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| 6. Lauf zur BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft |
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| Sieg löst sich in Rauch auf |
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Es sah alles nach einer Triumphfahrt des BMW Z4 Coupé von Dörr Motorsport (Butzbach/Hessen) beim 6. Lauf zur BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft aus. Öl bescherte dem schnellen Coupé ein unrühmliches Ende. Das zweite Auto, der BMW 135i, drehte trotz heftiger
Wetterkapriolen unbeschadet seine Runden und kam als Zweites der Klasse SP8T ins Ziel.
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DörrMotorsport |
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| Motorbrand
stoppt Erfolgsfahrt |
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Der Plan war ein anderer: Neben dem Z4 Coupé wollte Dörr Motorsport den BMW 130i, besser bekannt als das „Phantom“ an den Start bringen. Im freien Freitagstraining wurde der Wagen jedoch von „Phantom-Schmerzen“ geplagt: Kühlmittelverlust und Ausfall des ABS sorgten für das vorzeitige Aus. Noch in der Nacht schafften Mitarbeiter das „Phantom“ in die heimische Werkstatt nach Butzbach und brachten von dort den BMW 135i mit. Einem erfolgreichen Wochenende stand somit nichts im Wege. Einen Neuzugang hatte das Team bei der Fahrerbesetzung zu verbuchen: Stefan Aust, „altes“ Mitglied der Langstrecken-Familie, ging beim 6h-Rennen erstmalig auf dem Z4 an den Start. Und nicht nur das: Als Doppelstarter drehte er auch auf dem 135i seine Runden.
Platz 1 in Training und Rennen
Im Training hatte Rudi Adams (Ahütte) die besten Karten: In einer nahezu „gelb“-freien Runde stellte er den BMW auf Startposition eins der Klasse SP6 – dazu war eine Maximalzeit von 8:38 Minuten erforderlich. Bis auf Marco Schelp (Berlin), der aufgrund von Kraftstoffmangel im Streckenabschnitt Bergwerk liegen blieb, konnten die anderen Fahrer problemlose Trainingsrunden abspulen. Luca Ludwig (Bornheim) und Stefan Aust (Münster) waren mit ihren Ergebnissen durchaus zufrieden.
Marco Schelp saß als erster hinterm Volant des BMW Z4 Coupé. Auf Starplatz 18 der Gesamtwertung liegend überquerte der Berliner pünktlich um 12:00 Uhr erstmalig die Start-Ziel-Linie und stürzte sich ins Getümmel der ersten Kurve. Mit einer gehörigen Portion Zurückhaltung – schließlich gewinnt man ein 6h-Rennen nicht in der ersten Kurve – fand Schelp flott seinen Rhythmus und begann kontinuierlich seine Runden zu drehen. Im vierten Umlauf fielen erste Tropfen, die sich in der fünften Runde verstärkten. In Runde sechs steuerte Schelp den BMW an die Box, um Regenreifen montieren zu lassen und den Wagen an Rudi Adams zu übergeben.
Der aus der Eifel stammende Adams glänzte trotz zwischenzeitlich strömenden Regens mit fabelhaften Zeiten und konnte sich Runde um Runde in der Gesamtwertung nach vorne schieben. Nach zwei Stunden lag das Coupé von Dörr Motorsport auf dem 15. Gesamtrang, den ersten Platz in der Klasse hatte das Team mit mehr als drei Minuten Vorsprung sicher. In Runde 12 kam Adams in die Box – nicht zum Fahrerwechsel, sondern lediglich zum Tanken. Teamchef Rainer Dörr hatte entschieden, Adams einen Doppelturn fahren zu lassen, um die gute Position weiter auszubauen. In der 21. Runde war dann auch für Adams Schluss und er übergab den Wagen an Luca Ludwig. Der junge Bornheimer profitierte anfänglich von einer nahezu komplett trockenen Strecke und konnte mit Slicks zwei gute Runden hinlegen. Dann setzte erneut Regen ein und Ludwig entschied, auf den Trockenreifen weiter zu fahren. So sparte er einen weiteren Stopp, viel Zeit und brachte so das Team noch weiter nach vorne. Nach vier Stunden Renndistanz lag das Team auf Rang neun der Gesamtwertung. Nach den Schauern begann die Strecke erneut schnell abzutrocknen und Luca Ludwig drehte ruhig seine Runden, ehe er den Wagen an Stefan Aust übergab. Mit deutlich weniger Fortuna als seine Kollegen ging Aust ins Rennen, das für ihn und den Rest der Truppe schon nach knapp zwei Kilometern beendet war. Dichter Rauch drang aus dem Motorraum und kündigte Unheil an. Im Streckenabschnitt Flugplatz steuerte Aust den Wagen in eine „Rettungstasche“, aktivierte den automatischen Feuerlöscher, nachdem erste Flammen im Innenraum züngelten und konnte den brennenden Boliden unverletzt verlassen. Nur durch das beherzte Eingreifen es Streckenpostens konnte ein kompletter Fahrzeugbrand verhindert werden. Damit gingen jegliche Siegträume in Rauch auf. Ursache für den Brand war vermutlich eine Undichtigkeit am Motor.
