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| Langstreckenmeisterschaft Nürburgring |
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| Kollision verhindert Hattrick |
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Den dritten Klassensieg im Visier startete das Team Derscheid Motorsport (Much) in den 5. Lauf der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft. Zu Beginn schien der Hattrick möglich, doch ein „dummer“ Zwischenfall machte die Hoffnung auf Platz eins zunichte. Ein ereignisreiches
Rennen lag am Samstagabend hinter Teamchef und Fahrer Rolf Derscheid (Much) und seinem Fahrerkollegen Michael Flehmer (Overath). |
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BR-Foto
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| Klassensieg
blieb verwehrt |
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Der Morgen begann verheißungsvoll, nachdem sich der Nebel verzogen und das Training mit gut einer Stunde Verspätung aufgenommen wurde. Insgesamt fünf Trainingsrunden drehten beide Rennfahrer, bei denen Michael Flehmer keine gute Zeit zustande brachte. Sein Teamchef Rolf Derscheid hatte indes etwas mehr Glück und konnte sogar kurzzeitig Startposition eins erringen. Nach dem Training erklärte er: „Eine richtig freie Runde hatte ich nicht und so war die kurze erste Position mehr Glück als Können.“ Nach dem Training stand das Team mit dem BMW 318is auf Platz drei der mit 13 Startern besetzten Klasse V2.
Frühes Bremsmanöver kostete vermutlich Spitzenplatz
Dem Team-Ritual folgend übernahm Michael Flehmer den Start und konnte sich mit ein paar Zentimetern Abstand an den Zweitplatzierten der Klasse heften. Als dieser durch die Unachtsamkeit eines langsameren Fahrers von der Strecke gedrängt wurde, konnte Flehmer auf Platz zwei vorfahren und schon in kürzester Zeit auf den Führenden aufschließen. Flehmer folgte dem Klassenprimus im Zentimeterabstand, verlor auf den Geraden immer wieder ein paar Meter, konnte jedoch in jeder Kurve aufschließen. Nach seinem Einsatz erklärte er: „In der vierten Runde machte ich richtig Druck auf den Führenden, am Ende der Start-Ziel-Gerade bremste er deutlich früher als gewohnt. Ich konnte nicht mehr komplett ausweichen und rutsche ihm mit der rechten vorderen Ecke unseres BMW in seine linke hintere Ecke. Ich nahm kurz das Tempo raus, um zu sehen, ob der Wagen fahrbar ist, spürte keine wesentlichen Veränderungen und konnte weiter Jagd auf den Führenden der Klasse machen.“ Die beschädigte Front veränderte jedoch die Aerodynamik und reduzierte die Spitzengeschwindigkeit deutlich, so dass die Distanz auf Platz eins von Runde zu Runde größer wurde. Teamchef Derscheid kommentierte den Unfall: „Es war sicherlich ein Rennunfall und keine Absicht. Michael hat das frühe Bremsmanöver des Führenden nicht erwartet. Unser Ziel war einfach nur, dranzubleiben und dann zu schauen, ob der Führende einen Fehler macht oder ob wir beim Überrunden das Auto überholen könnten.“
Zwölf Runden fuhr Flehmer, ehe er die Box ansteuerte und den havarierten BMW seinem Teamchef übergab. Während des Fahrerwechsels tankten die Mechaniker den Wagen, putzten die Scheiben und entfernten alle lockeren Teile an der rechten Fahrzeugfront. Mit dabei: Ein Mechaniker des Team Manthey, der kurzfristig mit Werkzeug und Know-how einsprang, um Karosserieteile so zurecht zu biegen, dass Folgeschäden vermieden wurden. |
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Meuren
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Rolf Derscheid übernahm ein waidwundes Auto von Michael Flehmer. |
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Zufrieden stellend: Platz zwei
Rolf Derscheid gab nun alles, um den zweiten Platz zu halten, denn die folgenden Wettbewerber fuhren ihrerseits auf Teufel komm raus im Kampf um wertvolle Punkte. „Trotz der Schäden“, so Derscheid nach dem Einsatz, „konnte ich den Abstand nach vorne und hinten behalten. Unangenehm war, dass sich bei mir in Folge einer Berührung der rechte Außenspiegel einklappte und ich rechts blind unterwegs war.“ Trotz des Handicaps konnte der erfahrene Pilot den Wagen auf Rang zwei halten. Kurz vor 16:00 Uhr war dann jedoch Schluss mit der Fahrt. Ein heftiges Gewitter ging über der Nordschleife runter, begleitet von schweren Regenfällen. Innerhalb einer Runde ereigneten sich dutzende Unfälle und die Rennleitung sah eine gefahrlose Fortführung des Rennens als unmöglich an. Kurzerhand beschlossen die Verantwortlichen, das Rennen eine knappe halbe Stunde vor offiziellem Ende abzubrechen.
Derscheid: „Der Abbruch geht voll in Ordnung, an eine gefahrlose Fahrt war nicht zu denken. In manchen Abschnitten stand das Wasser einige Zentimeter hoch. Unser zweiter Platz geht unter den Umständen voll in Ordnung. Alle haben einen guten Job gemacht. Wenn auch das Auto ein wenig ramponiert aussieht, werden wir es auf jeden Fall zum 6h-Rennen wieder zum Einsatz fertig haben.“
Derscheid und Flehmer konnten erneut reichlich Punkte sammeln und sich auf Platz zwei der Gesamtwertung festsetzen. Nur 0,53 Punkte trennen das Duo vom ersten Rang. In der Klasse V2 führen beide unangefochten. |
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 30.06.2009
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