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| VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
2010 |
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| Trockenübung |
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Die Teilnahme am ersten
Ren- nen zur VLN, wollte Kappeler Motorsport als
„Standortbe- stimmung“ nutzen: Das neue Fahrzeug kennen lernen,
Kinderkrankheiten aufdecken und ausmerzen und eine technische Feinabstimmung erledigen.
Nach dem Training jedoch waren diese Pläne kurzfristig außer Kraft gesetzt, denn das Team rund um Fahrer und Teamchef Thomas Kappeler fand sich in der stark besetzten Klasse SP5 auf Startplatz zwei wieder. |
| ©
Kappler Motorsport |
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| In neuem Design - der BMW von Kappeler Motorsport |
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Falsche Reifenwahl und verunfallte Fahrzeuge bremsten das junge Team Kappeler Motorsport beim Training zum ersten Lauf der VLN ein und dennoch reichte die eingefahrene Zeit für den zweiten Starplatz in einer kampfbetonten Klasse SP5 im Feld der mehr als 170 gestarteten Teilnehmer. Donald Molenaar (Niederlande) ging zuerst auf regennasser Piste auf Zeitenjagd, kämpfte mit heftigem Untersteuern und hatte damit keine Chance auf eine verwertbare Zeit. Ursache war die bereits genannte falsche Reifenmischung. Thomas Kappeler hatte anfänglich nur wenig mehr Fortuna: In seiner schnellen Runde musste er den BMW bis zum Stillstand abbremsen, um eine Kollision mit einem Unfallfahrzeug zu verhindern. Kappeler hatte im Anschluss an die verkorkste Runde Glück und erwischte erst gegen Trainingsende einen freien, nahezu trockenen Umlauf und konnte den Rennwagen auf Startplatz zwei der Klasse stellen. Dass bei einer solch guten Ausgangsleistung kurzfristig sämtliche Strategien über den Haufen geworfen wurden, spricht für die Vollblut-Racer Kappeler und Molenaar: Bei einer solch guten Ausgangsposition wollten sie auf Angriff und nicht auf Abwarten fahren.
Gepokert und verloren
Thomas Kappeler ließ es sich als Teamchef und Fahrer in Personalunion nicht nehmen den Start zu fahren. Obwohl Kappeler vom Start weg reichlich Druck auf den Führenden der Klasse ausübte, konnte der aus Bad Saulgau stammende Rennfahrer während der ersten beiden Runde keinen ernsthaften Überholvorgang starten und hatte Mühe, den Klassenprimus nicht zu verlieren. In seiner dritten Runde platzte der Knoten, Kappeler konnte die Geschwindigkeit des Führenden in der Klasse halten und den Druck sogar erhöhen. Nur eine Runde später wurde der BMW von Kappeler Motorsport auf Rang eins der Klasse SP5 geführt. Beim Spritverbrauch begann das Team zu pokern, denn rechnerisch hätte der Kraftstoffvorrat für insgesamt elf Runden reichen müssen, doch die Realität hatte andere Pläne: Trockene Piste und reichlich Sauerstoff in der Luft bescherten dem WTC-BMW nicht nur schnelle Rundenzeiten und einen Hauch mehr Leistung, sondern auch einen höheren Spritverbrauch. Nach knapp mehr als der Hälfte seiner elften Rennrunde ging Kappeler der Sprit aus. Der Rennwagen wurde von den Sicherheitskräften zur nächsten Ausfahrt gezogen, wo bereits die Mechaniker-Crew mit Kraftstoff wartete und Kappeler die Rückfahrt zur Boxengasse ermöglichte – am Ende dauerte diese Runde knapp 40 Minuten und machte alle Siegträume zu Nichte.
Dennoch klemmte sich Donald Molenaar hinters Volant des schnellen BMW, um die verbleibende Renndauer zum Abstimmen und Einstellen des Autos zu nutzen. Nach fast jeder Runde stand der Wagen von Kappeler Motorsport vor der Box, Mechaniker befragten Molenaar nach dem Fahrverhalten und passten das Setup den Aussagen des Niederländers an. Nach zehn gefahrenen Einstellrunden beendete der Teamchef die Arbeit Molenaars, der das Auto in der Box abstellte. Auch wenn das junge Team die Wertung verpasste, hatte es gezeigt, was man leisten kann und der Klasse seinen Stempel aufgedrückt. Für die Zukunft weiß man auch, welche Distanzen man mit einer Tankfüllung zurück legen kann.
Stimmen nach dem Rennen
Thomas Kappeler, Teamchef und Fahrer
„Der überarbeitete Motor lief hervorragend, das Fahrwerk arbeitete tadellos – so hätten wir gewinnen können. Andererseits konnten wir auf diese Weise den exakten Spritverbrauch ermitteln. Den Speed der Spitze konnte ich zu Beginn des Rennens nicht gehen – erst am Ende der zweiten Runde bildete ich eine Einheit mit dem Auto, konnte Geschwindigkeit und Druck erhöhen. Donald Molenaar hat mit seinen Einstellungsrunden wertvolle Arbeit geleistet – so haben wir für die kommenden Rennen ein perfekt abgestimmtes Auto. Meinen Dank richte ich an das Team von KK Automobile, die Mechaniker und die Partner von Kappeler Motorsport.“
Donald Molenaar, Fahrer
„Wir haben im Training Regenreifen gefahren, die offenbar weder mit Fahrwerk noch Leistung des BMW harmonierten – eine schnelle Rundenzeit war so nicht möglich. Das Auto läuft wirklich sehr gut, die Umbaumaßnahmen am Motor von KK Automobile sind wirklich sehr gut gelungen. Mit den von mir ermittelten Fahrwerkseinstellungen haben wir für das nächste Rennen die perfekte Balance gefunden: Das Auto liegt sehr ruhig, lässt sich einfach und dennoch schnell fahren, eine Zeit unter neun Minuten ist nicht nur möglich, sondern Pflicht!“ |
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| Redaktionsbüro Uwe Meuren |
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Artikel vom 30.03.2010
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