Platz zwei für 135i
Werner Cleef (Santa Ponsa), Kristian Vetter (Geroldshofen) und Stefan Aust (Münster) gingen gemeinsam auf dem BMW 135i an den Start des 6h-Rennens. Schon nach dem Training zeigten sich alle drei Piloten mit Auto und eingefahrenem Startplatz sehr zufrieden. Von einem gutmütigen Auto, das selbst bei schwierigen Streckenverhältnissen einfach zu fahren sei, war die Rede. Das sollte sich im Laufe des Rennens mehr als einmal bewahrheiten. Auf Startplatz 79 der Gesamtwertung und auf Rang zwei der Klasse SP8T stand nach 1,5h Trainingsdauer der BMW von Dörr Motorsport.
Stefan Aust, Doppelstarter an diesem Wochenende, ging als erster ins Rennen. Auch Aust entschied sich für die Strategie des frühen Wechsels: Nur eine Runde drehte er auf Slicks im ständig stärker werdenden Regen und übergab in Runde sechs den Wagen an Werner Cleef. Auf Regenreifen konnte Cleef dem Wetter trotzen und gute Rundenzeiten abliefern. Durch die abtrocknende Strecke wurden die Regenreifen arg strapaziert und Cleef rutschte mehr als er fuhr. Die Rutschpartie endete in Runde 12, und ab dann pilotierte für sechs Runden Kristian Vetter den BMW 135i. Er konnte im Gesamtfeld weiter Boden gut machen, musste sich jedoch mit Rang zwei zufrieden geben. Sein Stint, geprägt von Gelbphasen und Unfällen, verlief ereignislos, aber mit viel Spaß am Auto. Senior des Trios, Werner Cleef, machte sich erneut Startklar, als Vetter mit dem 1er die Box ansteuerte. Sein folgender Stint verlief ähnlich ereignislos wie der von Vetter: Weiter nach vorne ging es nur in der Gesamtwertung, der Abstand auf den Führenden der Klasse bliebt stets annähernd gleich. Letztmalig wechselten die Fahrer in Runde 29 und es war an Vetter, die gute Leistung zu Ende zu bringen. Auf Platz 158 der Gesamtwertung und dem zweiten Platz der Klasse liegend überquerte Vetter um kurz nach 18:00 Uhr die Ziellinie. |
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DörrMotorsport
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ADAC Ruhr-Pokal-Rennen :
Platz zwei in der Klasse SP8T |
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Stimmen nach dem Rennen
Rainer Dörr, Teamchef:
„Am Coupé haben wir das Setup des Fahrwerks etwas verändert und von Pirelli eine neue Reifenmischung erhalten. Diese Kombination hat uns einen großen Schritt nach vorne gebracht. Die Leistung der vier Fahrer ist nicht hoch genug einzuschätzen: Trotz schwieriger äußerer Bedingungen sind sie stets am Maximum gefahren und haben das Auto ganz gelassen. Der Brand, der sowohl Motor als auch die Elektrik nahezu vollständig zerstörte, wurde wahrscheinlich durch ein Leck im Motor hervorgerufen. Genaues wissen wir noch nicht und wird sich erst bei exakter Diagnose herausstellen. Fakt ist: Der Motor muss getauscht werden, ebenso wie der Kabelbaum. Aber zum nächsten Rennen in sechs Wochen sind wir wieder zurück. Und mit der gefahrenen Zeit von 8:38 haben wir gezeigt, dass unser Coupé für die Top-Ten reif ist.
