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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring -  Dörr Motorsport
Kollision verhindert zweiten Hattrick
Für Dörr Motorsport war der letzte Lauf der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft mehr als nur das Saisonfinale 2009: Das Team hatte die Möglichkeit, seinen zweiten Hattrick zu feiern. Am Ende kam es ganz anders. Die Eifel empfing das hessische Rennteam Dörr Motorsport 
zum letzten Lauf der BF-Goodrich Langstrecken- meisterschaft 2009 mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und einem eisigen Wind.
 © Redaktionsbüro Meuren
 Siegeszug von Dörr Motorsport gebremst 
Das jedoch sollte zunächst das kleinere der folgenden Übel an diesem Rennsamstag sein. Zunächst beschäftigte das defekte ABS-Steuergerät Mechaniker, Fahrer und Teamchefs. Bereits im freien Freitagstraining haderte das BMW Z4 Coupé mit dem Bauteil – am Ende stieg das Steuergerät komplett aus. Erst am Samstagmorgen konnte dank des Organisationstalents und der Fingerfertigkeit aller Mechaniker das Bauteil ersetzt werden.
Als Rudi Adams (Ahütte) pünktlich um 08:30 zuerst ins Training ging, funktionierte das ABS nach wie vor nicht fehlerfrei, die Justierung konnte immer nur zwischen den Runden vorgenommen werden. Mit extrem weichen Reifen konnte Adams in seiner ersten Trainingsrunde eine zufrieden stellende Zeit einfahren, doch schon in der zweiten Runde erreichten die Reifen ihre Grenzen und ohne Unterstützung des ABS´ rutschte Adams mehr als er fuhr. Stefan Aust (Münster) übernahm für eine Trainingsrunde den Wagen, hatte seinerseits Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Das ABS funktionierte nach den Justierarbeiten zu diesem Zeitpunkt zumindest Ansatzweise. Auch Luca Ludwig (Bornheim), an diesem Wochenende wieder dritter Fahrer auf dem Dörr-Coupé, drehte nur eine Runde, haderte ebenfalls mit mangelndem Grip, war jedoch mit einwandfrei funktionierender Technik unterwegs. Als die Strecke mehr Temperatur bot, sich der Verkehr gelegt hatte, ging Rudi Adams für eine weitere Runde auf die Piste. Mit einer Zeit von 8:34 katapultierte er den Wagen von Dörr Motorsport aus dem Mittelfeld der Klasse SP6 auf Startposition eins und Position 17 der Gesamtwertung. Zum Vergleich: Der Zweitplatzierte der Klasse rangierte mit einer Rundenzeit von 8:50 weit abgeschlagen auf dem 30. Startplatz der Gesamtwertung.

Leichte Berührung, schwere Folgen

Rudi Adams saß zuerst im Fahrzeug, um so schon in der Anfangsphase dem Team einen gewissen Vorsprung rauszufahren. Die Strategie ging zunächst auf: Adams drehte eine schnelle Runde nach der anderen und fuhr der Konkurrenz auf und davon. Kurz vor Ende seines Stints kam es jedoch im Streckenabschnitt „Breidscheid“ zu einer leichten Kollision mit einem zur Überrundung anstehenden Fahrzeug. Als das Coupé in Runde neun an der Box zur Übergabe an Stefan Aust stand, gab es Probleme beim Reifenwechsel: Das hintere Rechte Rad ließ sich nicht demontieren, die Mechaniker benötigten 24 Minuten zur Reparatur, ehe Aust auf verlorenem Posten ins Renngeschehen eingreifen konnte. Nach wenigen Kilometern der erste Folgeschaden der Kollision: Das hintere rechte Rad löste sich und Stefan Aust konnte nur in Schrittgeschwindigkeit die Box ansteuern. Erneut arbeiteten die Mechaniker am beschädigten Rad - erneut stand das Coupé für mehrere Minuten in der Box, bevor Aust wieder ins Rennen geschickt wurde. Doch die Freude über ein funktionierendes Auto währte erneut nur kurz, ehe sich die defekte Radbefestigung meldete, lockerte und Aust wiederum zum Kriechgang in die Box zwang. Auch jetzt arbeiteten die Mechaniker für etliche Minuten am BMW, fanden die Ursache des Problems und schickten Stefan Aust zum letzten Mal auf die Strecke. Jetzt funktionierte das Auto tadellos, was die Rundenzeiten belegten. Zweimal fuhr der aus Münster stammende Stefan Aust unter neun Minuten – persönlicher Rekord! Jedoch war die Konkurrenz zu diesem Zeitpunkt schon über alle Berge und Dörr Motorsport fuhr aussichtslos hinterher.
In Runde 17 stand ein planmäßiger Boxenstopp an, bei dem Luca Ludwig das Z4 Coupé für die restlichen Runden übernahm. Völlig problemlos verhielt sich die Technik und Ludwig konnte konstante Rundenzeiten deutlich unter neun Minuten abliefern. Jedoch drehte er ohne den Hauch einer Podiums-Chance seine Runden. Zu groß war der Rückstand des sonst erfolgreichen BMW von Dörr Motorsport.
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 03.11.2009

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