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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring - 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
Unglücklicher Rennverlauf bei guter Performance
Nachdem die 37. Auflage des ADAC Zurich 24h Rennens für das Besaplast Team Dolate Motorsport zwei Wochen zuvor noch mit dem Wertungs gruppensieg in der Serienwa- genklasse sehr erfolgreich endete, verhinderte der zwischenzeitliche Rennabbruch beim vierten Lauf zur BFGoodrich Langstrecken- -meisterschaft eine mögliche Wiederholung des guten Ergebnisses. 

 © Daniel Cornesse
 Rennabbruch beraubte den Vorteil
Dabei sah es nach dem Zeittraining für das Fahrertrio Matthias Unger (Heusenstamm), Daniel Zils (Bendorf) und Uwe Ebertz (Fleisbach) noch sehr viel versprechend aus. So stellte man mit einer Rundenzeit von 9.40,227 min. die persönlich schnellste Rundenzeit des Jahres auf und nahm mit dem dritten Rang in der Klasse V5 in Lauerstellung die 40. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy in Angriff.

„Wie wir heute gesehen haben bewegen wir uns mit der Entwicklung des BMW Z4 Coupés in die richtige Richtung. So haben wir noch von Freitag auf Samstag Veränderungen am Fahrwerk vorgenommen, die sich wie man sieht, sehr positiv widergespiegelt haben“, war sich das Team einig.

Nachdem Startfahrer Uwe Ebertz einen guten ersten Turn absolvierte, übernahm mit Matthias Unger, einer der beiden amtierenden VLN Meister, das Steuer des Bayrischen Rennfahrzeuges. Dies allerdings lediglich für zwei Runden, ehe aufgrund eines Unfalles im Streckenabschnitt Kallenhard das Rennen durch die rote Flagge unterbrochen werden musste. 

„Der Abbruch war für uns persönlich sehr unglücklich. Wir konnten gegenüber den BMW M3, die in unserer stark besetzten Klasse V5 antreten, den Tankvorteil, den wir gewöhnlich haben, nicht ausspielen. Normalerweise verlieren wir pro Runde auf die M3 drei bis fünf Sekunden. Dafür müssen wir jedoch einmal weniger zum Boxenstopp antreten, was aber durch die Phase des zwischenzeitlichen Rennabbruches ohne „Parc-Fermé Bestimmungen“ für uns entfiel, da entsprechend nachgetankt werden durfte.“ 

Vom anschließenden Restart angefangen, den der Bendorfer Daniel Zils absolvierte, bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Zielflagge kamen die zahlreich versammelten Zuschauer entlang der Nürburgring Nordschleife erneut voll auf ihre Kosten. So entstand, wie man es bereits bei den letzten Saisonläufen in der Serienwagenklasse V5 vorfand, erneut ein faszinierender und spannender Kampf um die vorderen Positionen bei dem kein Kontrahent nachgeben wollte.

Schlussendlich beendete das Besaplast Team Dolate Motorsport mit dem dritten Rang im zweiten Rennabschnitt den vierten Wertungslauf des Jahres. In der Addition beider Rennhälften bedeutete dies den fünften Rang in der stark besetzten Klasse V5. 

„Wir sind mit der Performance des Fahrzeuges sehr zufrieden, auch wenn wir unseren Hauptvorteil heute nicht ausspielen konnten. Mehr konnten wir daher aus unserer eigenen Kraft einfach nicht erreichen.“

Doch nicht nur in der Klasse V5 wurde eng um die Positionen gekämpft, sondern auch in der auf 2.500 ccm Hubraum begrenzten V4, in der das Besaplast Team Dolate Motorsport gleich zwei BMW 325i einsetzte. 
Mit dem fünften Rang in der Klasse schafften dabei Hans-Robert Holzer (Koblenz), Günther Hartwig (Baden-Baden) und Jürgen Wimbauer (Bogen) nach einer turbulenten Anfangsphase ein versöhnliches Ergebnis, wenngleich auch die Zielsetzung teamintern eine andere ist.

Daniel Cornesse

40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy 

„Wir wollen permanent unter die Top3 unserer Klasse fahren. Trotzdem denke ich können wir mit dem Resultat nach dem chaotischen Rennverlauf zufrieden sein. Wir hatten leider bereits in der dritten Rennrunde einen Zwischenfall mit einem Kontrahenten, wodurch wir etwas zurück geworfen worden sind. Dennoch konnten wir uns im weiteren Rennverlauf immer weiter nach vorne fahren und Jürgen konnte weitere Erfahrung auf der Nordschleife sammeln, was ganz wichtig für uns war“, erklärte Günther Hartwig.

Der zweite BMW 325i pilotiert von Udo Frey (Pattensen), Frank Altmeyer (Wittlich) und Renato Kirin (Oberwit bei Zug) umrundete die Nürburgring Nordschleife über die Distanz hinweg ohne jegliche Probleme. Für das Fahrertrio stand dabei nach wie vor der Lernprozess innerhalb der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft im Vordergrund, die Platzierung innerhalb der Klasse war nachrangig.

„Wir hatten heute einfach tolle Rahmenbedingungen. Nicht nur das Wetter war ideal sondern auch das ganze Team hat gut funktioniert und unser Fahrzeug war perfekt für das Rennen abgestimmt. Wir müssen nun einfach schauen von Lauf zu Lauf mehr Routine in die Abläufe wie z.B. die Fahrerwechsel hinein zu bekommen, um dort schon einmal wertvolle Zeit einsparen zu können. Uns hat es erst einmal sehr gefreut, heute problemlos durchgekommen zu sein und wir wollen uns nun in den verbleibenden sechs Rennen stetig weiter verbessern um irgendwann im Mittelfeld unserer Klasse anzukommen“, erklärte Frank Altmeyer anschließend.

Vielleicht funktioniert dies schon in zwei Wochen, wenn mit dem 49. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen der fünfte Wertungslauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft ansteht und das gesamte Besaplast Team Dolate Motorsport erneut den Angriff auf die vorderen Ränge in den Serienwagenklassen startet.
Media DaCo

Artikel vom 18.06.2009

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