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| Langstreckenmeisterschaft Nürburgring
- 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy |
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| Dörr Motorsport avanciert zum Seriensieger |
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Nach sechs Wochen Pause in der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft starteten die Protagonisten am vergangenen Wochenende zum vierten Rennen der Saison. Auch eine
„Schreck- sekunde“ im Training konnte dem Team weder Ruhe, Kampfgeist noch am Ende den zweiten
Klassensieg in Folge rauben. Offensichtlich ist es Dörr Motorsport nicht vergönnt, ein ruhiges Training mit gutem Ergebnis hinter sich zu bringen: |
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Redaktionsbüro Meuren
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| Sieg in der Klasse SP6 |
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Diesmal war es Marco Schelp (Berlin), der mit der Speerspitze des in Butzbach/Hessen ansässigen Rennstalls ausrutschte und anschließend „waidwund“ in langsamer Fahrt die Box aufsuchte. Grund für den Leitplankenkontakt war offensichtlich eine zu aggressive Fahrwerkseinstellung am BMW Z4 Coupé. Glück im Unglück hatte das Team dennoch: Lediglich die vordere und hintere Spurstange der linken Seite sowie zwei Felgen wurden beschädigt. Noch während das Training lief, konnten die Mechaniker unter Leitung von Technik-Teamchef Jörg Ullmann das Auto reparieren und Rudi Adams (Ahütte) und Luca Ludwig (Bornheim) ihre Trainingsrunden abspulen. Trotz des kleinen Unfalls stand das Z4 Coupé von Dörr Motorsport nach 1,5 Stunden Zeittraining auf dem 24. Platz der Gesamtwertung und auf einem mehr als aussichtsreichen ersten Startplatz der Klasse SP6.
Klassensieg nie in Gefahr
Die Wahl des Startfahrers fiel diesmal auf Rudi Adams, der für acht Runden hinter dem Volant des BMW zu tun hatte. Adams hielt sich wohlweißlich aus jeglichem Startgerangel raus und konnte sich sofort dran machen, den Boliden weiter nach vorne zu bringen. Im engen Kurvengeschlängel der Nordschleife war das Auto selbst stärkerem Wettbewerb ebenbürtig – auf den Geraden fehlte dann doch etwas Leistung. Nach acht Runden führte das Team noch immer die Klasse SP6 mit mehr als vier Minuten Vorsprung an und lag in der Gesamtwertung auf Rang 12. Marco Schelp, zweiter Fahrer im Rennen, hatte keine Zeit, sich auf dem Platz auszuruhen und gab seinerseits alles, um die gute Platzierung zu halten. Auch er hatte die Klasse fest im Griff, weiter vor ging es in der Gesamtwertung jedoch nicht mehr. Um 13:49 Uhr brach die Rennleitung den 4. Lauf zur BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft ab. Was war passiert? Aufgrund eines schweren Unfalls im Streckenabschnitt „Kallenhardt“ musste die Strecke gesperrt werden. Die Rettungsaktion des Fahrers sowie die Bergung des Autos nahmen fast zwei Stunden in Anspruch.
Um 15:40 Uhr erfolgte der Neustart für die verbliebenen Teilnehmer. Marco Schelp, Re-Startfahrer, machte es wie sein Kollege Adams und hielt sich sämtlichen typischen Startquerelen fern. Nach drei Runden im „neuen, alten“ Rennen steuerte der Berliner die Box an, um den Wagen seinem jungen Kollegen Ludwig zu überlassen.
Mit reichlich Vorsprung konnte Ludwig beruhigt ins Rennen gehen. Dennoch gab auch er alles, bis plötzlich die Rundenzeiten stiegen. Die letzten beiden Runden hatten Luca Ludwig offensichtlich schwer zugesetzt: Durch die Hitze im Cockpit baute die Kondition des jungen Fahrers schlagartig ab. Dennoch schaffte er es, den Wagen ohne Blessuren über die Ziellinie zu fahren und den ersten Platz der Klasse mit zwei Runden Vorsprung zu verteidigen. Für das Team war es der dritte Klassensieg im Rahmen der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft – eine weitere Triumphfahrt absolvierte Dörr Motorsport beim 24h-Rennen 2009, wo das Team ebenfalls einen Klassensieg verbuchen konnte.
Die drei Fahrer konnten sich mit diesem Erfolg wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft sichern. Marco Schelp liegt auf dem zweiten Rang aufgrund seiner Erfolge als Doppelstarter. Luca Ludwig und Rudi Adams teilen sich den fünften Rang. Überdies führt der junge Luca Ludwig die VLN-Junior-Trophy an.
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Redaktionsbüro
Meuren
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Mit
„verkleinerter“ Mannschaft und nur einem Auto am Start |
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Stimmen nach dem Rennen
Jörg Ullmann, Technik-Teamchef:
„Trotz des kleinen Abfluges von Marco Schelp konnten wir die Pole-Position der Klasse SP6 einfahren. Der Gesamtstartplatz war nicht ganz nach unserem Geschmack, aber die Fahrer haben das Beste daraus gemacht. Doch ohne die gute Leistung der Mechaniker wäre es nie zu dem guten Ergebnis gekommen. Am Ende ging Luca ein wenig die Puste aus, aber er hat sich wirklich zusammengerissen und sich keinen Fehler erlaubt. Mein Kompliment. Ich muss noch erwähnen, dass wir nur mit einem kleinen Team vor Ort waren. Aber dennoch hat alles wie am Schnürchen funktioniert. Wir freuen uns auf den nächsten Lauf und steuern dann in Richtung Hattrick!“
Rudi Adams, Fahrer:
„Ein tolles Auto, dass nach dem Unfall noch einfacher zu fahren war als vorher. In den Kurven kann man mit den schnelleren mithalten, auf den Geraden fehlt dann doch die Motorleistung. Alles in allem hat es wieder großen Spaß gemacht. Dem Team Dörr Motorsport mit all seinen Helfern gilt mein Dank: Das Auto war erstklassig.“
Luca Ludwig, Fahrer
„Der BMW ist wirklich gut zu fahren und problemlos über die Nordschleife zu chauffieren. Meine Konditionsprobleme muss ich in den Griff bekommen – ich arbeite nahezu jeden Tag daran und treibe viel Sport. Zudem hatte ich während des Rennens keinen Trinkschlauch an Bord, so dass ich während meines Stint den Flüssigkeitsverlust nicht ausgleichen konnte. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und danke dem Team für das tolle Auto. Auch meinen Sponsoren danke ich – ohne deren Unterstützung wäre mein Engagement nicht möglich.“
Marco Schelp, Fahrer
„Unfälle gehören zum Rennsport wie Siege. Passiert ist passiert und ich bin froh, dass es so glimpflich ausging. Mein Stint hat mir viel Spaß bereitet, zumal das Auto nach der Reparatur deutlich ruhiger lag. Man konnte es richtig krachen lassen und mit allen Autos mithalten. Dass ich nun auf Rang zwei der Gesamtwertung liege, freut mich sehr. Nochmehr freut es mich, wenn wir auch in der Langstreckenmeisterschaft unter die Top-Ten fahren.“
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 17.06.2009
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