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| VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
2010 |
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| Vizemeister hadert mit Technik |
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Eine fulminante Saison 2009 in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) liegt hinter dem aus Much stammenden Team Derscheid. Entsprechend hoch war zum Saisonstart am vergangenen Wochenende die Erwartungshaltung von Fahrern, Teammitgliedern und Fans. Am Ende wurde das Rennen des Team Derscheid von technischen Problemen bestimmt und nur mit größter Mühe konnte am Ende Platz zwei eingefahren werden. |
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Redaktionsbüro Meuren |
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| Platz
zwei nach technischen Problemen in der Klasse V2 |
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Schon das Training stand unter keinem guten Stern für das Team Derscheid: Stammfahrer Michael Flehmer (Overath) stieg nach eigener Ansicht zum völlig falschen Zeitpunkt ins Training ein und verpasste damit die Chance auf eine freie Runde mit guter Zeit. Angekündigter Regen setze ein als Flehmer auf Regenreifen in Richtung Boxenausfahrt fuhr – Fahrer, die zu dieser Zeit schon auf der Piste waren, mussten mit profillosen Rennreifen zurecht kommen und mutierten dadurch zu unfreiwilligen Bremsklötzen. Nach nur einer Runde über Grand Prix-Kurs und Nordschleife kehrte Flehmer in die Box zurück und übergab den BMW 318is an seinen Fahrerkollegen und Teamchef Rolf Descheid (Much), der die Kohlen aus dem Feuer holen sollte. Indes ließ der Regen nach, die Ideallinie trocknete ab und Derscheid konnte eine nahezu perfekte Runde drehen, die dem Team kurzzeitig den ersten Startplatz sicherte. Erst wenige Minuten vor Trainingsende konterte der Wettbewerb und verbannte das Fahrerduo Derscheid-Flehmer auf den zweiten Startplatz. Zwischen Training und Rennen entbrannte eine heftige Fehlersuche, denn beide Fahrer bemängelten ein massives Manko an Motorleistung, wodurch sich beide für das Rennen im Hintertreffen sahen.
Kämpfen bis zur völligen Erschöpfung
Traditionsgemäß übernahm Flehmer den Start und die ersten beiden Rennstunden des 4h-Rennens. Schon nach Überqueren der Start-Ziel-Linie setzte sich der Führende der Klasse deutlich ab und konnte Runde für Runde seinen Vorsprung ausbauen. Ein Reifenschaden zwang den auf der Führungsposition liegenden Konkurrenten an die Box. Dabei wurde er von Flehmer überholt, der sich dann auch einen aussichtsreichen Vorsprung erarbeiten konnte. Die Freude über die Führung war nicht von langer Dauer: Flehmer kämpfte wie besessen aber mit stumpfen Waffen, denn der Motor gab nach wie vor nicht seine gesamte Leistung preis. Noch bevor Michael Flehmer die Box ansteuerte, um den Fahrerwechsel zu vollziehen, lag das Team Derscheid erneut auf Rang zwei der Klasse V2.
Schnell und routiniert erledigten die Mechaniker den Boxenstopp, kontrollierten die Flüssigkeitsstände und tankten den BMW randvoll. Währenddessen nahm Teamchef Rolf Derscheid hinterm Volant Platz und erhielt letzte Tipps von Flehmer über Streckenbeschaffen- und Besonderheiten. Für Derscheid begann ein hartes Stück Arbeit, Runde für Runde kämpfte er sich trotzt mangelnder Motorleistung an den Führenden der Klasse heran. Die harte Gangart gepaart mit mangelnder Motorleistung steigerte den Kraftstoffverbrauch deutlich und so musste Derscheid, der mittlerweile an der Stoßstange des Führenden klebte, noch vor Rennende einen kurzen Tankstopp einlegen. Somit war die Chance vertan, den Führenden in den letzten verbleibenden Runden zu bezwingen. Das Team Derscheid musste sich beim Saisonauftakt mit dem zweiten Platz zufrieden geben, der in Anbetracht der Rahmenbedingungen intern wie ein Sieg gewertet wurde.
Text und Foto: Redaktionsbüro Meuren
Stimmen nach dem Rennen
Rolf Derscheid, Teamchef und Fahrer:
„Im Training hatte ich unwahrscheinliches Glück eine freie Runde zu erwischen und somit Startplatz zwei zu sichern. Schon im Training gab es viele Unfälle und noch mehr Nordschleifen-Neulinge, die ohne Streckenkenntnisse für viel Unruhe im Feld sorgten. Im Rennen musste ich wirklich alles geben, um Boden gut zu machen. Insbesondere die mangelnde Motorleistung, noch mehr Unfälle und die immer noch zahlreichen Neulinge machten es schwer, einen Fahrfluss zu finden. Platz zwei geht daher voll in Ordnung und wir freuen uns darüber sehr, bei den Rahmenbedingungen hätten wir auch deutlich weiter hinten landen können. Wir setzen alles dran, den Fehler bis zum zweiten Lauf gefunden zu haben, um wieder ernsthaft kämpfen zu können.“
Michael Flehmer, Fahrer:
„Nach meiner Trainingsrunde war ich froh aus dem Auto steigen zu können, denn nichts ging zusammen: Unfälle, gelbe Phasen und Neulinge haben meine Trainingsambitionen zerstört. Bis auf die fehlende Motorleistung war das Auto perfekt vorbereitet. Fahrwerk, Reifen, Bremsen, Getriebe – alles erstklassig. Im Rennen machte sich das Leistungsmanko hauptsächlich in den schnellen Passagen bemerkbar, dort, wo Höchstgeschwindigkeit gefragt war. Die Streckensituation verschlimmerte sich im Rennen von Runde zu Runde und viele Unfälle taten ihr Übriges, um den Fahrfluss zu stören.“ |
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| Redaktionsbüro Uwe Meuren |
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Artikel vom 30.03.2010
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