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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring - Motorsport Team Hohaus
Gemischte Gefühle nach dem Saisonhighlight
Mit dem 6h ADAC Ruhr- Pokal-Rennen fand am vergangenen Wochenende der siebte Wertungslauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft statt. Während der VW Scirocco kurz vor Rennende nach guter Performance undankbar ausschied, feierte der Opel Astra OPC mit dem 
zweiten Klassenrang beim Saisonhöhepunkt einen versöhnlichen Abschied aus Europas erfolgreichster Breitensportserie. 
 © Daniel Cornesse
 Kurz vor Rennende kam das Aus 
Nach dem Startunfall beim 33. RCM DMV Grenzlandrennen war das Motorsport Team Hohaus bei der Veranstaltung des MSC Ruhrblitz Bochum auf Wiedergutmachung aus und peilte gleichzeitig mit dem VW Scirocco beim zweiten großen Saisonhighlight in der Grünen Hölle nach dem 24h Rennen einen Podestplatz in der stark besetzten Klasse SP3T an. 
„Ich muss dem gesamten Team ein großes Lob aussprechen. Wir hatten mit dem Auto nach dem Unfall beim letzten Rennen vor zwei Wochen doch erheblich mehr Arbeit als wir anfangs dachten“, erklärt Fahrer Michael Paatz. Trotz der vielen Beschädigungen stand der VW Scirocco jedoch am Freitagnachmittag pünktlich zum freien Training unversehrt und perfekt vorbereitet in Box 13, um die nächsten Nordschleifenkilometer zu absolvieren.
Motiviert von dieser grandiosen Teamleistung nahmen David Franzen (Essen), Guido Wirtz und Michael Paatz (beide Köln) mit dem orangefarbenen Publikumsliebling das hochgesteckte Ziel in Angriff. Mit einer Rundenzeit von 9:24.241 min. fand sich das schnelle Fahrertrio nach dem Zeittraining zunächst auf dem zehnten Rang in der SP3T wieder. 

Kein Grund um Trübsal zu blasen, denn schon bei den Wertungsläufen davor zeigte sich, dass die Performance im Rennen eine deutlich bessere ist als im Qualifying. Dies war auch am vergangenen Wochenende wieder der Fall. Dank ausgeglichen schneller Rundenzeiten fand sich das Team zur Rennmitte hin bereits auf der vierten Position wieder und damit in Reichweite des Klassenpodiums, ehe plötzlich Vibrationen einsetzten. Nach einem kurzen Check in der Boxengasse ging der VW Scirocco wieder auf die Strecke. 55 Minuten vor Rennende kam der 2,02 m Riese Paatz jedoch wiederum hinein. Ein Kühlerhalter war aufgrund der Vibrationen gebrochen und zwang das Team nach harter Arbeit letztlich zur Aufgabe. „Wir wissen noch nicht genau, wodurch die Vibrationen ausgelöst worden sind. Wir werden den Fehler aber bis zum nächsten Rennen analysieren und dann erneut angreifen. In der Kürze der Zeit war das Leck im Kühler jedoch nicht mehr zu reparieren“, so Teamchef Bernd Hohaus.

Deutlich besser endete der siebte Wertungslauf für den Opel Astra OPC von Roland und Ulrich Henning (beide Weiterstadt), die beim 6h Rennen von Marc Peeters (Groß-Gerau) und Wolfgang Krapp (Babenhausen) unterstützt wurden. Mit einer Rundenzeit von 10:38.059 min. beendete das Fahrerquartett das morgendliche Zeittraining auf dem dritten Rang in der Klasse V3 mit Tuchfühlung zur Klassenspitze. Wie man es bereits von den letzten Einsätzen des 170 PS starken Serienwagenfahrzeuges gewohnt war, rundete er auch dieses Mal zuverlässig ohne jegliche Probleme Runde um Runde auf der Nürburgring Nordschleife ab. Schlussendlich sprang mit dem zweiten Klassenrang erneut ein tolles Ergebnis heraus. Für den Opel Astra OPC war es jedoch in Zusammenarbeit mit dem Motorsport Team Hohaus der letzte Einsatz in der VLN Langstreckenmeisterschaft. Aus Budgetgründen verzichten die beiden Piloten zumindest für den Rest des Jahres auf einen weiteren Einsatz.

„Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Roland und Ulrich für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken und hoffe, dass sie irgendwann den Weg zurück in die VLN finden werden“, so Teamchef Bernd Hohaus. Dennoch wird das Essener Team nach der Sommerpause, beim 42. ADAC Barbarossapreis, am 25. September wieder mit zwei Fahrzeugen den vierstündigen Kampf in der Grünen Hölle aufnehmen. So wird neben dem VW Scirocco der Opel Astra OPC GTC Turbo zu seinem dritten Renneinsatz in der laufenden Saison kommen. Nachdem Wolfgang Scherbaum (Gilching) bei den vergangenen Wertungsläufen verhindert war, wird er für die restlichen drei Saisonläufe wieder an die Seite von Stammfahrer Thomas Schulte (Vorderweidenthal) zurückkehren. 

Daniel Cornesse

Zweiter Klassenrang für den Opel Astra OPC

Daniel Cornesse

Artikel vom 03.08.2010

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