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41. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
Wettergott verhindert Top-Ten Platzierung
Mit dem BMW Z4 GT3 war Dörr Motorsport beim vierten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) das einzige Team, das der Porsche- Arma- da die Stirn bieten konnte. Nach einem hervorragenden siebten Startplatz vereitelte zu spät einsetzender Regen einen Platz unter den besten Zehn. Neue Federn, überarbeitetes Setup und neue Reifen des Hauptsponsors Pirelli, das waren die wesentlichen Änderungen, die Dörr Motorsport aus dem freien 
 © Redaktionsbüro Meuren
 Regen verhinderte bessere Platzierung
Freitagstraining in das Qualifying zum 4. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft 2010 (VLN) mitnahm. Die Freitagsarbeiten sollten sich für die drei Fahrer Rudi Adams (Ahütte), Stefan Aust (Münster) und Peter Posavac (Essen) auszahlen: Mit einer Rundenzeit von 8:27 Minuten bei schwierigen Streckenverhältnissen stellten sie das Z4 Coupé auf Rang sieben der Gesamtwertung. Damit war das Auto von Dörr Motorsport bis einschließlich Startplatz 27 der einzige BMW zwischen mehr als 20 Porsche. 

Den Start übernahm Routinier Rudi Adams. Mit beherzter Fahrt konnte er zunächst seinen Startplatz verteidigen, musste aber schon bald den in Sachen Endgeschwindigkeit überlegenen Porsche Platz machen. Zwar konnte er im Kurvengeschlängel immer wieder den Anschluss finden, auf den Geraden hatte er jedoch stets das Nachsehen. Nach sieben Runden steuerte Adams die Box zum routinemäßigen Stopp an. Peter Posavac übernahm den BMW für sieben Runden. Im Laufe seines Stint konnte er die Position festigen und durch das Ausfallpech der Konkurrenz rutschte das Coupé wieder weiter nach vorne in Richtung Top Ten. Ebenfalls sieben Runden drehte Stefan Aust auf dem Boliden. Auch er schaffte es, den Anschluss an die Top Ten zu halten und fuhr mit einer Zeit von 8:51 Minuten seine persönlich schnellste Runde. Die verbleibenden Runden sollte Rudi Adams abspulen, um so die Chance auf einen Platz unter den ersten Zehn der Gesamtwertung zu wahren. Als Adams aus der Box stürmte, braute sich eine Regenfront zusammen, die zunächst nur dichte Nebelschwaden über den Grand Prix-Kurs trieb. 

In der Hoffnung auf schnell einsetzenden Regen fuhr Adams lediglich eine Runde über die Grand Prix-Strecke, steuerte erneut die Box an, um sich Regenreifen aufziehen zu lassen. Und wieder ging er auf die Strecke, blies zur Attacke und musste feststellen, dass der erhoffte Regen ausblieb. Nach nur einer Runde kam er erneut zur Box, die Mechaniker montierten wieder profillose Slicks auf das GT3-Auto. Zum vierten Mal verließ er die Boxengasse – dann setzt der Regen ein. Adams musste wieder an die Box, ließ sich Regenreifen aufziehen und konnte so bereift das Rennen beenden. Trotz der ständigen Reifenwechsel schaffte es das Team Platz, elf der Gesamtwertung zu halten.

Z4 Coupé, 135i, 135D
Für die anderen von Dörr Motorsport eingesetzten Autos lief es eher durchwachsen. Das kleinere BMW Z4 Coupé konnte aufgrund eines heftigen Trainingsunfalls erst gar nicht zum Rennen an den Start gehen. Die Beschädigungen waren so stark, dass die Pause zwischen Training und Rennen zur Reparatur nicht ausgereicht hätte. Der BMW 135i rollte in der sechsten Runde mit Kupplungsschaden aus. Zwar konnte der von Kristian Vetter (Geroldshofen) aufgebaute BMW 135d das Rennen beenden, musste aber während der vier Stunden Renndistanz immer wieder lange Standzeiten in Kauf nehmen, da sich immer wieder technische Probleme einstellten. 

Lauf 5 der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 3. Juli 2010 statt, die Renndistanz beträgt vier Stunden.

Stimmen nach dem Rennen
Jörg Ullmann, Teamchef
„Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Abstimmungsarbeit vom Freitag hat Früchte getragen. Jetzt fehlt uns noch etwas Top-Speed, den wir mit der nächsten Motorausbaustufe erhalten. Die Fahrer haben allesamt gut gearbeitet, genau wie der Rest des Teams. Den Top-Ten-Platz haben wir durch einen überflüssigen Boxenstopp verloren. Es hätte aber auch gut gehen können: Hätte der Regen früher eingesetzt, wären wir die Gewinner gewesen. Der Unfallschaden am „kleinen“ Z4 sowie der Kupplungsschaden am 135i sind reparabel und stellen keine größeren Probleme dar. Mit dem Diesel machen wir große Schritte nach vorne, auch wenn das bei diesem Lauf anders ausschaute. Ich denke, dass wir ihn bald konkurrenzfähig haben.“

Rudi Adams, Fahrer BMW Z4 Coupé GT3
„Im Training war zunächst die Strecke stellenweise extrem nass und rutschig, anschließend gab es zahlreiche Unfälle, zum Teil so schlimm, dass ich bis auf Schritttempo runterbremsen musste. Die von uns vorgenommenen Änderungen wirkten sich vor allem in den Kurven positiv aus. Das Auto ist jetzt deutlich ruhiger und bleibt selbst bei noch späterem Bremsen deutlich gelassener. Mein Startstint war sehr gut, in den Kurven konnte ich mit jedem Wettbewerber Schritt halten. Lediglich auf der Geraden hatte ich gegen die Porsche keine Chance. Ich denke, dass wir mit dem neuen Motor deutlich schneller sind und damit auch noch konkurrenzfähiger.“

Stefan Aust, Fahrer BMW Z4 Coupé GT3
„Das Auto macht total viel Spaß, Motor und Fahrwerk sind genial. Die Rundenzeiten sind soweit ok, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass ich mein erstes volles Rennen auf dem GT3 gefahren bin. Es hat irre viel Spaß gemacht, besonders die neue Erfahrung, nicht mehr überholt zu werden, sondern nur noch zu überholen.“

Peter Posavac, Fahrer BMW Z4 Coupé GT3
„Dörr Motorsport hat uns ein sehr gutes Auto hingestellt, das richtig viel Spaß macht. Schnell fahren ohne Anstrengung ist damit möglich. Ich bin im Rennen immer wieder auf kleinere Autos aufgelaufen und musste so immer wieder den Anschluss abreißen lassen. Zum Schluss gab es viele Unfälle mit vielen Gelbphasen. Ich hatte keine freie Runde, bin aber mit meiner Leistung dennoch zufrieden.“
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 16.06.2010

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