|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Langstreckenmeisterschaft Nürburgring |
|
| Ungefährdeter Klassensieg |
|
 |
|
Nach dem Unfall im 4. Rennen der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) musste das Team Derscheid auf das Ersatzauto zurückgreifen, um beim Rennen am vergangenen Wochenende an den Start gehen zu können. Zuvor waren einige Umbaumaßnahmen fällig, um den
Wagen konkurrenzfähig zu machen. Dass die Arbeit Früchte trug, bewies der ungefährdete Start-Ziel-Sieg in der Klasse V2. |
| ©
Uwe Meuren
|
|
| Start
und Zielsieg in der Klasse V2 |
|
|
|
Mit neuen Reifen ging Michael Flehmer (Heiligenhaus) in das um 30 Minuten nach vorne verlegte Training. Grund für die Verschiebung war das für den Nachmittag angesetzte Fußballländerspiel der deutschen Nationalmannschaft im Rahmen der WM. Nach 10:29 Minuten überquerte er die Ziellinie und stellte damit den BMW 318is auf den zweiten Rang der Klasse V2. Flehmer drehte eine weitere Runde, kam jedoch nicht mehr an die zuerst gefahrene Zeit heran. Auch Teamchef Rolf Derscheid drehte zwei Runden, ohne die Zeit des Pole-Setters oder die vom Teamkollegen Flehmer knacken zu können. Schuld an den verhältnismäßig langsamen Rundenzeiten waren die hohen Temperaturen und der damit drastisch gesunkene Sauerstoffanteil in der Luft. Derscheid musste alle Passagen in einem kleineren Gang als üblich fahren, was auch auf die Strategie fürs folgende Rennen Auswirkungen hatte: Denn um in der Hitze schnelle Runden zu fahren, musste der Motor höher gedreht werden, was einen deutlich höheren Spritverbrauch zur Folge hatte.
Weniger Drehzahl, längere Fahrt
Obwohl die Derscheid-Zeit nicht zur Pole-Position reichte, stand der BMW mit dem KW 3fach Fahrwerk auf Rang eins der Klasse. Technische Probleme hinderten den Klassenbesten, rechtzeitig seine Startposition einzunehmen, so dass er aus der Boxengasse dem Feld hinterher fahren musste. Flehmer durchfuhr das Nadelöhr „Mercedes-Benz Arena“ zuerst und wusste um die Probleme des Gegners. Dennoch gab er alles, um die „geerbte“ erste Position zu halten, fuhr jedoch mit reduzierter Drehzahl, um einen zusätzlichen Tankstopp zu vermeiden. Der Trainingsschnellste hingegen hatte nichts zu verlieren, fuhr voll auf Angriff und konnte sich sogar am Derscheid-BMW vorbei kämpfen. Während Flehmers Widersacher in Runde zehn erstmalig die Box ansteuern musste, konnte er selbst seine Fahrt fortsetzen und eine Runde länger auf der Strecke bleiben. Dadurch holte sich der Rennfahrer des Team Derscheid den ersten Platz zurück. Den folgenden Stopp erledigte die Derscheid-Truppe mit Bravour, und so konnte Rolf Derscheid als Führender auf die Strecke gehen. Während der Teamchef ruhig seine Runden drehte, musste der ärgste Gegner nach nur sieben gefahrenen Runden erneut an die Box.
Damit konnte sich der BMW des Team Derscheid auf Platz eins liegend weiter absetzen und die Siegchancen festigen. Wenige Minuten nach 15:00 Uhr begangen sich an einigen Stellen der über 25 Kilometer langen Rennstrecke Hitzegewitter sintflutartig zu entladen. Zahlreiche der mit Slicks bereiften Rennautos kamen in arge Bedrängnis, etliche Unfälle ereigneten sich und die Rennleitung sah sich gezwungen, das Rennen gut 15 Minuten vor offiziellem Ende abzubrechen. Für das Team Derscheid kam der Abbruch in der Boxeneinfahrt, denn das Team hatte sich entschieden, noch mal einen Sicherheitstankstopp einzulegen. Den zusätzlichen Stopp hat der Abbruch dem Team geschenkt und somit auch sein Scherflein zum Klassensieg beigetragen. Am Ende gewann das Team mit mehr als fünf Minuten Vorsprung auf den zweiten der Klasse.
Der nächste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) findet am 17. Juli 2010 statt. Die Renndistanz beträgt ebenfalls vier Stunden.
Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren
Stimmen nach dem Rennen
Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer:
„Die Hitze war barbarisch, für alle: für Zuschauer, Boxencrew, Fahrer und Auto. Durch die Hitze hat unser Auto nicht nur mehr verbraucht, sondern auch mehr Reifen verschlissen. Michael Flehmer ist sehr besonnen gefahren und so konnten wir taktieren, um eine Runde länger draußen zu bleiben. Dann hat unser Stopp deutlich besser funktioniert als der des Gegners, was uns ebenfalls in die Karten spielte. Es gab wenig schwere Unfälle, mehr Konzentrations-Crashs und sehr viele technische Ausfälle – nicht zuletzt wegen geplatzter Reifen durch die Hitze. Unser Ersatzauto funktionierte tadellos. Für den Rest der Saison werden wir aller Voraussicht nach auf dem Ersatzauto weiter fahren – was dann kommt, berichten wir rechtzeitig.“
Michael Flehmer, Fahrer:
„Es war irre heiß im Auto, ich bin materialschonend gefahren, um soweit wie möglich zu kommen. Die Strategie ging auf: Ich konnte länger draußen bleiben als die Konkurrenz, was uns letztendlich den Sieg gebracht hat. Danke an das Team Derscheid, das trotz Ersatzauto einen konkurrenzfähigen Renner zur Verfügung gestellt hat.“
|
|
| Redaktionsbüro Uwe Meuren |
|
|
|
|
Artikel vom 08.07.2010
|
|
|
|
|
|
|
|
Anzeige |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|