein private Eigenentwicklung zwischenzeitlich bis auf die fünfte Position nach vorne zu bringen. Eine leichte Feindberührung sorgte jedoch dafür, dass der über 2 Meter „lange Riese“ unverschuldet Kontakt mit der Leitplanke aufnehmen musste und sich hierbei unglücklich gleich zwei Felgen beschädigte. Durch den damit verbundenen Zeitverlust bis zum Aufsuchen der Boxengasse verlor das Essener Team die gute Ausgangsposition in der Klasse, konnte sich aber bis zum Abbruch des Rennens durch die rote Flagge wieder auf die neunte Klassenposition nach vorne arbeiten, was auch Scirocco Neuling Karl Brinker zu verdanken war. Dieser machte bereits bei seinem ersten Einsatz einen tollen Job und ließ mit guten Rundenzeiten von Beginn an aufhorchen. 

Daniel Cornesse

Porsche 997 GT3 Cup im Test 

Für die Fahrerbesetzung Thomas Schulte, Wolfgang Scherbaum und Axel Jahn sprang auf dem Opel Astra OPC GTC Turbo beim 42. ADAC Barbarossapreis der 14. Rang in der SP3T hinaus. Auch hier war eine zwischenzeitliche Feindberührung mit einem Renault Clio ausschlaggebend dafür, dass es klassenintern für das Fahrertrio nicht weiter nach vorne gehen konnte. Dennoch zeigte sich Teamchef Bernd Hohaus zufrieden: „ Uns ist es gelungen, den Opel Astra in einigen Faktoren deutlich zu verbessern. Leider sind wir in der SP3T mit unserem Fahrzeug leistungsmäßig einfach unterlegen. Dennoch geht es uns in erster Linie darum, Erfahrung mit dem Wagen auf der Nordschleife zu sammeln und das haben wir heute wieder geschafft.“

„Wir sind in erster Linie froh, dass unsere beiden Fahrzeuge die Zielflagge gesehen haben und von den vielen Unfällen, die heute entlang der Nürburgring Nordschleife waren, verschont geblieben sind. Aus meiner Sicht war der vorzeitige Abbruch auch absolut gerechtfertigt, vor allem, wenn solche schweren Unfälle wie im Bereich der Fuchsröhre schon in den Köpfen der Fahrer hängen bleiben. Mit der heutigen Leistung sind wir zufrieden, wenngleich wir auch wissen, dass komplett ohne Zwischenfälle noch mehr für uns möglich ist. Vielleicht können wir es beim vorletzten Wertungslauf, dem 34. DMV 250-Meilen-Rennen am 16. Oktober unter Beweis stellen“, so Hohaus weiter. An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass die Markenvielfalt im Motorsport Team Hohaus in Zukunft noch weiter ausgedehnt wird. So testete man bereits im Freitagstraining einen neuen Porsche 997 GT3 Cup, der mit Hinblick auf das nächste Jahr nun behutsam aufgebaut werden wird.
Daniel Cornesse

Artikel vom 30.09.2010

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