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Langstreckenmeisterschaft Nürburgring - 51. ADAC ACAS H&R-Cup
Mit Kopf und Kontinuität
Insgesamt 13 Konkurrenten in der Klasse V2 musste sich Team Derscheid beim 3. Lauf zur BF-Goodrich Langstrecken meisterschaft im Kampf um Punkte stellen. Unter blauem Himmel lieferte das gesamte Team ein kluges Rennen und wurde mit maximaler Punktzahl belohnt. „Ich hatte ein schönes Training mit nahezu störungsfreier Fahrt bei optimalem Rennwetter“, ließ Michael Flehmer nach dem offiziellen Training zum 3. Lauf zur BF-Goodrich  verlauten.
 © BR-Foto
 Sieg in der Klasse V2
Das gute Wetter sollte über das gesamte Rennen halten, ebenso die gute Fahrt des BMW 318is vom Team Derscheid. Teamchef und Fahrer Rolf Derscheid war mit seinem Trainingsergebnis ebenso zufrieden, auch wenn sein Rhythmus deutlich öfter von Gelbphasen unterbrochen wurde: „In meiner ersten Runde hatte ich viele Unfallstellen zu passieren, in meiner zweiten Runde bremste mich eine lange Ölspur massiv ein. Dennoch bin ich mit meiner gefahrenen Zeit und dem Auto zufrieden.“ Dazu hatte er auch allen Grund, denn mit 10:21 Minuten stellte er den BMW auf den zweiten Startplatz der Klasse V2. Insgesamt drehten die beiden fünf Trainingsrunden – mehr wollte man nicht in Angriff nehmen, um den Wagen für das ausstehende 4h-Rennen zu schonen.

Wie gewohnt ging Michael Flehmer zuerst ins Rennen und überquerte kurz nach 12 Uhr zum ersten Mal die Start-Ziellinie. Im direkten Windschatten des Erstplatzierten der Klasse V2 fuhr Flehmer über den Grand Prix-Kurs, um an dessen Ende auf die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt, die Nordschleife, aufzufahren. „Insgesamt drei Runden bin ich dem Führenden der Klasse gefolgt. Es gab Ecken, an denen ich deutlich schneller war, es gab aber auch Stellen, an denen ich etwas hinterher hing“, resümiert Flehmer nach seinem Einsatz. 

Team Derscheid

Beim Fahrerwechsel wurde der BMW 318is „zugeparkt“

Mit Kopf gefahren und Arbeit beendet

RIn Lauerstellung klebte der Derscheid BMW dem Führenden am Heck. Flehmer wusste, dass ein Überholvorgang nur unter Einsatz der „Brechstange“ möglich war. Das hätte jedoch unter Umständen das Aus für beide Fahrzeuge bedeutet, also wartete er geduldig auf einen Fehler des Wettbewerbers. Und er kam: In Runde drei wurde der Führende der Klasse V2 durch ein schnelleres Auto auf die Außenbahn des „Caraciola Karusells“ gedrängt, wodurch er deutlich an Geschwindigkeit verlor. Innen schlüpfte nicht nur das schnellere Auto, sondern auch der BMW des Team Derscheid durch. „Ich habe nur auf eine solche Situation gewartet. Ständig hatte mich der Führende formatfüllend im Rückspiegel, ich wusste, dass irgendwann ein Fehler kommt. Das wäre mir genauso gegangen“, erklärte Flehmer nach dem Rennen. 

Und weiter: „Anschließend sind wir im Paarflug bis zum Streckenabschnitt Pflanzgarten gefahren; Stoßstange an Stoßstange. Während ich die Überrundung eines offensichtlichen Nordschleifenneulings problemlos erledigen konnte, berührten sich mein Kontrahent und das langsame Auto, wodurch es zu einem Reifenschaden beim Wettbewerber kam. Das tut mir wirklich leid, denn wir hatten bis dahin einen sehr harten, aber auch fairen Kampf, der viel Spaß gemacht hat.“ Flehmer lag nun unangefochten auf Rang eins und konnte seinen Vorsprung auf die Verfolger deutlich ausbauen. 

In Runde 13 war das Rennen zwar für Flehmer, nicht aber für das Team Derscheid beendet. Beim planmäßigen Boxenstopp übernahm Teamchef Rolf Derscheid den BMW auf Platz eins liegend und während er sich anschnallen ließ, tankten die Mechaniker den BMW 318is und kopntrollieren Motor sowie Reifen. „Meine Aufgabe“, so Derscheid nach seinem Einsatz, „war klar: Ich musste das „Ding“ nur noch heimfahren. Ich konnte den Vorsprung halten und am Ende sogar auf über eine Runde ausbauen. Ich hab mich aber aus allen Rangeleien raus gehalten.“ Elf Runden dauerte der Turn des Teamchefs, ehe auch sein Rennen beendet war. Über die Gesamtleistung konnte sich Rolf Derscheid nach dem Rennen nicht positiv genug äußern:

 „Michael Flehmer hat den Grundstein zu diesem Sieg gelegt, das Team hat sein übriges dazu getan. Eine erstklassige Mannschaftsleistung, die uns wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft eingebracht hat.“ Derscheid und Flehmer liegen mit 27,56 Punkten auf dem fünften Platz der Gesamtwertung – nur 0,76 Punkte hinter der Spitze!
Redaktionsbüro Meuren

Artikel vom 10.05.2009

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