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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring - 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
Mit Klassensieg auf Rang zwei 
Die laufende Saison der BF-Goodrich Langstrecken- meisterschaft hätte bislang für das Team Derscheid Motorsport aus Much nicht besser laufen können: Drei erste und ein zweiter Platz bedeuten Platz zwei der Meisterschaft. Viel hatten die Fahrer Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) nach dem 4. Lauf zur BF-Goodrich Langstrecken- meisterschaft nicht zu sagen und was sie zum Besten gaben, war einstimmig: 
 © BR-Foto/Derscheid
 Drei erste und ein zweiter Platz bisher
„Ein tolles Rennen auf einem tadellos funktionierenden Auto liegt hinter uns. Unser Dank für das gute Ergebnis gilt nicht zu letzt der Crew und unseren Sponsoren.“ Bis zu diesen abschließenden Worten mussten jedoch ein Zeittraining und knapp vier Stunden Renndistanz bewältigt werden.

Wie gewohnt startete Michael Flehmer ins offizielle Zeittraining am Samstagmorgen. Er drehte insgesamt zwei Runden - die Kombination von Grand Prix-Kurs und Nürburgring Nordschleife - ehe er den Wagen zur Box lenkte, um ihn an seinen Teamchef und Fahrerkollegen Rolf Derscheid zu übergeben. Flehmer nach dem Training: „Reinsetzen, wohlfühlen und Gas geben – das Auto ist wieder klasse vorbereitet. Ich hatte keine echte freie Runde, wurde leider häufig von unachtsamen Fahrern ausgebremst. Dennoch bin ich mit meiner Leistung zufrieden.“ Rolf Derscheid hatte in seinen ersten beiden Runden das gleiche Pech wie Flehmer und musste sich in kniffligen Passagen immer wieder hinten anstellen.

„Als ich nach der zweiten Runde in Richtung Start-Ziel kam, wusste ich, dass Sprit und Zeit für nur noch eine weitere Runde genügten. Also blieb ich draußen und drehte eine dritte Trainingsrunde.“ Eine kluge Entscheidung: In dieser Runde hatte Derscheid freie Fahrt und konnte den BMW 318is auf Startplatz eins der Klasse V2 stellen.

BR-Foto/Derscheid

40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy - Derscheid vor Matthes

Souverän auf Platz 1 nach Zwangspause

Michael Flehmer übernahm den Start, konnte seinen Platz behaupten, erkannte aber seinen ärgsten Verfolger formatfüllend im Rückspiegel. Im Kampf mit dem Matthes BMW wechselte die Klassenführung während der ersten drei Runden ständig, ehe sich Flehmer absetzen konnte. „Mir kamen dabei die vielen Überrundungen zur Hilfe“, erklärte Flehmer nach seinem Einsatz. Und: „Wir hatten einen harten, aber fairen Kampf, der sehr viel Spaß gemacht hat. Die beiden Autos sind ebenbürtig und letztendlich hatte ich ein Quäntchen mehr Glück als mein Widersacher.“ Der Kampf dauerte beinahe zwei Stunden und wurde erst durch einen Rennabbruch beendet: Ein schwerer Unfall in der Spiegelkurve und die anschließend komplizierte Bergung von Fahrer und Fahrzeug bescherten den verbliebenen Protagonisten eine gut zweistündige Zwangspause. Das Team Derscheid nutzte die Unterbrechung zum Fahrerwechsel, Wechsel der Räder sowie zur Kontrolle des Autos. Um 16:00 erfolgte dann der Neustart für eine auf 1:40h verkürzte Renndistanz. 
Rolf Derscheid hatte den Platz hinterm Volant eingenommen und durfte den Re-Start fahren. Auch er konnte den aus der ersten Rennhälfte „mitgebrachten“ Platz verteidigen.

Er setzte sich Runde für Runde von seinem direkt hinter ihm gestarteten härtesten Verfolger im Matthes BMW ab. Auch am Ende der zweiten Rennhälfte wurde das Team Derscheid auf Rang eins der Klasse V2 geführt. Die letztendliche Wertung errechnete sich aus den Ergebnissen beider Rennhälften. Rolf Derscheid: „Das Auto lief wie ein Uhrwerk. Erst gegen Ende des Rennens machten mir Geräusche an der Hinterachse ernorme Sorgen, zumal diese mit jedem Meter lauter wurden. Wir vermuten einen Defekt im Bereich der Radlager oder des Hinterachsdifferentials, was aber erst die Überprüfung im heimischen Much belegen kann. Ein erstklassiges Rennen liegt hinter uns und ich danke der Mannschaft für die tolle Unterstützung und Michael Flehmer für seinen lupenreinen Stint, mit dem er den Grundstein dieses Sieges gelegt hat. Das ganze Team freut sich, dass der Fahrer des Unfallautos glimpflich davon gekommen ist und wünscht gute Besserung.“ 

Das Fahrerduo Derscheid / Flehmer nimmt nach drei Klassensiegen und einem zweiten Platz gemeinsam mit 37,11 Punkten den zweiten Tabellenrang von mehr als 800 gelisteten Fahrern ein. Lediglich 0,65 Punkte fehlen beiden auf Platz eins, nach hinten haben beide 0,77 Punkte Luft.
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 16.06.2009

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