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VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
Da geht noch was nach vorne!
Erneut war das BMW Z4 Coupé GT3 von Dörr Motorsport (Butzbach / Hessen) das stärkste Nicht-Porsche- Fahr- zeug in der Staraufstellung zum 5. Lauf zur Langstrecken meisterschaft Nürburgring (VLN). Bei  Rekordtempera- turen knapp unter 40°C verfehlte das Team im Rennen den Sprung aufs Podest um lächerliche zwei Plätze. Die Teammitglieder sind sich einig: Da geht noch was!
 © Redaktionsbüro Meuren
 Sechster Platz in der Gesamtwertung für Dörr Motorsport
Überarbeitet, aber mit dem gleichen Setup wie beim letzten Rennen der VLN startete das BMW Z4 Coupé GT3 von Dörr Motorsport ins Qualifying des 5. Laufs. Einziger Unterschied, der aber alle – sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer betraf – war die geänderte Startzeit: Aufgrund des anstehenden Spiels der deutschen Nationalmannschaft im Rahmen der Fußball-WM sah sich die Rennleitung veranlasst, die Startzeiten für Training und Rennen um 30 Minuten nach vorne zu verlegen. Damit tat man zwar den Fußballfreunden genüge, aber das Thermometer schien trotz früher Morgenstunden davon völlig unbeeindruckt. Bereits um 08:00 Uhr stand die Quecksilbersäule bei deutlich über 20°C.

Rudi Adams (Ahütte), Stefan Aust (Münster) und Peter Posavac (Essen) waren erneut die Piloten, die dem GT3-Boliden die Sporen gaben. Den Auftakt ins Training startete Adams, der bereits im ersten Umlauf mit 8:25 Minuten eine erste Top-Zeit setzte. Im weiteren Verlauf des Trainings drehten Aust und Posavac je zwei fehlerfreie Runden und konnten erneut ihre persönliche Bestzeit deutlich nach unten korrigieren. Kurz vor Trainingsende klemmte sich Adams für eine letzte Runde hinters Volant und platzierte das Z4 Coupé mit 8:22 Minuten auf den sechsten Startplatz der Gesamtwertung.

Glutofen Nordschleife
Um Punkt 11:30 Uhr überquerte die erste von drei Startgruppen die Start-Ziel-Linie, auf Rang sechs liegend stürmte Adams ins Nadelöhr „Mercedes Arena“. Schon auf den ersten Metern konnte er einen Platz gut machen, den nächsten Platz fuhr er im Laufe seiner folgenden Runden raus. In Runde zwei fuhr der Pirelli-Reifenentwickler Adams mit 8:28 Minuten die schnellste Runde im Team Dörr Motorsport und konnte sich gleichzeitig ordentlich Luft nach hinten verschaffen. In Runde acht steuerte Adams das Auto zur Box, wo Peter Posavac wartete und in weiteren acht Runden die gute Vorarbeit von Adams fortsetzte. Posavac fuhr erst etwas verhaltener, um die Reifen zu schonen, die unter der Hitze extrem litten, merkte aber schnell, dass die Konkurrenz aufrückte. Kurzerhand forcierte er wieder das Tempo, um die Balance wieder herzustellen. Aber auch für ihn war nach acht schnellen Runden Schluss und er übergab den Wagen an Stefan Aust. Motiviert durch seine gute Trainingszeit startete Aust schwungvoll ins Rennen und konnte die bereits rausgefahrene Position halten. In seiner zweiten Runde begann ihm das rechte Bein einzuschlafen, der Zustand wurde immer schlimmer. Nur mühsam konnte er Gas geben oder bremsen, noch schwerer tat er sich, mit der Konkurrenz Schritt zu halten und musste sie sogar ziehen lassen. Um das bis dahin gute Rennen nicht zu zerstören, entschied sich Aust für einen erneuten Stopp, um den Wagen an Adams zu übergeben. Eine gute halbe Stunde bis zum Rennende um 15:30 Uhr blieb Adams, um das zwischenzeitlich auf Rang sechs liegenden BMW Z4 Coupé wieder nach vorne zu bringen. Am Ende fehlten Adams, Aust, Posavac und dem Team nur etwa zwei Minuten auf den fünften Rang, denn ein einbrechendes Gewitter veranlasste die Rennleitung, den 5. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft gut 15 Minuten vor offiziellem Ende abzubrechen. Wäre die volle Distanz ausgefahren worden – da wäre noch was gegangen!

Z4 Coupé, 135i
Mit dem BMW Z4 Coupè der Klasse SP6 setzte Dörr Motorsport ein weiteres klassensiegfähiges Coupé mit Münchener Wurzeln ein. Detlef Hirsch (Minden), Guido Majewski (Leipzig) und Hanspeter Strehler (Schweiz) teilten sich das Cockpit des mehrfachen Klassensiegers. Bei Startfahrer Strehler fiel in der dritten Runde das ABS aus, in den verbleibenden 23 Runden mussten die Fahrer härter als üblich bremsen, was sich negativ auf den Reifenverschleiß auswirkte. Alle drei nahmen soviel Gas raus, um den dritten Platz der Klasse bequem und gefahrlos bis ins Ziel halten zu können. 
Das dritte Auto von Dörr Motorsport, der BMW 135i wurde von Kristian Vetter (Geroldshofen), Stefan Kenntemich (Wettenberg) und Reinhard Prenzel (Rosbach) pilotiert. Für die drei geübten Piloten verlief das Rennen mit Ausnahme des Abbruchs recht ereignislos: Kontinuierlich drehten sie ihre Runden und brachten den Wagen auf Rang zwei der Klasse SP8T ins Ziel.

Lauf 6 der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 17. Juli 2010 statt, die Renndistanz beträgt vier Stunden.
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 06.07.2010

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