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| Langstreckenmeisterschaft
Nürburgring - Dörr Motorsport |
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| Das Paket hat nicht gepasst |
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Mit zwei Autos ging Dörr Motorsport an den Start des zweiten Laufs zur BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft am 18. April 2009. Nur ein Auto sah die Zielflagge - und das nur wegen der Erfahrung und des Könnens aller Fahrer. Rudi Adams, Marco Schelp und Luca Ludwig
pilotierten am vergangenen Wochenende das von Dörr Motorsport eingesetzte BMW Z4 Coupé. |
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Redaktionsbüro Meuren
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| Nur
ein Auto sah die Zielflagge |
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Die drei Fahrer hatten dabei alles andere als leichtes Spiel, denn die Eifel zeigte ihr wahres „April-Gesicht“: Regen, Wind und Kälte beeinflussten sowohl Training als auch Rennen. So herrschte zum eigentlichen Start des Trainings starker Nebel – die Rennleitung verschob das Training um 30 Minuten und wertete die eingefahrenen Zeiten erst nach weiteren 30 Minuten. Rudi Adams startete als erster in das Training des zweiten Laufs und kehrte alles andere als zufrieden nach zwei Umläufen an die Box zurück. Der Wagen baute, anders als im Trockenen, keinen Grip auf, was die Rundenzeiten bestätigten. Luca Ludwig, der als Zweiter ins Training ging, bestätigte die Erfahrung von Adams.
Lediglich Marco Schelp hatte etwas bessere Karten, und durch eine langsam abtrocknende Piste konnte er das Z4 Coupé mit einer Rundenzeit von 10:00 Minuten auf den zweiten Startplatz der Klasse SP6 und den 20. Gesamtstartplatz stellen. Die Mechaniker unter der Leitung von Technik Chef Jörg Ullmann veränderten das Setup in der Hoffnung, den Fahrern mehr Haftung bieten zu können. Denn: Auch wenn die Strecke beim Start völlig trocken war, so hatten die Wetterstationen Regen vorhergesagt. Startfahrer Rudi Adams ging auf profillosen Slicks ins Rennen, doch schon nach wenigen Minuten setzte Nieselregen ein, der binnen kürzester Zeit zum heftigen Dauerregen wurde und fast bis zum Rennende durchhielt. Drei Runden fuhr Adams auf Slicks, bevor er die Box ansteuerte, um sich Regenreifen montieren zu lassen. Weitere fünf Runden standen auf Adams Programm, ehe er den Wagen an Luca Ludwig übergeben konnte.
Während seiner Runden haderte Adams nach wie vor mit einem schwer fahrbaren BMW und hatte alle Mühe, den Wagen auf der Straße zu halten. Nicht deutlich besser lief es für den Youngster Luca Ludwig: Mit seiner Leistung, den Wagen ohne Blessuren in einem extrem schwierigen Rennen gefahren zu haben, war er durchaus zufrieden. Doch der fehlende Gip hat ihn immer wieder zurückgeworfen, und so hielt er sich aus nahezu allen Zweikämpfen raus. Noch mehr Probleme hatte Marco Schelp: Nach Übernahme des Autos starb die Maschine ab und weigerte sich, seinen Dienst aufzunehmen. Erst unzählige Versuche brachten das sonst zuverlässige Triebwerk zum Laufen. Auch eine langsam abtrocknende Piste konnte das Fahrverhalten nicht ändern. Schelp haderte zum Schluss mit nachlassenden Regenreifen und musste ebenfalls an vielen Ecken zurückstecken. Am Ende reichte die Leistung der drei Fahrer für den dritten Platz in der Klasse SP6. Für Luca Ludwig indes bedeutete dieser Rang einmal mehr wichtige Punkt im Kampf um den Titel im VLN-Junior Cup 2009, bei dem er den zweiten Platz eingenommen hat.