Der 135i lief wie ein Uhrwerk – genauso haben auch die Fahrer funktioniert. Auch sie haben alles richtig gemacht und die getroffenen Entscheidungen zum Reifen- und Fahrerwechsel haben uns in die Karten gespielt. Mein Glückwunsch an Werner Cleef, Kristian Vetter und Stefan Aust für den verdienten zweiten Rang und die tolle Teamleistung.“
Marco Schelp, Fahrer:
„Das Auto war super abgestimmt, der Motor lief wie eine eins. Ich habe im Training etwas Pech mit dem Kraftstoffvorrat gehabt, aber das kann passieren. Im Rennen lief dann alles rund und selbst der einsetzende Regen konnte mir den Spaß nicht verderben.“
Rudi Adams, Fahrer:
„Schade, dass bei diesem Auto selbst ein Doppelstint so schnell zu Ende geht. Der Wagen ist einfach genial. Am Anfang meines Stint war die Strecke nass, trocknete aber schnell ab, wenn auch nicht überall. So musste man immer mit etwas Vorsicht zu Werke gehen, um nicht auf einer nassen Stelle abzufliegen. Während ich mit Slicks unterwegs war, gab es immer wieder Schauer. Die Reifen haben die Nässe wunderbar weggesteckt und auch bei Regen hervorragend funktioniert. Pirelli hat uns gute Pneus gestellt.“
Luca Ludwig, Fahrer
„Zunächst war es trocken, dann nass und anschließend gab es immer wieder nasse Stellen. Eigentlich mag ich diese Mischverhältnisse nicht sonderlich, aber das Auto hat sich selbst bei den schwierigen Bedingungen gut fahren lassen. Alles in allem hat das Rennen Spaß gemacht. Das Ende jedoch war nicht so schön.“
Stefan Aust, Fahrer
„Zwischen meinem bisher gefahrenen Auto und dem Dörr Z4 liegen Welten. Ein echtes Rennauto, das schnell, aber dennoch immer beherrschbar ist. Ich hatte im Freitagstraining und im Zeittraining am Samstag richtig viel Spaß und kam von Runde zu Runde besser mit dem Wagen zurecht. Schade, dass das Rennen so geendet ist. Allerdings bin ich froh, dass am Ende nicht mehr passierte. Ich hoffe, der Z4 wird bis zum nächsten Rennen einsatzbereit sein – ich freue mich auf den kommenden Lauf.“
Kristian Vetter, Fahrer
„Ein serienmäßiges Auto mit Rennsportgenen – der BMW 135i ist einfach zu fahren, hat ordentlich Leistung und vermittelt ungeahnt viel Fahrspaß. Die Streckenverhältnisse haben es erlaubt, auch stärkere Autos zu überholen. Die Reifen waren gut und haben den Belastungen der Nordschleife standgehalten. Zum Schluss haben die Bremsen an Leistung verloren und ich musste mehrmals pumpen, ehe ich ordentlichen Bremsdruck hatte. Danke an Dörr Motorsport für das tolle Auto und ein schönes Rennwochenende.“
Werner Cleef, Fahrer
„Mein zweites Rennen auf dem BMW 135i und es hat sich nichts geändert: Ein tolles Auto eines guten Teams. Auch wenn ich kein ausgesprochener Regenfahrer bin, so hat mir der Wagen viel Sicherheit vermittelt und ich hatte selbst im Nassen meinen Spaß. Mit Slicks und bei trockenem Asphalt ist der Wagen ein wahres Gedicht. Der zweite Platz geht voll in Ordnung.“
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| Redaktionsbüro Uwe Meuren |
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Artikel vom 23.07.2009
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