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| Langstreckenmeisterschaft Nürburgring -
17.10.2009: 33. DMV 250-Meilen-Rennen |
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| Siegersekt mit Beigeschmack |
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Der Kampf um die Krone der BF-Goodrich
Langstrecken- meisterschaft wurde bereits beim vorletzten Lauf am vergangenen Samstag vorzeitig entschieden. Zu Ungunsten des Team Derscheid
(Much), das bis zum Schluss berechtigte Titel- chancen hatte und bis zur letzten Sekunde auf ein „kleines“ Wunder hoffte. Der Siegersekt des Klassensiegers hatte einen richtig faden Beigeschmack.
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Dirk Reiter |
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Michael Flehmerund Rolf Derscheid
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Insgesamt 13 Starter der Klasse V2 gingen am frühen Samstagmorgen in das offizielle Zeittraining des 9. Laufs zur BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft. Eiskalte Temperaturen, Wind, Regen und phasenweise sogar Hagel verlangten nicht nur den Fans entlang der Nordschleife alles ab. Auch Fahrer, Mechaniker und Teamchefs hatten mit den schwierigen Verhältnissen zu kämpfen. Beim Team Derscheid kam zum widrigen Wetter auch noch der Druck der Meisterschaft: Das Team lag mit nur wenigen Punkten Rückstand auf einem aussichtsreichen zweiten Rang und hatte so die Möglichkeit, die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Michael Flehmer (Overath) begab sich zuerst auf die kalte und rutschige Piste. Die erste Runde wurde von der Rennleitung als „Besichtigungsrunde“ ausgerufen und somit ohne Zeitwertung gefahren. Für Flehmer waren seine Runden „ok“ aber nicht bestzeitfähig, es war der Teamchef Rolf Derscheid (Much) selbst, der den ersten Startplatz der Klasse V2 rausfuhr. Mit einer Zeit von 12:03 Minuten stand der BMW 318is des Team Derscheid nicht nur auf Klassen-Pool, sondern auch auf dem 21. Gesamtrang der dritten Startgruppe.
Ungefährdet: Start-Ziel-Sieg
Wie im Training saß auch im anstehenden 4h-Rennen Michael Flehmer als erster hinterm Volant des BMW 318is. Ausgerüstet mit Regenreifen überquerte Flehmer um kurz nach 12 erstmalig die Start-Ziel-Geraden und konnte den ersten Platz schon im Startgetümmel verteidigen. Nicht nur das: Flehmer vergrößerte sofort den Abstand auf den Verfolger und fuhr konstant nach vorne. Indes begann die Strecke auf der Ideallinie immer trockener zu werden, Teamchef Derscheid entschied in Runde vier, den Wagen auf Slicks umzurüsten. Gleichzeitig betankten die Mechaniker den BMW, um damit Flehmer in einen langen Stint von weiteren zehn Runden zu schicken.
In Runde 15 stand der BMW des Team Derscheid erneut an der Box: Diesmal stand der Fahrerwechsel an. Auf Geheiß des Teamchefs wurde nur eine vorbestimmte Menge Sprit getankt. Nach Derscheids-Rechnung hätte die Menge bis Rennende ausreichen müssen. Weiter auf Platz eins liegen drehte der Teamchef ungefährdet seine Runden, als im 21. Umlauf die Tankuhr eindeutige Signale von sich gab. Mit mehr als einer Minute Vorsprung entschied das Team sich für einen „Splash-and-Dash-Stop“. Wieder stand der BMW in der Box, wieder spendierten die Mechaniker dem Auto einige Liter Sprit, ehe sich der Teamchef für die drei letzten Runden auf den Weg machte. Der zusätzliche Stopp verkürzte dabei den herausgefahrenen Vorsprung dramatisch. Formatfüllend präsentierte sich der Zweitplatzierte im Rückspiegel des Derscheid-BMW und Rolf Derscheid gab wirklich alles, um den ersten Platz zu verteidigen. In seiner letzten Runde ging bei Derscheid noch einmal der Puls in die Höhe als es beim Überholen eines langsameren Fahrzeugs zu einer Kollision kam, bei der der Derscheid BMW am rechten hinteren Rad getroffen wurde, sich ohne einzuschlagen einmal um die eigene Achse drehte und entgegen der Fahrbahn stehen blieb.
Derscheid brachte den Wagen wieder in die richtige Richtung und machte sich eiligst in Richtung Ziel, wohlwissend, das der Verfolger durch dieses Missgeschick deutlich an Boden gewonnen hatte. Mit zehn Sekunden Vorsprung gewann das Team zum achten Mal die Klasse V2 und gehört somit zum erfolgreichsten Team der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft der Saison 2009.
Auch wenn das Team die Klasse gewann – der Kampf um den Titel war verloren. In Derscheid’s Klasse gingen regelmäßig weniger Teilnehmer an den Start als in der Klasse des jetzigen Meisters. Damit erhielt das Team bei nahezu jedem Rennen deutlich weniger Punkte und musste sich, wenn auch nur hauchdünn, dem amtierenden und künftigen Meister geschlagen geben. Der Siegersekt hatte diesmal einen wahrlich faden Beigeschmack. |
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 20.10.2009
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