BMW 120d: Ohne Antrieb ausgerollt
Der kleinste Rennwagen aus dem Hause Dörr Motorsport feierte sein Comeback an der Nordschleife. Der BMW 120d sollte eigentlich verkauft werden, spontan entschloss sich das Team jedoch, den Wagen weiterhin einzusetzen. Besetzt mit dem Vater-Sohn Gespann Rolf und Robert Wittke schickte Rainer Dörr den Wagen ins Rennen. Im Training kam das Duo mit dem Auto sehr gut zurecht, den kleineren Fahrzeugen im Starterfeld kam die nasse Piste entgegen, und so waren beide mit ihrem Trainingsergebnis zufrieden. Vater Rolf Wittke absolvierte den ersten 2-Stunden-Stint, ehe sein Sohn den Selbstzünder übernahm. Während der Vater ein gutes Rennen hinter sich brachte, zahlreiche Zweikämpfe gewann und mit völliger Selbstzufriedenheit den Wagen übergab, endete für seien Sohn das Rennen nach weniger als einer Runde: Eine abgescherte Antriebswelle beendete das Rennen für die Familie Wittke und Dörr Motorsport. Die Ursache für den Ausfall der Welle wird in den Tagen bis zum 24h-Rennen erforscht. Trotz des Ausfalls waren beide Wittkes bester Stimmung, denn der Vater hatte seinem Sohn ein gemeinsames Rennen geschenkt und schon jetzt eine Fortsetzung der schnellen Familienbande angekündigt.
Stimmen nach dem Rennen
Rainer Dörr, Teamchef:
„Wir haben keinen Grip auf den Z4 gebracht, die Performance hat nicht gepasst. Wir werden in weiteren Testfahrten die Ursache finden müssen, schließlich haben wir vor, beim 24h-Rennen vorne mitzufahren. Meinen Fahrern muss ich Respekt und Lob zollen: Sie haben mit einem schwer zu fahrenden Auto unter extrem schweren Bedingungen das Beste daraus gemacht. Mehr war heute leider nicht drin. Allerdings wurde die Marschrichtung, zurückhaltend zu fahren, vorher auch von mir und Jörg Ullmann festgelegt. Überdies war dies das erste Rennen bei richtigem Regen für das Z4 Coupé und alle mussten lernen, mit den Gegebenheiten in Kombination zurechtzukommen. Der Diesel-Ausfall wird uns noch etwas beschäftigen, denn der Wagen war eigentlich optimal vorbereitet. Auch hier müssen wir wissen, woran es lag, ehe wir den Wagen wieder einsetzen. Beim nächsten Lauf am 2. Mai werden wir nur das Z4 Coupé an den Start bringen, um einen letzten Test vorm 24h-Rennen zu absolvieren.“
Rudi Adams, Fahrer
„Ein extremes Rennen: Ich hatte alle Hände voll zu tun, das Auto zu bändigen und nicht abzufliegen. An Zweikämpfe war nicht zu denken und so habe ich mich aus allem raus gehalten. Ich bin überzeugt, dass Dörr Motorsport die Probleme mit dem Setup schnell in den Griff bekommt und das Fahrzeug uns beim nächsten Rennen eine konkurrenzfähige Performance bietet.“
Luca Ludwig, Fahrer
„Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, denn schließlich kämpfte ich mit stumpfer Waffe ohne die geringste Chance auf einen Klassensieg. Alle anderen waren einfach schneller und so bin ich am Ende froh, den Wagen nicht beschädigt zu haben.“
Marco Schelp, Fahrer
„Im Rennen fiel plötzlich die Leistung ab, dann bin ich stehen geblieben und der Wagen sprang nicht mehr an. Nach einigen Versuchen schnurrte der Motor wieder und ich konnte mich auf den Weg machen. Zu Beginn war es noch nass, ich bin ständig gerutscht und musste unentwegt korrigieren. Dann wurde die Strecke trocken und die Regenreifen bauten ab – wieder bin ich nur gerutscht. Auf jeden Fall haben wir erfahren, dass manche Komponenten so nicht zusammen passen.“
Rolf Wittke, Fahrer
„Ich hatte ein echt tolles Rennen mit guten Zweikämpfen und jeder Menge Spaß. Für mich war das Wetter optimal – für viele andere nicht, denn es gab Unfälle und viel Schmutz auf der Strecke. Der Wagen war toll vorbereitet und lief zu Beginn wirklich gut. Schade, dass wir am Ende ausgefallen sind.“
Robert Wittke, Fahrer
„Was soll ich sagen: Ich hatte ein tolles Training mit einem wirklich gut laufenden BMW 120d. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl und war überzeugt auf, konkurrenzfähigem Material unterwegs zu sein. Leider hat die Technik ein gutes Ergebnis vereitelt. Aber: ein tolles Weihnachtsgeschenk meines Vaters. Ich freue mich schon jetzt auf kommende Weihnachten.“ |
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| Redaktionsbüro
Meuren |
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Artikel vom 23.04.2009
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